Müssen wir Gott verteidigen? Die Gefahren der Apologetik

Sieben Jahre nach seinem Tod erschien unter dem Titel „God in the Dock“ (deutsch „Gott auf der Anklagebank“, Brunnen, 3. Aufl. 1998) eine Sammlung von Essays von C. S. Lewis. Der Titel reflektiert das, was Lewis als das größte Problem darin bezeichnete, Nichtchristen die christliche Wahrheit nahe zu bringen: Für den heutigen Menschen ist Gott der „Angeklagte“ (Kap. 12). Im 16. Jahrhundert fragte Luther: Wie kann ich einen gnädigen Gott finden? Er sah sich selbst auf der Anklagebank und Gott als den Richter. Für den heutigen Menschen sind die Rollen jedoch vertauscht: Gott ist der Angeklagte und der Mensch ist der Richter. Was C. S. Lewis seinerzeit beschrieb, gilt heute immer noch, wenn nicht sogar in noch stärkerem Maße als früher – selbst für Christen. Gott sitzt auf der Anklagebank, und ehe wir merken, was los ist, übernehmen wir die Rolle des Verteidigers. Wir nehmen spontan die Position ein, die uns der heutige Mensch zuweist – die Bank des Verteidigers – und wir fangen an, den Angeklagten, also Gott, zu verteidigen. Darin verbirgt sich jedoch eine ernst zu nehmende Gefahr, denn damit bestätigen wir die Positionen im Gerichtssaal so, wie der heutige Mensch sie festgelegt hat. Wie kommt das? Die Gefahr, Gott „verteidigen“ zu wollen, hat mit der traditionellen Übersetzung des klassischen Verses aus 1. Petrus 3,15 zu tun: „Seid allzeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft (apologia) fordert über die Hoffnung, die in euch ist“. Aber diese Übersetzung des griechischen Wortes apologia ist zu defensiv. Ursprünglich bedeutete es so etwas wie: gebt eine ‘gesalzene’ und freundliche Erklärung ab, die die Menschen herausfordert, mit denen ihr sprecht. Das apo in apologia bedeutet „gegen“ wie im Wort „Gegenangriff“. Es drückt etwas Offensives und Forsches aus. Was ist falsch daran, Gott zu verteidigen? Darüber ist im Buch Hiob etwas zu lesen. Der Fehler von Hiobs Freunden, so erfahren wir dort, bestand darin, dass sie es als ihre Aufgabe betrachteten, den Allmächtigen angesichts der Leiden Hiobs zu verteidigen. Etwas Ähnliches wird bereits auf den ersten Seiten der Bibel berichtet. War das nicht auch der Fallstrick, der Eva zu Fall brachte? Die Schlange in 1. Mose 3 eröffnet ihre Versuchung sehr schlau: „Sollte Gott gesagt haben: ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?“ Sehr bewusst verdreht sie die Fakten um 180 Grad und klagt Gott an, extreme Forderungen zu stellen. Und Eva tappt sofort in die Falle und beginnt Gott zu verteidigen …aber indem sie ihre Verteidigung anbringt, übernimmt sie das bizarre Bild, das die Schlange von Gott gezeichnet hat – und es geschieht eine innere Entfremdung von Gott. Die nächste Aussage Evas offenbart diesen Fehler, als sie hinzufügt, dass man die Frucht des einen Baumes noch nicht einmal berühren darf. Was hätte Eva tun sollen, als die Schlange mit diesem falschen Gottesbild an sie herantrat? Sie hätte Gott nicht verteidigen müssen, sondern das, was die Schlange tatsächlich über Gott sagte, an sie ‘zurückgeben’ sollen. In der modernen Psychologie nennt man das „spiegeln“: jemandem wie in einem Spiegel zeigen, was er denkt und äußert; in unserem Fall also: an welcher Art von Gottesbild er festhält oder welches er sich zurechtgelegt hat. Eva hätte sagen können: „Merkst du, was du sagst? Ein solcher Gott wäre ein Sadist, der zuerst schöne Bäume vor die Menschen hinpflanzt, nur um ihnen später zu sagen: Hände weg davon!“ Manchmal reicht das aus und eine weitere Diskussion ist kaum noch erforderlich. Bei anderen Gelegenheiten wird es jedoch nötig sein, dem Gesprächspartner die Konsequenzen seines Denkens noch etwas weiter vor Augen zu führen: „Stellen wir uns vor, das Universum (sei es persönlich oder unpersönlich) wäre tatsächlich sadistisch. Passt das mit der Realität zusammen, wie wir sie kennen? Und kannst du mit den Konsequenzen daraus leben?“

