Wie sieht es in Indien mit Corona aus

Am Morgen des 23. April telefonierte ich mit Missionaren im indischen Bangalore. Es ging eigentlich um einen Bibelkommentar. Doch ich fragte auch, wie es in Indien mit Corona aussieht. Darauf kam ein erschütternder und ungeschminkter Bericht zur gegenwärtigen Lage in diesem Subkontinent. Hier eine Zusammenfassung:
800 Millionen sind in ihrer Existenz gefährdet. Bauarbeiter und Kinderarbeiter erfuhren kurzfristig vorher, dass der Shutdown kommt. Viele aus dem Norden Indiens, die das Geld überweisen an ihre Familien, saßen auf der Straße. Bosse der Baufirmen sollten den Tagelöhnern das Geld auszahlen, das sie bis zu diesem Zeitpunkt verdient hatten. Haben dies aber nicht getan.
Begonnen hatte der Lockdown am 25. März chaotisch: Ministerpräsident Narendra Modi hatte die Maßnahmen nur vier Stunden vor Inkrafttreten angekündigt, zahlreiche Menschen strömten daraufhin zu den Busstationen und Bahnhöfen. Darunter waren viele der mindestens 40 Millionen Arbeitsmigranten, die versuchten, zurück in ihre Heimatorte außerhalb der indischen Megastädte zu reisen.
Weil der Fernverkehr bereits eingestellt war, kehrten sie entweder aus den Massenansammlungen zurück in ihre Viertel – oder versuchten, zu Fuß ihre oft hunderte Kilometer weit entfernten Dörfer zu erreichen. Unterwegs wurden sie von Sicherheitskräften abgefangen.
Beispiel: Ein 12 jähriges Mädchen, das auf dem Bau gearbeitet hatte (was offiziell verboten ist), ging zu Fuß hunderte von Kilometern, weil keine Verkehrsmittel mehr fuhren, auch keine Rikschas mehr. Unterwegs ist sie wegen Dehydrierung und Erschöpfung, auch durch Nahrungsmangel, gestorben.
Eine Frau im Fernsehen hielt ihr Kind hoch und sagte, ich kann nicht einmal mein Kind ernähren, denn ich habe selber nichts mehr zu essen. Danach brach sie weinend zusammen.
Die Entscheidungsträger und Regierungsleute sind unglaublich hartherzig und korrupt. Nach der Vorstellung dieser Politiker und Verantwortlichen müssen diese Gestrandeten jetzt leiden, weil sie (nach hinduistischer Lehre) im vorigen Leben so schlimme Verbrechen begangen haben. Deswegen sollten wir uns nicht in ihr Karma einmischen und ihnen helfen.
So war vor Jahren ein Sonderfonds eingerichtet worden, wo 0,5 % des Gewinns der Baufirmen als Hilfe für Tagelöhner eingezahlt wurde, um Arbeitern in Krisen- oder Notsituation zu helfen. Auf diesem Hilfskonto haben sich inzwischen Milliarden von Rupies angesammelt. Also genau für so einen Fall, wie er jetzt millionenfach aktuell ist. Doch eine korrupte Regierung hat keinen Rupie ausgezahlt, sondern das Geld für die eigenen Kommunen verwendet, weil der Staat selber ziemlich pleite ist.
Die gegenwärtige Regierung ist stark hinduistisch geprägt und hasst die Moslems, Christen und Dalits. So befindet sich in der Nähe von Richardstown in Bangalore eine der stärksten Hochburgen der Moslems. Dieses fast hundertprozentige Moslemviertel hat die Polizei beinahe hermetisch abgeriegelt. Man wird an das Warschauer Ghetto erinnert. Hier besteht buchstäblich, wenn sich die Situation nicht bald ändert, der Gefahr eines explosiven Bürgerkrieges.
Offiziell ist Autofahren verboten, außer man hat einen triftigen Grund. Doch willkürlich wird den Autofahren der Wagen weggenommen. Über einen Referenzschein kann man über einen Anwalt, der gewöhnlich große Summen verschlingt, versuchen, seinen Wagen wieder zu bekommen. Das ganze System ist offensichtlich korrupt.
Im Fernsehen wurde das Interview mit dem ehemalige Finanzminister ausgestrahlt. Er wurde gefragt, ob dies die schlimmste Krise Indiens ist bzw. sein wird, seit Bestehen dieses Landes. Seine Antwort: Selbst der Schaden, hervorgerufen durch den 1. und 2. Weltkrieg und der Teilung Indiens (1947 in Indien und Pakistan), zusammengenommen, ist nur ein Hauch (shade) im Vergleich zu diesem Shutdown mit seinen millionenfachen Katastrophen. Man muss damit rechnen, das Hunderttausende bis Millionen Menschen Schaden leiden oder direkt sterben.
PS: Der Bruder erwähnte noch, dass dieses Gespräch womöglich abgehört wird. Sie mögen ihn, so meinte er, deswegen ausweisen. Offenbar wollte er seinem Herzen über all diese Gräuel und bald apokalyptischen Zustände Luft machen. Alexander Seibel.

