Zwischenmenschliche Beziehungen aus biblischer Sicht

Männlicher Chauvinismus
Feminismus
Wenig überzeugende christliche Alternativen
Die Rückkehr zur streng Rollenverteilung
Die evangelikale Frauenbewegung
Voreheliche Beziehungen
Die biblische Alternative
Der Selbstwert des einzelnen
Allgemeines Priestertum aller Gläubigen
Die biblische Ordnung
Einander dienen als Angelpunkt aller Beziehungen
Unverheiratete und Sexualität

Wie sollen sich unsere zwischenmenschlichen Beziehungen als Ehepartner oder Unverheiratete in einer von Chauvinismus und Feminismus geprägten Kultur nach biblischem Muster gestalten?

Männlicher Chauvinismus
In der Vergangenheit, zum Teil noch in der Gegenwart, ging man allgemein von einem starren Rollenverhalten der beiden Geschlechter aus. Vom Mann wurde erwartet, der außer Haus tätige Ernährer zu sein, während die Arbeit der Frau auf das Haus beschränkt blieb, so daß ihre einzige Aufgabe Kindererziehung und Haushaltsführung war. Zweifellos sind dies an sich wichtige Aufgaben, aber unsere stark chauvinistisch geprägte Gesellschaft betrachtete sie eher geringschätzig und eines Mannes nicht würdig. Auch hinsichtlich lediger Frauen setzte erst langsam ein Umdenkungsprozess ein, da sie oftmals als unausgefüllt und offen für sexuelle Abenteuer betrachtet wurden. Eheliche Untreue wog bei Frauen schwerer als bei Männern, ohne daß dies als doppelte Moral galt. In der Vergangenheit fehlten gleiche berufliche Chancen und gleicher Lohn völlig. Selbst in einigen westlichen Ländern scheut man noch davor zurück, Frauen politische Verantwortung zu übertragen. Einige Kulturen (z.B. im Islam) gingen zum absoluten Extrem, in dem sie ihre Frauen versteckten. Geprägt vom männlichen Chauvinismus erwartet unsere Gesellschaft vielfach auch, daß die Frau neben ihrer Berufstätigkeit die Doppelbelastung von Familie und Haushalt bewältigt. Es ist keine Seltenheit, daß beide nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommen, der Mann ohne lang zu überlegen, auf sein Recht, Feierabend zu haben, pocht, den aber die Frau dazu nutzen muß, mit Hochdruck Liegengebliebenes im Haushalt aufzuarbeiten.

Feminismus
Verständlich reagierten viele Frauen auf eine solche Haltung mit Protest und versuchten, aus dem ihnen aufgezwungenen, stereotypen Rollen verhalten auszubrechen, als Dienstmädchen und emotional labil zu gelten. Berechtigte Forderungen von beruflicher Chancengleichheit und angemessener Bezahlung, sowie langfristige gesellschaftliche Anerkennung wurden erhoben. Parallel zu diesen verständlichen und rechtmäßigen Anliegen der Frauen, gesellte sich jedoch eine Strömung, die für die völlige Loslösung der Frau von ihrer Rolle als Mutter, Hausfrau und Erzieherin eintrat, da die alleinige Lebenserfüllung für sie im beruflichen Erfolg läge. Die Medien taten ihr übriges, um die Aufgabe der Frau als Hausfrau und Mutter total abzuwerten und als minderwertig hinzustellen. Die Schaffung des eigenen Freiraums und die Karriere im gesellschaftlichen Leben wurden als «non plus ultra» dargestellt. Später möchte ich noch darauf eingehen, welch negative Folgen dies mit sich brachte. Da der Feminismus nun hinter jeglicher Autoritätsstruktur in der Ehe männliche Diktatur vermutete, trat man für völlige Befreiung davon ein. Das neue allgemein vorherrschende Freiheitsverständnis tat sein übriges. Es ging bald nicht mehr um Freiheit vom männlichen Chauvinismus und männlicher Herrschaft, sondern um völlige Freiheit, nicht nur im eigenen Handlungsbereich, sondern auch in der Sexualität – und zwar in dem Maße, wie das fälschlicherweise von den Männern vorgelebt worden war. Man plädierte, wie in der Abtreibungskampagne deutlich wird, für volles Verfügungsrecht über den eigenen Körper.