Der Kampf mit den Waffen des Gegners

Die erste Gefahr in der Apologetik besteht also darin zu denken, wir seien Gottes Anwälte. Die zweite Gefahr ist damit eng verbunden. Versetzen wir uns nochmals in dieses Szenario des Gerichtssaals, das der heutige Mensch uns anbietet: Wenn Gott auf der Anklagebank sitzt und der moderne Mensch der Kläger ist, wer ist dann der Richter? Der Richter bzw. die Richterin, die in diesem Gerichtssaal das letzte Wort hat, ist für viele moderne Menschen seit langem die Göttin der Vernunft. Christliche Apologeten haben oft Menschen gegenüber versagt oder diesen sogar geschadet, wenn sie sich nicht ausreichend bewusst waren, dass sie sich auf genau diesen Schauplatz begeben. In ihren apologetischen Schriften haben sie versucht, der Vernunft zu gefallen, sie zu überzeugen oder gar zu schlagen. Das Ergebnis sieht dann so aus, dass Gott tatsächlich angeklagt ist, dass er aber freigesprochen werden kann, wenn vor dem Richterthron der Vernunft ausreichend Indizien zu seinen Gunsten vorgebracht werden. Der Versuch, sich auf dieses Spiel einzulassen und entsprechende Beweise für Gott zu liefern, ist deshalb eine wirkliche Gefahr für Apologeten. Vor der Aufklärung war die Vernunft ein Weg, um zu versuchen, die Welt um uns herum zu verstehen. Aber in der Aufklärung zählten nur noch Beweise. ‚Argumente’ waren nicht länger gültig, sondern nur verifizierbare oder wenigstens falsifizierbare Beweise sollten geliefert werden. Gleichzeitig entfernten die französischen Revolutionäre alle Skulpturen aus der Kathedrale „Notre Dame“ und stellten stattdessen eine Statue der Göttin der Vernunft hinein. Auch wenn christliche Apologeten vor dieser Zeit etwas naiv über „Beweise“ für die Existenz Gottes sprachen, so meinten sie damit nie „Beweise“ im Sinne der Aufklärung. Sie meinten starke Argumente, ausgehend von der Offenbarung Gottes, wie sie in Psalm 36 beschrieben ist: „In deinem Lichte sehen wir das Licht!“ Als Argumente sind sie heute noch stark und gewichtig, besonders das teleologische Argument. Die „Feinabstimmung“ des Universums (das sog. Anthropische Prinzip) erstaunt alle Naturwissenschaftler, doch wegen der oben beschriebenen Veränderungen im Charakter der Vernunft können solche Argumente heute nicht mehr „Beweise“ genannt werden. Nach der Aufklärung wurde aus der Vernunft die „autonome Vernunft”, und plötzlich stellt sie Ansprüche, die kein Christ je erfüllen kann. Zum Beispiel den Anspruch, dass Gott, an den wir glauben, nur dann existieren kann, wenn seine Existenz auf vernünftige Weise allen Menschen überzeugend demonstriert werden kann. Es ist, als sei Gott eine geometrische Formel oder – schlimmer noch – ein UFO! Wenn diese Regel auf alle menschliche Realität angewendet werden sollte – auf wie viel müsste dann verzichtet werden! Denken wir nur an unsere tiefsten Überzeugungen, unsere wärmsten Gefühle und unser stärkstes Engagement. All das sind Realitäten, die die Vernunft übersteigen! Es ist diese „autonome Vernunft”, an die Goya dachte, als er den Menschen in Verzweiflung, umgeben von Fledermäusen, malte – mit dem Titel: „Der Traum der Vernunft gebiert Ungeheuer”. Apologeten, die Beweise zu liefern