Gott ist an allem schuld

Diesmal nicht zu Ostern sondern zu Pfingsten: Der „SPIEGEL“ nimmt sich einmal mehr des christlichen Glaubens – oder eher eines Angriffes auf ihn – an. Diesmal sind die mehr oder weniger militanten Atheisten am Zuge mit ihrer Welterklärung. Im Schlepptau ihres prominentesten Vertreters, des bekannten Evolutionsbiologen und fanatischen Atheisten Richard Dawkins, holen sie zum „Gegenangriff“ auf Religion und Glauben aus.

„Eine neue Generation von Skeptikern und Wissenschaftlern hat sich aufgemacht, die Welt vom Glauben zu befreien. Ihre Waffen sind Darwin, das Internet und das wachsende Unbehagen über die Einmischungen von Bischöfen und Islampredigern, Polit-Frömmlern und Kirchen.“ So überschreibt Alexander Smoltczyk seinen im SPIEGEL (Heft 22/2007, S. 56-69) erschienenen Beitrag „Der Kreuzzug der Gottlosen“, in dem er den von ihm so genannten „Neuen Atheismus“ portraitiert.

Vom gefeierten Wissenschaftler zum Fanatiker

Er ist „Charles-Simonyi-Professor für das öffentliche Verständnis von Wissenschaft an der Universität Oxford“ und zurecht einer der berühmtesten Vertreter der modernen Evolutionsbiologie. Außerdem ist er überzeugter Atheist, Autor einiger erfolgreicher Bücher und gerade mit seinem neuesten Werk auf einem Missions-Feldzug durch die USA unterwegs gewesen: Richard Dawkins.

Schreiben konnte er schon immer gut. Das belegen die Verkaufszahlen seiner Bestseller „Das egoistische Gen“ und „Der blinde Uhrmacher“. Und daß Richard Dawkins zurecht seine akademischen Titel trägt und ein fähiger Wissenschaftler ist, daran gibt es auch nichts zu rütteln. Traurig ist nur, wenn ein Mann mit seiner Begabung meint, es sei nötig, polemisch, zynisch und boshaft zu sein, dazu eine Menge Unsinn zu verzapfen – und das alles unter dem Etikett des seriösen Wissenschaftlers.

Der alttestamentarische Gott ist einer der unangenehmsten Charaktere der Literaturgeschichte. Eifersüchtig und ungerecht, ein Rassist, Schwulenhasser und Kinderkiller, ein übler Korinthenkacker, Megalomane und ethnischer Säuberer – so fange ich meine Lesungen an. Die Leute lieben das.

[Richard Dawkins, zitiert von Alexander Smoltczyk, DER SPIEGEL 22/2007, S. 58]

Wenn Herr Dawkins dieser Meinung ist und dafür Beifall erntet, ist das bedauerlich, aber nicht zu ändern. Diese und ähnliche Aussagen sind es, die ihm und seinem neuen Buch „The God Delusion“ (Der Gotteswahn) ein riesiges Publikum bescheren.

It is absolutely safe to say that if you meet somebody who claims not to believe in evolution, that person is ignorant, stupid or insane (or wicked, but I’d rather not consider that).

[Richard Dawkins, „Put Your Money on Evolution“, The New York Times (April 9, 1989) section VII p.35]

„Wenn sie jemanden treffen, der von sich behauptet, nicht an die Evolution zu glauben, dann läßt sich mit absoluter Sicherheit sagen, daß er entweder ignorant, dumm oder krank ist (oder boshaft, aber das würde ich lieber nicht in Betracht ziehen).“ Dawkins läßt neben seiner eigenen Überzeugung keine andere Meinung gelten. Es genügt ihm nicht, daß Darwin es einem Atheisten ermöglicht hat, intellektuell erfüllt zu sein (so ein weiteres „Bonmot“ Dawkins‘). Er will um (fast) jeden Preis seine Mitmenschen von seiner atheistischen Position überzeugen.