Wenig überzeugende christliche Alternativen
Manche Vorschläge und Reaktionen von christlicher Seite auf die eben dargestellten gesellschaftlichen Entwicklungen, brachten wenig weiter. Auf einige dieser, meines Erachtens zur Lösung des Problems ungeeigneten Antworten, möchte ich nachfolgend eingehen.

Die Rückkehr zur streng Rollenverteilung
Alarmiert von den gesellschaftlichen Entwicklungen, betonten einige Christen neu eine strenge Rollen verteilung in der Ehe, was sich auch in vielen auf dem Markt erschienenen christlichen Ehebüchern niederschlug. Man sah die Lösung für das Auseinanderbrechen von Ehe und Familie in der Rückkehr zur Autorität, die in der Reihenfolge Mann – Frau – Kinder ausgeübt werden sollte. Hier hat der Mann die gesamte Autorität inne, während es Aufgabe der Frau ist, sich unterzuordnen und zu dienen, d.h. Kinder aufzuziehen und den Haushalt zu führen. Dem Mann kommt hier in jeder Hinsicht, bis in die Alltagsentscheidungen hinein, die aktive Rolle zu, während die Frau die passive, sich seinem Willen fügende Rolle einnimmt. Ich denke da besonders an ein Buch, das noch nicht zu den extremsten gehört, in dem selbst das Windelnwechseln als eines Mannes nicht würdig betrachtet wird, weil sich das gegenüber den älteren Kindern nachteilig auf die Autoritätsstellung auswirken könne. Absurd ist auch die Vorstellung, daß die Frau unfähig sei, eigene Entscheidungen zu treffen und in allen Bereichen die Zustimmung des Mannes brauche. Geistlich gesehen, haben wir es mit einer Art priesterlicher Hierarchie zu tun, die die Frau unter dem Mann ein stuft.

Die evangelikale Frauenbewegung
Eine andere, wenig helfende Reaktion von christlicher Seite, stellt die, von mir so bezeichnete, evangelikale Frauenbewegung dar. Hier heißt es, man soll sich zu einer völligen Lösung der Rollenunterschiede von Mann und Frau bereit finden. Dabei wird darauf verwiesen, daß die paulinischen Aussagen über familiäre Ordnung in Eph. 5 und Kol. 3, die dem Mann die Führung übertragen, beliebig austauschbar seien, so daß sich unter diesen Umständen der Mann der Frau fügen müsse. Andere wiederum, wie Paul Drewitt in seinem einflußreichen Buch «Der Mann als Mann und Frau zugleich», vertreten die Meinung, daß Paulus hinsichtlich ehelicher Strukturen irrte. Daß Paulus die Autorität in der Ehe dem Manne zuschreibe, sei im Einfluß seiner pharisäischen Erziehung begründet, der er, obschon Drewitt ihn für den bedeutendsten Apostel hält, nicht habe entfliehen können. Heute hingegen habe man hinsichtlich der zwischenmenschlichen Beziehungen ein tieferes geistliches Verständnis, das berechtige, die paulinische Rollenverteilung als kulturbedingt zu verstehen.

Voreheliche Beziehungen
Die dritte von Christen propagierte Lösung kopiert einfach die zurzeit vorherrschende Sicht zu vorehelichen Beziehungen. Unserer Gesellschaft betrachtet intime Beziehungen vor der Ehe als selbstverständlich und wesentlichen Bestandteil der persönlichen Freiheit. Selbst die jungen Leute, die noch nicht so weit gehen möchten, passen sich in allen anderen Bereichen dem herrschenden Lebensstil an, was in ihrer Grundhaltung zur Sexualität, in der Begegnung mit dem anderen Geschlecht und durch die Art und Weise ihrer Kleidung zum Ausdruck kommt. Unverheiratetsein wird als Leben der Selbsterfüllung ohne Verantwortung verstanden.

