Wie kann das Christentum den Anspruch auf Ausschließlichkeit erheben?

Wie kann das Christentum bei den zahllosen Religionen in der Welt den Anspruch auf Ausschließlichkeit erheben? Ich habe diese Frage oft in verschiedenen Situationen gestellt. Aber ich war immer von der Tatsache fasziniert, dass der christliche Glaube der einzige ist, der diese Frage gestellt zu haben scheint. Die Wahrheit ist, dass jede größere Religion in der Welt Ausschließlichkeit beansprucht, und jede größere Religion in der Welt hat einen Punkt des Ausschlusses. Der Hinduismus beispielsweise wird oft als der Glaube, der am tolerantesten ist die größte Akzeptanz zeigt, dargestellt. Das ist jedoch nicht wahr. Alle Hindus glauben an zwei fundamentale, kompromisslose Doktrinen – das Gesetz des Karma und der Glaube an die Reinkarnation. Diese beiden werden nicht aufgegeben. In der Tat, der Buddhismus wurde aus der Ablehnung zweier anderer sehr dogmatischer Behauptungen des Hinduismus geboren. Buddha lehnte die Autorität der Veden und das Kastensystem des Hinduismus ab. Die Frage ist hier nicht, wer richtig oder falsch lag. Die Wahrheit ist, dass sie systematisch unterschiedlich waren – und beide Religionen beanspruchen Richtigkeit für sich. Der Islam verkörpert, wie Sie wissen, deutlich einen exklusiven Anspruch auf Gott. Ein Muslim wird Ihnen niemals sagen, dass es keine Rolle spielt, was man glaubt oder dass alle Religionen wahr sind. Aber bevor wir uns über solche Ansprüche aufregen, wollen wir uns daran erinnern, dass es das Wesen von Wahrheit ist, das uns mit dieser Realität konfrontiert. Wahrheit ist definitionsgemäß exklusiv [ausschließend]. Es kann nicht alles wahr sein. Wenn alles wahr ist, dann ist nichts falsch. Und wenn nichts falsch ist, dann wäre es auch wahr zu behaupten, dass alles falsch ist. Wir können nicht beides haben. Man sollte über die Ansprüche auf Exklusivität nicht überrascht sein. Die Realität ist, dass sogar diejenigen, welche die Ausschließlichkeit der Wahrheit ablehnen, in Wirklichkeit diejenigen ausschließen, die sie nicht ablehnen. Die Wahrheit tritt rasch zutage. Das Gesetz des „Nicht-Widerspruchs“ gilt für die Wirklichkeit: Zwei gegensätzliche Aussagen können nicht beide im gleichen Sinne wahr sein. Das Gesetz des „Nicht-Widerspruchs“ zu leugnen bedeutet somit, es gleichzeitig zu bejahen. Man könnte genauso gut über einen Stecken mit nur einem Ende sprechen wie über die Wahrheit, die all-inklusiv ist. Was folgt nun für uns daraus? Wir sollen über Wahrheitsansprüche nicht überrascht sein, sondern wir müssen sie prüfen, bevor wir ihnen glauben. Wenn die Prüfung die Wahrheit beweist, dann sind wir moralisch verpflichtet, sie zu glauben. Das ist genau der Punkt, vor dem viele wegzulaufen versuchen. Wie G. K. Chesterton sagte, besteht das Problem mit dem Christentum nicht darin, dass es ausprobiert und als unzulänglich empfunden wurde, sondern dass es als schwierig empfunden und unerprobt blieb. Christus ist entweder der unermessliche Gott oder Einer, der schrecklich verloren ist. Wenden Sie den Test der Wahrheit auf die Person und die Botschaft Jesu Christi an. Sie sehen dann nicht nur seine Ausschließlichkeit, sondern auch seine Einzigartigkeit. Dr. Ravi Zacharias http://www.rzim.org/slice/slicetran.php?sliceid=145

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