Das Neue am Neuen Atheismus ist sein missionarischer Habitus. Vorbei die Zeit der bequemen Toleranz gegenüber dem Glauben. Jeder, dem am Projekt Aufklärung gelegen ist, muss Stellung beziehen. Dawkins und seinen Mitstreitern geht es nicht anders als Joseph Ratzinger: Sie haben genug vom weichen Relativismus, der uns umgibt. Es geht um die Wahrheit. [Alexander Smoltczyk, DER SPIEGEL 22/2007, S. 58]

Was Richard Dawkins und einige seiner Mitstreiter von Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI. unterscheidet, ist nicht die wissenschaftliche Reputation und der akademische Titel, sondern der Umgang mit Andersdenkenden. Ratzinger wurde als Kardinal von seinen Gesprächspartnern durchaus geschätzt – so z.B. von Jürgen Habermaß – eben gerade weil er einen Dialog trotz unterschiedlicher Positionen noch zuließ. Anders hingegen die Vorreiter des „Neuen Atheismus“:

Wer Richard Dawkins in seinem Oxforder Haus mit den Spitzbögen besucht hat, bleibt mit einem Gefühl zurück, als hätte jemand etwas kaputtgemacht. Warum wütet der so? Es ist, als würde nun auch die Aufklärung ihre Fundamentalisten hervorbringen. Mit Eifer und Zorn wird gegen alles zu Felde gezogen, was nur entfernt nach Unvernunft, Aberglaube, Weihrauch riecht. Ganz gleich ob Koranschüler, Kardinäle oder Eugen Drewermann. Plötzlich meint man wieder die antiklerikalen Schlachtrufer des 18. Jahrhunderts zu hören: Voltaire, Denis Diderot, die Jungs vom Jakobinerclub. [Alexander Smoltczyk, DER SPIEGEL 22/2007, S. 58]

Ohne den Herren etwas unterstellen zu wollen: Wo das damals endete, ist hinlänglich bekannt. Die Unterdrückung wissenschaftlicher Erkenntnisse von Seiten der offiziellen Kirchen gehört (zum Glück) endgültig der Vergangenheit an. Aber momentan scheinen einige das Pendel in die andere Richtung ausschlagen zu wollen. Den Vorsitz der „modernen Inquisition“, die sich den Glauben vorknüpft, führt unangefochten Richard Dawkins.

Widerspruch aus den eigenen Reihen
Zum Glück bleibt dieser missionarische Eifer nicht ohne Widerspruch aus den eigenen Reihen. Man mag mir ob meiner Meinung zur Thematik zurecht Befangenheit vorwerfen, aber dankenswerterweise rühren sich Stimmen, die über jeden Verdacht erhaben sind, heimliche Sympathisanten der „kreationistischen Szene“ zu sein, also jener, die am Glauben an den Gott der Bibel und darüber hinaus an Seinem Schöpfungshandeln festhalten.

Zu den heftigsten Kritikern der Neuen Atheisten gehören kurioserweise jene, die es laut Dawkins gar nicht geben dürfte: Wissenschaftler, für die „Gott“ keinen Angriff auf ihr Weltbild darstellt. Sie fühlen sich von der Unbedingtheit, dem missionarischen Habitus Dawkins‘ abgestoßen: „Mit ‚Der Gotteswahn‘ ist es mir peinlich, Atheist zu sein“, sagte etwas Wissenschaftsphilosoph Michael Ruse, einer der renommiertesten Kritiker des Kreationismus. [Alexander Smoltczyk, DER SPIEGEL 22/2007, S. 63/65]

Derselbe Michael Ruse, der sich hier so kritisch zu Wort meldet, ist in den USA bekannt dafür, daß er über das letzte Vierteljahrhundert fast keine Gelegenheit ausgelassen hat, sich auf hohem Niveau mit den Vertretern des „Kreationismus“ und in jügerer Zeit denen der „Intelligent-Design“-Bewegung zu streiten und dabei die Evolutionslehre zu verteidigen. Auf der anderen Seite hat er in einem seiner neuesten Bücher die Wurzeln dieses Konfliktes beleuchtet und kommt zu Schlüssen, die in der Wissenschaftsgemeinde in den USA wie eine Bombe einschlugen:

I argue that in both evolution and creation we have rival religious responses to a crisis of faith””rival stories of origins, rival judgement about the meaning of human life, rival sets of moral dictates, and above all that theologicans call rival eschatologies””pictures of the future and of what lies ahead for humankind. But these rivals are blood relatives. And, paradoxically, the bitterness of the controversy can be traced in large part to the fact that this is a family feud. The two sides share a common set of questions and, in important respects, common solutions. [Michael Ruse, The Evolution-Creation Struggle, S. 3]