Die biblische Alternative
Als drittes gilt es daher erneut nach biblischen Lösungen zu fragen.
Der Selbstwert des einzelnen
Von biblischer Seite her sind wir dazu aufgerufen, unser Augenmerk auf die Bedeutung des einzelnen Menschen an sich und weniger auf geschlechtliche und rollenmäßige Unterschiede zu richten.1. Mose 1,26 – 27 hebt eindeutig hervor, daß wir als Mann und Frau zum Bild Gottes geschaffen wurden, um sein Wesen, seine Liebe, seine Gerechtigkeit, sein Denken und seine Kreativität wiederzuspiegeln. Im Vergleich zu dieser Zentralaussage, daß wir alle in Gottes Augen wertvolle Ge schöpfe sind, die durch das Werk Jesu Christi und die Kraft des Geistes wieder in die Ebenbildlichkeit Gottes umgestaltet werden sollen, lesen wir in der Bibel sehr wenig über die einzelnen Unterschiede. Männer und Frauen werden gleichermaßen von Gott angesprochen und erhalten fast ausnahmslos die gleichen Gebote. Doch daraus ergibt sich unter anderem die Konsequenz, daß die fundamentalen Züge des Wesens Gottes in der Familie ausgelebt und den Kindern vermittelt werden müssen. In dieser Verantwortung stehen wiederum beide, Vater und Mutter, gemeinsam.