Blessing and Cursing

Bless means to make life larger, fuller, richer. Curse means to make life smaller. They can be statements or rituals but are much more. Blessing can be money, health, knowledge, encouragement, help, rebukes, and challenges to be better. Blessings make us real. Curses make us unreal. Blessing are often painful while curses are often pleasurable. The dentist is an example of a painful blessing. Flattery is an example of an enjoyable curse. Blessings move us to engage with life and growth. Curses distract us from life and encourage us to shrink. 06.06.20
Segen und FluchenSegne bedeutet, das Leben größer, voller, reicher zu machen. Fluch bedeutet, das Leben kleiner zu machen. Es können Aussagen oder Rituale sein, sind aber viel mehr. Segen kann Geld, Gesundheit, Wissen, Ermutigung, Hilfe, Rüge und Herausforderungen sein, um besser zu sein. Segen machen uns real. Flüche machen uns unwirklich. Segen sind oft schmerzhaft, während Flüche oft angenehm sind. Der Zahnarzt ist ein Beispiel für einen schmerzhaften Segen. Schmeichelei ist ein Beispiel für einen angenehmen Fluch. Segen bewegen uns, uns mit Leben und Wachstum zu engagieren. Flüche lenken uns vom Leben ab und ermutigen uns zu schrumpfen.
ellis H.Potter

»Wenn Sie wüßten, wie viele ich mir noch verkneife, dann würden Sie mich loben!«

Spurgeon war ein äußerst humorvoller Mensch und Prediger. Als ihm einmal jemand Vorhaltungen machte, daß er zu viele Späße in der Predigt verwende, antwortete er: »Wenn Sie wüßten, wie viele ich mir noch verkneife, dann würden Sie mich loben!« In seinem Buch »Ratschläge für Prediger« schreibt Spurgeon, daß sich manche Prediger gut zu Märtyrern eignen würden, denn »Sie sind so trocken, daß sie leicht brennen«. – na, wenn das nicht typisch britisch-makabrer Humor ist! 🙂
Einmal steht er auf der Kanzel und lässt seine Predigtschüler ganz hinten in der Kirche sitzen. Er will demonstrieren, daß man auch mit leiser Stimme bis in die hinterste Ecke zu verstehen sein muß. Er flüstert: »Brüder, wenn Ihr mich hört, dann schwenkt eure Taschentücher!« Sie tun es. Da donnert Spurgeon von der Kanzel: »Brüder, steckt sie wieder ein, sie sind dreckig!«
Spurgeon hält eine Freiversammlung. Anschließend läßt er seinen Hut herumgehen. Doch diesmal legt niemand etwas hinein. Man hat sich vorher abgesprochen, ihm einen Streich zu spielen. Die Zuhörer sind gespannt, wie er das übliche Dankgebet formuliert. Er ist verdutzt, als er in seinen Hut schaut und betet laut: „Ich danke Dir, dass mir diese geizige Bande wenigstens meinen Hut zurückgegeben hat!“
http://www.kleinode.de/spurgeons_humor.htm

Truth and Mercy

Some people are tempted by the hope of improving relationships by telling the whole truth. Being fully open and not hiding can feel purifying. But God’s Truth is not facts alone. Truth only brings life when it works with Love and Mercy. If the way you blow your nose truly disgusts me, I might choose in mercy not to tell you. The way Truth and Mercy work together is mysterious. We need God’s Wisdom to make the best imperfect choice. God help us to be slow to speak and quick to pray. Amen.

03.06.20

Wahrheit und Barmherzigkeit

Manche Menschen werden von der Hoffnung versucht, Beziehungen zu verbessern, indem sie die ganze Wahrheit sagen. Voll offen zu sein und sich nicht zu verstecken kann sich reinigend anfühlen. Doch Gottes Wahrheit ist nicht allein Fakten. Wahrheit bringt nur Leben, wenn sie mit Liebe und Barmherzigkeit funktioniert. Wenn mich die Art und Weise, wie du dir die Nase pustet, wirklich anwidert, könnte ich mich in Gnade entscheiden, es dir nicht Die Art und Weise, wie Wahrheit und Barmherzigkeit zusammenarbeiten, ist geheimnisvoll. Wir brauchen Gottes Weisheit, um die beste unvollkommene Wahl zu treffen. Gott hilf uns, langsam zu sprechen und schnell zu beten. Amen. Amen. Ellis H.Potter

Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeit zu kämpfen.

