Alice Schwarzer über Islamisten, Fremdenliebe und Fernsehkonsum

Nachricht: F r a n k f u r t – Das Interview erschien bereits am Dienstag, am Tag des spektakulären Halbfinalspiels der deutschen Nationalmannschaft. Und hat wohl aus diesem Grund kaum für Aufsehen gesorgt. Doch was die Frauenrechtlerin und „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer in dem „FAZ“-Interview fordert, ist mutig. Sie nimmt Stellung zur Bedrohung durch Islamisten, falsch verstandene Fremdenliebe oder die Auswirkungen des Fernsehkonsums auf Jugendliche.

So sprach sich Alice Schwarzer im Gespräch mit Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“), deutlicher als zuvor für ein generelles Verbot des Tragens von Kopftüchern im öffentlichen Raum aus. „Das Kopftuch ist die Flagge des Islamismus. Das Kopftuch ist das Zeichen, das die Frauen zu den anderen, zu Menschen zweiter Klasse macht. Als Symbol ist es eine Art ‚Branding‘, vergleichbar mit dem Judenstern… Ich finde es selbstverständlich, dass wir uns an Ländern wie Frankreich ein Beispiel nehmen und das Kopftuch in der Schule und im Kindergarten untersagen, für Lehrerinnen und Schülerinnen“, sagte Schwarzer.

25 Jahre lang naiv und ignorant

Zudem zog die Frauenrechtlerin ein kritisches Resümee über den Umgang der westlichen Gesellschaften mit dem Islam, insbesondere über die Islamisierung des Westens. „Wir waren 25 Jahre lang naiv und ignorant – oder sogar Sympathisant. Und die wenigen, die begriffen haben, haben sich einschüchtern lassen. Sie hatten Angst, als ‚Rassisten‘ denunziert zu werden – wie es ja auch mir passiert ist.“

Falsch verstandene „Fremdenliebe“

Dieser Bedrohung könne nur durch einen „unerschütterlichen Glauben an die Universalität der Menschenrechte“ widerstanden werden, so Schwarzer weiter. In diesem Zusammenhang gebe es jedoch ein „besonderes deutsches Problem: dieses deutsche Minderwertigkeitsgefühl, das leicht in Größenwahn umschlagen kann. Diese Fremdenliebe, die Verherrlichung des Fremden ist ein Resultat dieser mangelnden Selbstachtung… Da spielt in Deutschland der Protestantismus eine fatale Rolle und das schlechte Gewissen wegen der Nazizeit. Zu dieser deutschen Fremdenliebe hat sich in den achtziger Jahren in der Linken die Sehnsucht nach neuen Göttern gesellt. Die Idole hatten abgewirtschaftet: Stalin, Mao, Che Guevara waren Enttäuschungen.“

„Fernsehen verdummt und brutalisiert“

In dem Interview warnte die „Emma“-Herausgeberin auch vor den Auswirkungen des Fernsehens auf die Gesellschaft. Auf die Frage, ob es nicht ein immer größeres Ungleichgewicht zwischen deutschen und ausländischen Familien gebe, sagte Schwarzer: „Familie ist wichtig. Aber überschätzen Sie nicht den Stellenwert der Familie. Ein Kind ist sehr vielen Einflüssen ausgesetzt. Immer wichtiger wird das Fernsehen, das verdummt und brutalisiert – und das von Jungen in muslimischen Familien vielfach höher konsumiert wird als von Mädchen oder Deutschen.“

Das gesamte Interview lesen Sie im Internet unter http://www.faz.net

VON: ANDREAS DIPPEL Nachricht vom: 09.07.2006

Autor: Christlicher Medienverbund KEP http://www.medienmagazin-pro.de kep@kep.de

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