versuchen, machen den Fehler, dass sie die „Waffen“ des Feindes übernehmen und dann ins selbe Schwert fallen. Das wird nicht funktionieren. Der protestantische Theologe Karl Barth hat viele Seiten seiner „Kirchlichen Dogmatik“ darauf verwendet zu beschreiben, was geschieht, wenn wir dies versuchen (KD I, 2, 94 ff). Viele von uns älteren Leuten haben Erinnerungen an solche Erfahrungen. Man versucht, jemanden mit vernünftigen Argumenten oder mit den so genannten Beweisen für die Existenz Gottes zu überzeugen, aber in der Folge geschieht genau das Gegenteil! Nicht einmal der beste ‚Beweis’ – meines Erachtens der einer planvollen Schöpfung – scheint Überzeugungskraft zu besitzen: er führt lediglich zu einer stärkeren Überzeugung in unserem Gesprächspartner, dass er recht hat. Warum das geschehen kann? Weil ich für einen Moment die versteckten Annahmen meines Freundes übernommen habe: nämlich die, dass die Vernunft der einzige Weg ist, die Wahrheit zu finden. Luther nannte diese Art der Vernunft „Hurenvernunft”. In jeder Kommunikation mit dem heutigen Menschen müssen wir zuerst „spiegeln“, uns Zeit nehmen, das ans Licht zu bringen, was der Freund oder die Freundin wirklich von dem Gespräch erwartet. Was willst du? Ist es das, was du über die Vernunft glaubst? Jesus wies einmal auf Widerstände hin, Gott zu erkennen und sagte von ihnen: „…dieser Geist wird nicht ausfahren außer durch Fasten und Gebet“. Vernunft allein reicht nicht aus! Manche von Ihnen fragen sich vielleicht, ob diese ganze Diskussion über die Vernunft nicht komplett überholt ist. Ich habe bereits erwähnt, dass die Älteren unter uns sicher Erfahrungen gemacht haben, wie ich sie gerade beschrieben habe, aber viele Jüngere werden sich mit dem „Traum der Vernunft” nicht identifizieren können. Wir haben uns von der modernistischen Suche nach einer rationalen Grundlage (dem sog. „foundationalism”) in eine postmoderne Ära hinein bewegt. In der Postmoderne gibt es überhaupt keinen Bedarf, für eine Wahrheit zu kämpfen, die universal ist. Ganz im Gegenteil. Jede universale Wahrheit hat einen gefährlichen Beigeschmack. Denken Sie an die Ideologien des 20. Jahrhunderts, die wir zum Glück hinter uns haben. Heute kann man einen Standpunkt eher mit dem Hinweis durchsetzen, dass er gut und hilfreich ist, als dass er wahr ist. Und das Letzte, was Sie sagen können, ist, dass er für jedermann wahr ist! Hier begegnet uns eine ganz andere Atmosphäre. Alle Glaubenssysteme werden als gleichermaßen gültig und plausibel angesehen. Wenn Sie Christ sind, dann deswegen, weil Ihnen das Christsein viel bedeutet. Es gibt Ihnen Stärke und Trost. Aber auch hier verbirgt sich eine Gefahr. Wahres Leben ist wie das Balancieren auf der Schneide eines Schwertes: man kann in zwei Richtungen herunterfallen. Die Gefahr des postmodernen Menschen liegt darin, sich auf die Forderung einzulassen, über das Evangelium nur noch in seiner Bedeutung für mich allein zu sprechen. Schon C. S. Lewis sagt in dem Aufsatzband „Gott auf der Anklagebank”: „Eine der größten Schwierigkeiten ist es, in den Köpfen der Zuhörer die Frage nach der Wahrheit wach zu halten. Diese meinen immer, dass Sie das Christentum propagieren nicht weil es wahr ist, sondern weil es gut ist. Und in der Diskussion werden diese Leute jeden Moment versuchen, vom Thema „wahr oder falsch” in Dinge wie soziale Gerechtigkeit oder Moral oder die (…) spanische Inquisition (…) oder irgendetwas anderes zu flüchten.” Lewis fährt fort: „Man muss sie immer und immer weiter zu dem eigentlichen Punkt zurücktreiben, dass (…) das