a) Die Familie muß vor allem vermitteln wie Liebe, Annahme und Vergebung geübt werden sollen. Denn Gott ist Liebe und wir sind als seine Kinder dazu berufen, einander zu lieben.
b) In der Familie muß gezeigt werden, daß auf böse Taten Strafe und Gericht folgen, d.h. es muß eine Disziplin erfolgen, die sich an Gottes Geboten ausrichtet. Wiederum betrifft dies beide Elternteile.
c) Die Familie sollte in ihrer Erziehung zur Heiligkeit und Gerechtigkeit im gegenseitigen Umgang, zu sexueller Treue, Wahrhaftigkeit und Pflichttreue Leitlinien setzen.
d) In der Familie müssen den Kindern Maßstäbe zur Erkenntnis der Wahrheit vermittelt werden, so daß sie später im Alltag zwischen echt und unecht, wahr und falsch unterscheiden können.
e) In der Familie sollten Kreativität, die Sicht für die Bedeutung des Individuums, Verantwortungsgefühl anerzogen und geübt werden. Grundzug unseres Menschseins ist die Kreativität, die auch unser Familienleben bestimmen sollte. Für unser Verhalten und unseren Beitrag werden wir einmal als Eltern und Kinder vor Gott Rechenschaft ablegen müssen. Die Eltern, für das, was sie den Kindern vermittelten, die Kinder dafür, was sie damit angefangen haben. Natürlich könnte man noch endlos weitere Punkte aufzählen, die ein Familienleben ausmachen. Getragen wird unsere Ehe und Familie von der gemeinsamen Verantwortung des Elternpaares.
Allgemeines Priestertum aller Gläubigen
Die Bibel redet eindeutig vom Priestertum aller Gläubigen, das Männer und Frauen betrifft. Sie lehrt keine geistliche Hierarchie, die dem Mann einen direkteren Zugang zu Gott, gegenüber der Frau, ermöglicht. Denken wir hier zum Beispiel an die Erklärung des Paulus in Gal. 3, 28-29, mit der er sich entschieden gegen die Vorstellung wendet, daß sich der Mann allein aufgrund seines Mannseins von einer Frau nichts in geistlichen Dingen oder bezüglich biblischer Wahrheit sagen lassen möchte. Wer hier von einer Frau grundsätzlich nichts lernen will, handelt zumeist aus Stolz und Überheblichkeit und weniger aus biblischen Gründen. Anders verhält es sich in der Frage der Ältestenschaft in der Gemeinde, da uns der Herr hierzu in der Schrift eindeutige Weisungen und Ordnungen gegeben hat, Was jedoch unsere persönliche Einstellung anbetrifft, so sind wir alle zur Bereitschaft aufgerufen, voneinander lernen zu wollen und in Demut einander anzunehmen – ganz gleich, ob der andere gleichen oder anderen Geschlechts ist.
Die biblische Ordnung
In der Bibel werden uns klare Ordnungsstrukturen gegeben. So lehren u.a. im Neuen Testament Epheser 5 und Kolosser 3, daß dem Mann die Führung in der Ehe übertragen wurde. Wie sollte daher unsere Antwort auf Paul Drewitts Einwand lauten, der Führungsordnungen und Gleichheit für vereinbar hält? Meines Erachtens liefert die göttliche Dreieinigkeit hier das eindeutigste Vorbild, da hier Gleichheit und Unterordnung zugleich im göttlichen Verhältnis zwischen Vater und Sohn sichtbar werden. Obwohl der Sohn ganz Gott ist und in seinem Wesen dem Vater gleichgestellt ist, unterwirft er sich selbst freiwillig dem Willen des Vaters. In dieser fundamentalen christlichen Lehre, dem Kern des Evangeliums, finden wir daher beides, Strukturen und Gleichrangigkeit – ein Prinzip, das die Schrift ebenfalls der Ehe zugrundelegt. Während es nicht der rechte Weg zu sein scheint, zum oben angesprochenen, früheren starren Rollen verhalten zurückzukehren, werden in der Schrift dennoch deutliche Rollenunterschiede bei Mann und Frau aufgezeigt. Auch wird in der feministischen Kritik eine deutliche Einseitigkeit erkennbar, da sie lediglich in ihrer Abwertung der Mutterrolle vom männlich chauvinistischen Persönlichkeitsbild ausging, das nach Einkommen und Status wert und hier die alleinige Erfüllung sieht. Als Christ möchte ich eine solche Einstufung entschieden zurückweisen. Nirgendwo läßt die Bibel erkennen, daß Einkommen und Besitz meine Persönlichkeit ausmachen. Erfüllung liegt auch, nicht allein beruflicher Karriere und Chancengleichheit zugrunde. Vielmehr sind wir als Mann und Frau nach dem Bilde Gottes geschaffen. Die Wertung des Frauseins – als Mutter Kinder zur Welt zu bringen, sie zu erziehen und eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, die Gottes Wesen ausstrahlt – fällt daher in den Augen eines Christen sehr hoch aus. Das letzte Kapitel der Sprüche sagt zudem einiges zur Rolle der Frau. Dort wird ein Leben beschrieben, das die Familie in den Mittelpunkt stellt, sich jedoch nicht beschränkt, sondern darüber hinaus noch anderen Aktivitäten nachgeht. Sie kauft und verkauft und wirkt praktisch von innen nach außen.
Einander dienen als Angelpunkt aller Beziehungen
