Fertigbackmischungen

Kennen Sie das „Jesus und…-Problem? Max Lucado schreibt in einem seiner Bücher von einer Lebensmittelfirma, die Fertigbackmischungen auf den Markt brachte. Man brauchte keine weiteren Zusätze, keine Eier, keinen Zucker. Einfach ein bisschen Wasser mit dem Fertigpulver vermischen, die daraus entstandene Masse in eine Kuchenform füllen, ab in den Ofen damit und wenig später einfach nur noch geniessen! Max Lucado berichtet dann von einem unerwarteten Problem, das plötzlich auftauchte: Niemand kaufte das Produkt! Natürlich wollte man wissen, was der Anlass für diese unangenehme Überraschung war. Man führte Meinungsumfragen durch, um dem Problem auf den Kern zu kommen. Mit einer kleinen Änderung brachte man die Kuchenmischung nun erneut in den Handel. Laut Bedienungsanleitung musste man nun ein Ei hinzufügen. Was geschah? Das Produkt fand reissenden Absatz! Lucado stellt im Anschluss die Frage: „Warum sind wir so? Warum wollen wir einer Sache, die vollständig ist, noch etwas hinzufügen?“ Bei einer Kuchenmischung ist dieser Drang ja nicht weiter schlimm. Dramatisch wird das Thema dann, wenn es zum „Jesus und..“-Problem wird. Jesus – und die Beschneidung. Mit diesem Problem war Paulus konfrontiert und er schrieb eindringlich gegen dieses „Jesus und…-Problem. Bei uns kleidet sich das Problem aber in feinere Töne. Jesus und Spenden. Jesus und meine Glanzleistung. Letztlich: Jesus und – ICH!

Die erlösende und zutiefst freimachende Botschaft von Jesus Christus enthält keine Zusätze. Schon gar nicht mein Ego. Davon befreit Jesus uns ja gerade! Bei ihm geht es um reine Gnade. Bei ihm geht es um das schlichte sich in die Hände Jesu fallen lassen. Die Bibel nennt das Glauben. Vertrauen. Sich mit seinem ganzen Sein und Leben in Gottes Arme nehmen und von ihm als Kind tragen lassen. Loslassen von allen menschlichen Ambitionen im Blick auf unsere ewige Rettung – und ihm vertrauen. Jeden Tag ihm vertrauen.

Bei Jesus gibt es keine Selbsterlösung. Diese schlichte Wahrheit gefällt uns Menschen nicht, sie entspricht nicht unserem Wesen. Warum sind wir Menschen immer und immer wieder versucht, unserer Erlösung durch Jesus Christus noch etwas hinzufügen zu wollen? Noch einmal Max Lucado: „Ihre Erlösung zeigt Gottes Barmherzigkeit. Sie macht nicht viel Wirbel um ihre Taten, sie verdeutlicht allein Gottes Tat.“ Das ist der Punkt! Es geht nicht um mich, sondern um die Ehre Gottes. „Wo bliebt der Ruhm? Er ist ausgeschlossen […] durch das Gesetz des Glaubens,“ schreibt Paulus (Röm 3,27). Kein Ruhm, keine Lorbeeren – es geht nicht um mich! Der himmlische Vater hat alles gegeben: Jesus Christus, den ewigen Sohn Gottes. Wir können der Tat Gottes in Jesus nichts mehr hinzufügen. Glauben Sie das? Die an ihn glauben, gehen nicht verloren, sondern empfangen das ewige Leben.

“Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.” Johannes 3,16

Lesetipp: Max Lucado: Es geht nicht um mich – Gottes Herrlichkeit reflektiert. Hänssler, 2004.
Posted by RD   http://blog.gec-basel.ch/?p=64

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