Christentum eine Annahme bildet, die, wenn sie falsch ist, ohne Bedeutung ist, und wenn sie wahr ist, von unbegrenzter Bedeutung ist. Das eine, was sie nicht sein kann, ist, von mäßiger Bedeutung zu sein.” Aber diese „mäßige Bedeutung” ist alles, was ein postmoderner Mensch bereit ist, der christlichen Tradition zuzubilligen – dass sie zu einem bestimmten Grad hilfreich ist (zum Beispiel in der Ethik), aber dass man es nicht zu weit treiben sollte. Geben wir ihr kein so großes Gewicht neben den vielen anderen religiösen Traditionen! Was machen wir, wenn auf der Universität und in den Medien die Frage nach der Wahrheit ein Tabu ist und von vornherein abgelehnt wird? Alistair McGrath schreibt in seinem Buch „Bridge Building” (IVP 1992): „Es gibt keinen anderen Weg als den, den Wahrheitsanspruch vorübergehend zu relegieren (verschieben), aus rein taktischen Gründen, um die Aussagen des Christentums auf einem Boden darzulegen, der innerhalb der postmodernen Weltanschauung akzeptabler ist.” McGrath endet mit den Worten: „Das Christentum ist durch und durch attraktiv. Lassen wir alle Menschen wissen, wie allein die tiefe Liebe Gottes, des Vaters Jesu, unsere tiefsten menschlichen Sehnsüchte
stillen kann. Zeigen wir nicht in erster Linie, dass das Christentum rational ist, sondern dass es relevant ist” (225/226). In einer Hinsicht gebe ich McGrath recht. Schon in der Apostelgeschichte kam immer zuerst die Demonstration und dann die Verkündigung. Beide gingen Hand in Hand. Die Menschen sahen und spürten, dass das Evangelium gewichtig und relevant war, dann folgte die Verkündigung der Wahrheit. Francis Schaeffer sagte oft, dass die letztendliche Apologetik immer die heilende Gemeinschaft ist! Andererseits habe ich ein ungutes Gefühl dabei, auch nur vorübergehend einen Unterschied zwischen „Bedarf” (Relevanz) und „Wahrheit” zu machen. Es ist sehr wichtig zu sehen, was das Wort „Zeuge” im Neuen Testament niemals bedeutete: nämlich bloß einen emotionalen Bericht meiner persönlichen Erfahrungen mit Gott zu geben. Es ist ein Begriff, der aus der Sprache der Gerichtssäle stammt: es geht um die Bezeugung von Tatsachen. Apostel waren Zeugen Christi, weil sie auf eine glaubwürdige Weise darauf hinweisen konnten, was Jesus wirklich getan hat. Denken wir nochmals an den Schauplatz im Gerichtssaal: es ist richtig, wir sind nicht berufen, Gottes Anwälte zu sein; aber wir sind seine Zeugen! Ob wir in einer modernen oder postmodernen Zeit leben – das bleibt sich letztendlich gleich. Die Macht des Evangeliums liegt in dem Berührungspunkt, in dem „heiligen Moment, in dem man herausfindet, dass es wirklich wahr ist: dass es Gott gibt, dass er real und lebendig ist. Wir sind berufen, in dem modernen und in dem postmodernen Gerichtssaal, in dem „Gott auf der Anklagebank“ sitzt, Zeugen dieser Wahrheit zu sein. Die gute Seite der postmodernen Ära zeigt sich darin, dass es mehr Raum gibt für das ganze menschliche Wesen. Plötzlich entdecken wir die alte Wahrheit, dass der Mensch mehr ist als nur sein Denken. Auch wenn wir uns manchmal weigern, mit dem Kopf zu glauben, so gibt es doch mindestens ebenso viele Situationen, in denen wir uns weigern, mit dem Bauch oder dem Herzen zu glauben! Wir haben nicht nur ‘Vor-Urteile’ (falsche Gedanken im Kopf), sondern auch ‘Vor-Ahnungen’ oder ‘Vor-Gefühle’, bei denen Heilung nötig ist, damit wir an die Wahrheit glauben können. Mehr darüber habe ich in meinem Buch „If Only I Could Believe“ (Solway 1997) im Kapitel über psychologische Hindernisse auf dem Weg zum Glauben beschrieben.