Obwohl die Bibel bestimmte Ordnungen und Strukturen für die Ehe vorgibt (und daher sollten wir auch nicht leichtfertig über für Mann und Frau zugeschnittene Aufgaben hinwegsehen), erkennen wir jedoch, daß die Bibel den gegenseitigen Dienst zum Mittelpunkt aller gesunden zwischen menschlichen Beziehungen macht – sei es zwischen Eltern und Kindern, Mann und Frau. In Philipper 2 sagt uns Paulus, daß wir in all unseren Beziehungen Christus zum Vorbild haben, d.h. immer das Interesse des anderen vor Augen haben und seine Bedürfnisse über die eigenen stellen sollten. Führung in der Ehe heißt auch nicht, daß der Mann die alles dominierende Herrschaft ausübt, sondern bedeutet in erster Linie Verpflichtung zum Dienst. Paulus führt diesen Grundsatz in Epheser 5 weiter aus, in dem er betont, daß der Mann die Frau in einer Weise lieben soll, wie Christus die Gemeinde geliebt hat, d.h. er liebte sie und gab sein Leben für sie. Im Gegensatz zu der in unserer Gesellschaft herrschenden Meinung, die die selbstbestimmte Freiheit als Weg zur Lebenserfüllung verkündet und zur Schaffung des eigenen Freiraums aufruft, weist die Bibel den Weg zur Erfüllung über den Dienst. Unsere Einstellung zur christlichen Ehe sollte daher nicht von der Frage bestimmt sein: was bringt mir dieser Mensch und was kann ich von ihm erwarten, sondern: «welche Verpflichtungen habe ich ihm gegenüber. Nirgendwo geht die Bibel auf unsere Forderungen gegenüber dem Partner ein, vielmehr finden wir eindeutige Anweisungen der Verpflichtungen, die wir im gegenseitigen Dienst unter der Herrschaft Christi haben.
Unverheiratete und Sexualität
Unsere Gesellschaft vertritt die Meinung, daß Unverheiratete aufgrund der Tatsache, daß sie frei von jeglichen familiären Verpflichtungen und bindender Verantwortung sind, ein beneidenswertes Leben führen können, was jedoch der Bibel widerspricht. Genau wie für den Verheirateten gilt für den Ledigen, daß Lebenserfüllung allein im Dienst zu finden ist. Meines Erachtens ist die Gabe des Ledigseins, von der Paulus in 1. Kor. 7,8 spricht, eine der am meisten vernachläßigsten der Gemeinde. Die Schuld ist hier vorwiegend bei den Verheirateten zu suchen, die verkennen, welchen Beitrag sie leisten könnten, wenn sie ein positiveres Bild von Ledigen hätten. Anderseits liegt die Schuld bei vielen Ledigen selbst, weil sie das Gesellschaftsklischee übernehmen und ihr Ledigsein als Leben ohne Verantwortung betrachten. Jesus selbst war unverheiratet, aber keineswegs unausgefüllt, da diese Stellung die unvergleichliche Möglichkeit bietet, für andere da zu sein, was erschwert wird, wenn man verheiratet ist und Kinder hat, für die man in erster Linie Verantwortung trägt. Man verkennt diesen Zeitabschnitt total, wenn man ihn als eine Art Lückenbüßer zwischen Jugendalter und Ehe betrachtet. An dieser Stelle sollten. wir uns ebenso einer Prüfung unterziehen, um die Beziehung zu Unverheirateten neu aufzubauen. Auch hier sind uns die Aussagen Jesu in der Bergpredigt richtungsgebend (Matth. 5,27 – 30), nach denen er bereits den begehrlichen Blick als im Herzen begangenen Ehebruch bezeichnet. Es reicht also nicht aus, wenn wir auf das eigentliche Miteinanderschlafen verzichten, sondern unsere gesamte Verhaltensweise zum anderen Geschlecht muß von der Reinheit unseres Herzens bestimmt sein. Christen ist es nicht möglich, die Leichtlebigkeit und Maßstäbe unserer Gesellschaft zu übernehmen, da uns das Neue Testament zu einem radikal anderen Verhalten aufruft. Paulus sagt in 1. Timotheus 5,1 – 2: Einen älteren Mann fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn als einen Vater, jüngere als Brüder, ältere Frauen als Mütter, jüngere als Schwestern in aller Keuschheit Warum fordert uns die Bibel auf, dem Menschen außerhalb unserer Ehe mit absolut reinen Motiven zu begegnen? Die Schrift bezeichnet die Sexualität als eine gute Gabe Gottes, grenzt jedoch unser Verlangen danach auf eine lebenslange Beziehung zwischen Mann und Frau ein – alles, was darüber hinausgeht, richtet sich gegen Jesu Gebot. In unserem selbstbezogenen Wunsch nach Sexualität behandeln wir uns oft wie Objekte, da wir sie von der ganzheitlichen Bindung unseres Lebens an einen Partner losgelöst sehen. Diese Trennung läßt jedoch unser Handeln in letzter Konsequenz zerstörerisch und rücksichtslos sein, da wir noch unsere eigene Erfüllung im Auge haben. Wir meinen, in flüchtigen sexuellen Beziehungen unsere Liebe zum Partner aus drücken zu wollen, sagen je doch in Wirklichkeit, daß wir ihn gerade nicht lieben, weil wir ihm auf allen anderen Gebieten die Bindung verweigern und folglich rein egoistisch handeln.

Factum November/Dezember 1985 Jerram Barrs http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/

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