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten aß es mit Vergnügen, aber als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeit zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süßigkeiten in der Packung.
Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind. Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden. Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten. Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren. Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.
Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
Mario de Andrade (San Paolo 1893 – 1945) Brasilianischer Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler

Wozu Beten?

„Die Gläubigen beten nämlich nicht, um Gott unbekannte Dinge anzutragen, ihn zu seiner Pflicht zu bewegen, oder den Säumigen zu mahnen, sondern
1. um sich selbst zu ermuntern, ihn aufzusuchen
2. um ihren Glauben zu üben, indem sie über die Verheißungen nachdenken,
3. um sich selbst zu erleichtern, indem sie ihre Sorgen in seinen Schoß abladen,
4. endlich um zu bezeugen, dass sie alles gute für sich wie für die anderen einzig von ihm erhoffen und erbitten.“
John Stott, Die Botschaft der Bergpredigt, s. 167

Rassismus ist unbiblisch und ist eine gewaltige Sünde.

“Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Händen gemacht; ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte, da er ja selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, daß es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im Voraus die Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt,..” Apg.17,24-26
“Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm! Offb.7,9
Das Erste, was man in dieser Diskussion verstehen muss, ist, das es nur eine Rasse gibt – die menschliche Rasse. Weisse, Afrikaner, Asiaten, Inder, Araber, Juden usw. sind keine verschiedene Rasse. Sie sind nur verschiedene Völkergruppen der menschlichen Rasse. Alle Menschen haben dieselben physischen Merkmale (natürlich mit kleinen Unterschieden). Wichtiger ist, dass alle Menschen nach Gottes Abbild und Ihm ähnlich geschaffen sind (1. Buch Mose 1:26 – 27). Gott liebt die gesamte Welt (Johannes 3:16). Jesus hat Sein Leben für jeden in der gesamten Welt niedergelegt (1. Johannes 2:2). Die “gesamte Welt” schliesst offensichtlich alle Völkergruppen der Menschheit ein.
Gott zeigt kein Ansehen der Person (5. Mose 10:17; Apostelgeschichte 10:34; Roemer 2:11; Epheser 6:9), und wir sollten es auch nicht tun. Jakobus 2:4 beschreibt, das wenn man jemand diskriminiert, man dann ein “Richter mit bösen Gedanken” ist. Stattdessen sollten wir “unseren Nächsten lieben wie uns selbst” (Jakobus 2:8). Im Alten Testament unterteilte Gott die Menschen in zwei “Rassen-Gruppen”: Juden und Nicht-Juden. Gottes Absicht war, dass die Juden ein königliches Priestertum sind, und den Nicht-Jüdischen Nationen dienen sollten. Stattdessen, zum größten Teil zumindest, wurden die Juden stolz auf ihren Status und verachteten die Nicht-Juden. Jesus Christus setzte dem ein Ende, indem Er die Wand der Feindschaft niedergebrochen hat (Epheser 2:14). Alle Formen von Rassismus, Vorurteil und Diskriminierung sind ein Angriff auf das, was Jesus am Kreuz getan hat.
Jesus gebietet uns, einander so zu lieben, wie Er uns liebt (Johannes 13:34). Wenn Gott unparteiisch ist und uns mit Unbefangenheit liebt, so bedeutet das, das wir andere mit dem gleichen Standard lieben sollen. Am Ende von Matthäus 25 sagt Jesus, das was immer wir einem Seiner geringsten Geschwister getan haben, das haben wir Ihm getan. Wenn wir einen Menschen mit Verachtung behandeln, so behandeln wir einen Menschen schlecht, der nach Gottes Abbild geschaffen ist; wir verletzen jemanden, den Gott liebt und fuer den Jesus gestorben ist.
Rassismus in seinen variierenden Formen und seinen unterschiedlichsten Ausmassen ist seit Tausenden von Jahren eine Plage der Menschheit gewesen. Brüder und Schwestern aller Völkergruppen, dies sollte nicht so sein! An die Opfer des Rassismus, der Vorurteile und der Diskriminierung – ihr müsst vergeben. Epheser 4:32 sagt, “Seid aber gegeneinander gütig, mitleidig, einander vergebend, gleichwie auch Gott in Christo euch vergeben hat.” Nein, Rassisten verdienen nicht eure Vergebung, aber noch weniger haben wir Gottes Vergebung verdient! An die Täter von Rassismus, Vorurteilen und Diskriminierung – ihr müsst Reue zeigen und “stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind, und bietet ihm eure Glieder als Werkzeuge der Gerechtigkeit an” (Roemer 6:13). Möge Galater 3:28 vollkommen verstanden werden, “Da gibt es keine Juden oder Nichtjuden mehr, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen, denn in Christus seid ihr alle zu Einem geworden”. https://www.gotquestions.org/