„Ich argumentiere, daß wir es bei beiden, Evolution und Schöpfung, um rivalisierende religiöse Antworten auf eine Glaubenskrise zu tun haben – rivalisierende Ursprungsgeschichten, rivalisierende Urteile über die Bedeutung des menschlichen Lebens, rivalisierende Kataloge moralischer Gebote und über all das hinaus rivalisierende Eschatologien (wie Theologen dazu sagen würden): Vorstellungen von der Zukunft und dem, was auf die Menschheit zukommen wird. Aber diese Rivalen sind Blutsverwandte. Und, so paradox das klingt: Die Bitterkeit, mit der die Kontroverse geführt wird, kann in weiten Teilen darauf zurückgeführt werden, daß es sich hier um eine Familienfehde handelt. Beide Seiten haben dieselben Fragestellungen und in weiten Teilen dieselben Lösungen.“

Starke Worte für einen überzeugten Anhänger der Evolution, der nach eigener Aussage fern davon ist, in der Debatte die Seiten zu wechseln. Und wahre Worte – auch wenn er mit dieser Aussage in Europa nur für wenig Überraschung sorgen dürfte, da hier doch vielen der (ideen-)geschichtliche Hintergrund von Aufklärung und Reformation viel näher ist.

Der 11. September als Allerklärung

Die Erklärung, die Spiegel-Autor Smoltczyk für das Wiedererstarken – nein, nicht des Glaubens, sondern – des Atheismus gibt, ist zumindest interessant:

Nicht zufällig ist die Aufregung in den Ländern am größten, die von Terroranschlägen betroffen waren. In England, den USA, Spanien und den Niederlanden sehen sich die Atheisten als Kulturkämpfer gegen die Dschihadisierung der Welt. […]

Die Hohepriester dieses Kreuzzuges der Gottlosen sind Naturwissenschaftler, Autoren, Philosophen. […] Allen gemein ist das Trauma des 11. September 2001. Ohne die Anschläge auf New York und Washington gäbe es keinen Neuen Atheismus. [Alexander Smoltczyk, DER SPIEGEL 22/2007, S. 58f.]

Der 11. September 2001 als Zeitenwende. In vieler Hinsicht ist er das für die Zeit, in der wir leben, tatsächlich. Insofern hat der mit viel Pathos immer wiederholte Satz, nichts sei mehr so wie vorher, einen Kern von Wahrheit in sich. Während der Papst zum letzten Jahrestag der Anschläge feststellte, daß diese Welt Gott braucht, behaupten Dawkins und seine Mitstreiter das Gegenteil.

…im Grunde genommen geht es Dawkins und den Seinen gar nicht um Gott. Es geht um den 11. September 2001. Das ist die Zeitenwende. Wie sollen sich Demokratien gegenüber dem islamischen Fundamentalismus verhalten? Sollen sich die aufgeklärten Gesellschaften auf ihre eigenen christlich-jüdischen Wurzeln besinnen, sie selbstbewusster vor sich hertragen, mehr Kruzifixe in die Klassenzimmer hängen? [Alexander Smoltczyk, DER SPIEGEL 22/2007, S. 68]

Auch wenn es nicht das Ergebnis ist, zu dem Smoltczyk kommt, legt der SPIEGEL-Titel doch nahe: Das eigentliche Übel dieser Welt ist Gott – oder vielmehr der Glaube an ihn. Denn daß es einen Gott gibt, darüber sind sich alle denkenden Menschen einig, ist spätestens seit Nietzsche geklärt. Doch auch Smolczyks Resümee ist wenig befriedigend:

Ernährt die Lebenden und lasst sie mit Letztfragen in Ruh. Der Glaube wird nicht aussterben, jedenfalls nicht, solange wir noch Angst vor dem Sterben haben und vor dem Dunkeln und vor dem Unbekannten und voreinander. Nichts spricht gegen die tiefe Gewissheit, dass alle Erfahrung und Wissen nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Alles Weitere ist Privatsache. [Alexander Smoltczyk, DER SPIEGEL 22/2007, S. 68]

Zwar versucht er, mit dieser Antwort keinem wehzutun und alles etwas zu relativieren, aber dafür bleibt er die Antwort schuldig. Die Antwort auf die Frage nach dem Warum.

Die unpopulärste aller Erklärungen: Wir sind schuld

Mancher wird sich denken: „Habe ich es mir doch gedacht, daß er jetzt so ankommt“. Und mancher wird vielleicht nicht weiterlesen wollen. Aber wie schreibt Alexander Smoltczyk in seinem Artikel: „Dawkins und seinen Mitstreitern geht es nicht anders als Joseph Ratzinger: Sie haben genug vom weichen Relativismus, der uns umgibt. Es geht um die Wahrheit.“

Reichen mehr als 80 Millionen Tote, die die Vision der klassenlosen Gesellschaft im zwanzigsten Jahrhundert gekostet hat, immer noch nicht aus, um zu begreifen, daß der Mensch im Kern gerade nicht gut ist? Daß das aufklärerische, humanistische Programm gescheitert ist, das an gerade dieses vermeintlich Gute im Menschen glaubt? Ist angesichts all der Grausamkeit, die uns täglich in den Medien entgegenschlägt, das Urteil der Bibel über den Menschen nicht viel plausibler?

`Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer. `Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handelten sie trügerisch. `Otterngift ist unter ihren Lippen. `Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. `Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen, und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt. `Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. Römer Kapitel 3,10b-18]

Die Bibel mag ja alt und verstaubt sein, aber haben diese Worte, vor mittlerweile fast zwei Jahrtausenden geschrieben, irgendetwas an Aktualität eingebüßt? Müssen wir nicht zugeben, daß zumindest in dieser Beziehung – was den tiefsten Kern des Menschen angeht – ihre Beschreibung mit unserer eigenen Erfahrung übereinstimmt?

Wenn wir zugestehen müssen, daß die Bibel bei der Beschreibung unseres Herzens gar nicht so falsch liegt, dann sollten wir auch nicht die Augen verschließen vor dem, was sie uns sonst noch zu sagen hat. Der gleiche Paulus, der eine so klare Analyse des menschlichen Herzens liefert, schreibt zwei Kapitel früher etwas darüber, warum es so viel Leid, Krieg, Mord, kurz: so viel Schlechtes in dieser Welt gibt. Und was er schreibt, ist die reinste Provokation für unsere aufgeklärten und selbstbewußten Ohren:

Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen geoffenbart. Denn sein unsichtbares [Wesen], sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien; weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom verweslichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren. […]

Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht geziemt: erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; Ohrenbläser, Verleumder, Gottverhaßte, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern Ungehorsame, Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige. Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, daß, die solches tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun. Röm. l 1,18-23.28-32

Gottes „unsichtbares [Wesen], sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut“, damit wir keine Entschuldigung hätten, weil wir Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten. Welche Provokation in Anbetracht des ungeheuren Erfolgs von über sechzig Jahren Evolutionsforschung und der Wissenschaft allgemein. Hat Dawkins nicht Recht, wenn er sagt, derjenige, der nicht an Evolution glaube, sei ignorant, dumm oder krank (oder gar boshaft)?

Hören wir, was einer sagt, der mit Gott rechten wollte, weil es ihm schlecht ging (und zwar schlechter, als wir uns das jemals vorstellen können) – und der das Vorrecht hatte, von Gott eine direkte Antwort zu bekommen:

Und Hiob antwortete dem HERRN und sagte: Ich habe erkannt, daß du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist. `Wer ist es, der den Ratschluß verhüllt ohne Erkenntnis?‘ So habe ich denn [meine Meinung] mitgeteilt und verstand [doch] nichts, Dinge, die zu wunderbar für mich sind und die ich nicht kannte. Höre doch, und ich will reden! Ich will dich fragen, und du sollst es mich wissen lassen! Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. Darum verwerfe ich [mein Geschwätz] und bereue in Staub und Asche. Hiob, Kapitel 42,1-6]

„Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen.“ Zumindest der erste Teil des Satzes gilt wohl für jeden von uns: Vom Hörensagen haben wir mit Sicherheit schon von Gott gehört. Aber auch der zweite Teil kann Realität werden: Der Gott der Bibel ist kein ferner Gott. Jesus starb nicht vor zweitausend Jahren am Kreuz und blieb im Grab: Er ist auferstanden und lebt! Und Er will uns heute begegnen – in unserem Leben, da wo wir sind und so wie wir sind.

Nicht Gott ist an der Misere schuld, in der wir stecken, sondern wir sind schuld, weil wir ungehorsam waren und uns dadurch von Gott abgewandt haben. Seine Liebe ist es, die uns die Hand entgegenstreckt, und Sein Tod auf Golgatha ist es, der Seiner Gerechtigkeit genüge tut.

Die Antwort auf den 11. September 2001 sind nicht mehr Kreuze in den Klassenzimmern, sondern ein entschiedenes Leben mit und für den Gott der Bibel. Und dazu gehört selbstverständlich, den Andersglaubenden als Geschöpf Gottes – mehr noch: als Mensch, geschaffen in Gottes Ebenbild – wertzuschätzen.

Till http://hoffnung.de/news/2007/2007-05-27

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