Die letzte Gefahr der Apologetik betrifft unsere Zuhörerschaft. Wir sollten ständig mit der nicht- oder antichristlichen Kultur, in der wir leben, im Gespräch bleiben. Vielleicht renne ich jetzt offene Türen ein, aber ich meine die Gefahr, statt mit Nichtchristen nur mit Christen zu sprechen. Ich höre heute viele Stimmen, die sagen: „Sei doch mal realistisch. Gibt es unter den Leuten, mit denen du sprichst, irgendeinen Nichtchristen? Nein? Dann höre auf, so zu tun, vergiss die Außenstehenden und konzentriere dich auf die Leute, die auch tatsächlich zuhören!“ Diese Haltung ist eine Versuchung in jeder Art der evangelistischen Arbeit. Was dadurch allerdings geschieht, ist eine leise Verschiebung von der wirklichen Apologetik hin zu einer Art Anleitung, „wie man Apologetik betreibt“ und „wie man den Nichtchristen kennen lernt“. Wir beteiligen uns an allen Arten von praktischen Ideen, wie man das Leben als Christ und in der Gemeinde attraktiv machen kann. Wir betonen all die Dinge, die wir von nichtchristlichen Denkern, Büchern und Filmen lernen können. Aber wenn das alles ist, was wir machen, dann sinkt die Sache auf die „interessante“ Ebene hinab. Und schnell wird sie fade und langweilig. Der Grund dafür ist eine Verschiebung in der Zuhörerschaft. Wahre Apologetik richtet sich immer an den Nichtchristen, auch wenn überhaupt keiner im Raum anwesend ist. Die Sache ist natürlich die, dass jeder Raum immer voller Ungläubiger steckt. Unglaube ist auch im Herzen eines Gläubigen stets präsent. Wenn wir weiterhin apologetisch zu den Nichtglaubenden sprechen, dann wird Gottes Wahrheit uns alle immer wieder anrühren. Wir haben gesehen, dass gute Apologetik in erster Linie offensiv und nicht defensiv ist. Es ist eine Gefahr, die Rolle des Verteidigers einzunehmen. Gute Apologetik tappt auch nicht in die Falle, unbewusst die Waffen des Feindes – die autonome Vernunft – zu übernehmen. Natürlich sollten wir Argumente für den Glauben verwenden, aber wir müssen die Forderung nach Beweisen vor dem Richterstuhl der Vernunft ablehnen. Gleichzeitig bleibt „wahre Wahrheit“ das oberste Thema, auch in einer Zeit, in der es sehr verlockend ist, uns darauf zu beschränken, lediglich die Relevanz des Evangeliums zu betonen und aufzuzeigen, wie und wo es unsere Bedürfnisse stillt. Wahre Apologetik kann ihrem wirklichen Wesen entsprechend besser die Offensive der Liebe genannt werden. Schließlich ist sie die Bemühung des Liebenden – also Gottes –, in einem sehr tief gehenden Sinn die Herzen seiner entfremdeten Kinder zu öffnen. Wechseln wir bloß nicht die Zuhörerschaft! Gott auf der Anklagebank? Die Vernunft als Richter? Reines Stillen von Bedürfnissen? Glauben Sie daran? Gott hat den Gerichtssaal vor langer Zeit verlassen (Philipper 2, 6+7), um seine gefallenen Kinder davon zu überzeugen, dass er nie aufgehört hat, sie zu lieben. Tatsächlich sucht er als leidenschaftlich Liebender beständig nach Überzeugung und Ergebung ihrer rebellischen Herzen! Wim Rietkerk http://www.labri.org/germany/resource/Akzente_2003_1.pdf

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