Warum eigentlich glauben und denken?

Bibelstunde in der Gemeinde. Der Pastor liest aus dem ersten Buch Mose vor: „Und Eva war …“ – und dann blättert er weiter – „300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Und von innen und außen war sie ganz mit Pech verpicht.“ Der Pastor hat nicht gemerkt, dass er ein paar Seiten überblättert hat und von Adam und Eva in die Geschichte von der Arche Noah gerutscht ist. Jetzt versucht er verzweifelt, seinen Text auszulegen. „Also, dass Eva 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch war – das können wir uns durchaus vorstellen – denn sie war immerhin die Mutter des Menschengeschlechts. Aber – dass sie von innen und außen ganz mit Pech verpicht war – das können wir uns nicht vorstellen. Das müssen wir einfach glauben.“

Genau den Eindruck haben manche Leute ja vom Glauben. Dass Glaube heißt, seinen Verstand herunterzufahren. Und leider gibt es manchmal auch Christen, die das Vorurteil zu bestätigen scheinen. Unschwer zu erraten, dass beide dem gleichen Missverständnis aufsitzen: dass nämlich Glauben und Denken nicht zusammen passen. Ich bin überzeugt: Das Gegenteil ist der Fall. Weil Glaube ohne Denken gar nicht funktioniert. Und weil auch Denken ohne Glaube nicht funktioniert.

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