Die CSU startet in den Kommunalwahlkampf 2008 mit dem Marketingspruch „Was zählt ist München“.

Was für mich zählt und entscheidend ist.

Ein Leben für Gott

Refrain:

Ein Leben gegeben für den Herrn der Welt.

Ein Leben gegeben für das was wirklich zählt.

Ein Leben für Gott, für ihn allein, das soll mein Leben sein.

Herr, weise Du mir Deinen Weg. Zeig mir die Welt

mit Deinen Augen.

Lass mich erkennen, was Dir wichtig ist,

gebrauche mit in dieser Welt.

Herr, zeige Du mir Deinen Plan. In meiner

Schwachheit lass mich glauben.

Und wenn ich falle, heb mich wieder auf,

gebrauche mich in dieser Welt.

Text & Melodie: Lukas Di Nunzio Satz: Jürgen Arnold Rechte: Hänssler-Verlag Neuhausen-St.

Ist Gott eine Projektion? Teil 1

Ist Gott eine Projektion? oder: Wie wissen wir, dass wir etwas wissen?

1. Die These: Gott ist eine Projektion
2. Die Konsequenz der Projektion Gottes
3. Wie kann ich Gottes sicher werden?

Wenn man heute jemanden fragt, was ein Hauptargument gegen den Glauben an Gott sei, bekommt man sehr oft die zweifelnde Antwort: «Ist das nicht alles Einbildung?»

Der Gedanke einer möglichen Projektion verbirgt sich dahinter. Ich habe mich aus diesem Grunde näher mit der folgenden Frage befasst und sie zu meinem Thema gemacht:

Ist Gott eine Projektion? oder: Wie wissen wir, dass wir etwas wissen?
Dass das eigentliche Problem ist nicht psychologisch, sondern erkenntnistheoretischer Art sei. Es geht darum, wie man gesicherte Erkenntnis gewinnen und wissen kann, die Wahrheit erkannt zu haben – d.h. um das Dilemma: «Wie erlangt man Wissen, und woher weiss man, dass das Wissen Wissen ist?» Ich möchte diese Fragestellung auf unsere Erkenntnismöglichkeit der Person Gottes übertragen; «Wie können wir Gott erkennen, wie wissen wir, dass es sich bei dieser Erkenntnis um Wahrheit, um gesichertes Wissen handelt?» «Episteme» steht im Griechischen für Erkenntnis, und «logisch» bedeutet die sorgfältige Reflektion unserer Erkenntnis. In der Hoffnung, dass es Sie in Ihren eigenen Verständnis weiterbringt, möchte ich aufzeigen, wie ich zu meiner persönlichen Erkenntnis gelangt bin. Weiterlesen

Ist Gott eine Projektion? Teil 2

2. Die Konsequenz der Projektion Gottes

Der Mensch wird von einem irdischen Vater geboren, aber wenn er heranwächst, entdeckt er, dass sein irdischer Vater, von dem er zuerst annahm, dass er ewig, allmächtig und unendlich sei, in Wirklichkeit sterblich, schwach und endlich ist. Als Folge dieser Entdeckung beginnt er sein unterdrücktes Verlangen nach einem unendlichen Vater gegen die Leinwand des Himmels zu projizieren, in die Existenz eines persönlichen Gottes. Angenommen es wäre so, dass der christliche Glaube wirklich auf Projektion beruhte, müssten wir auch der weiteren Konsequenz geradewegs ins Auge sehen. Wenn es wahr ist, dass menschliche Projektionen Illusionen sind, bleibt unsere Welt ganz leer zurück. Denn nicht nur Gott selbst, sondern alles, was mit der Existenz Gottes zusammenhängt, nämlich: Liebe, Recht, Schönheit, Traum, Zukunft, Sinn und Ideale wurde somit als Illusion verschwinden. Und was bliebe übrig? Eine materielle Welt von Protonen und Neutronen, die sich sinnlos weiterdreht, eine Welt ohne Offenbarung und ohne Licht. Möchten Sie wissen, wie eine Welt ohne Offenbarung aus sieht? Da braucht man nur ins Museum zu gehen und sich einmal die Werke von Francis Bacon anzuschauen. Der Mensch ist in einem geschlossenen System von Ursache und Wirkung gefangen. Bacon malt immer Menschen in einem Glaskasten – hier befindet sich ein Mensch mit gesträubten Haaren schreiend in einem Glaskasten, ohne dass ihn jemand hört. Und das bringt uns zum eigentlichen Argument. In wieweit ist die Hypothese stichhaltig, Gott sei eine Projektion des menschlichen Verstandes? Dies soll noch einmal anhand von drei Schritten, von psychologischer, philosophischer und biblischer Seite beleuchtet und untersucht werden. Weiterlesen

Ist Gott eine Projektion? Teil 3

3. Wie kann der Mensch Gott kennen lernen?
Schliesslich möchte ich mich der Frage zuwenden, wie eine auf Wahrheit begründete Erkenntnisfindung geschehen kann, oder um es einfach zu sagen: Wie kann der Mensch Gott kennen lernen?

a) Zunächst stellt sich da die Frage der Zuverlässigkeit der Bibel. Die Bibel ist das Wort Gottes. Wer Gott kennen lernen will, muss sein Wort lesen (Röm.10,8). Also, wenn mir jemand die Frage stellte, wie man sich Gottes sicher werde, würde ich rückfragen, ob er schon einmal die Bibel gelesen habe – denn viele möchten den Beweis für die Zuverlässigkeit der Bibel, bevor sie überhaupt bereit sind, sich mit ihr zu befassen. Das ist eine ungeeignete Voraussetzung, denn die Bibel trägt den Wahrheitsbeweis in sich selbst. Nur wenn wir selbst das Wort Gottes lesen oder ihm zuhören, können wir die Stimme Gottes vernehmen. Der Mensch möchte jedoch gerne mit seiner autonomen Vernunft bestimmen, wer Gott ist, und was er sein sollte, um ihn dann nach seinem Maßstab zu messen. Ich will die Unangemessenheit eines solchen Vorgangs am Beispiel der Ehe verdeutlichen. Angenommen, wir suchen einen Ehepartner und stellen zehn Kriterien für die Ehefrau auf. Wenn wir dann jemandem begegnen, messen wir sie eins, zwei, drei an unseren Punkten …und heiraten diejenige, auf die alle Punkte passen. Nein, ganz so ist es zum Glück nicht. Vielmehr, indem wir jemand kennen lernen und miteinander Verbindung aufnehmen, lernen wir uns schätzen und lieben. Das ist das ganze Geheimnis. Das gleiche gilt für unsere Beziehung zu Gott. Wir wollen diesen Punkt zusammenfassen. Wenn wir die Bibel lesen, spricht sie uns innerlich an. Während wir sie lesen, redet Gott zu uns, und deswegen trägt die Bibel den Beweis ihrer Wahrhaftigkeit in sich selbst. Ist das eine Sache reinen Gefühls? Geht es hier nur um Emotionen und Erfahrung? Nein. Wie bei einer guten Ehe ist ebenso der Verstand im Spiel. Als Paulus nach Beröa kam, benutzte er, wie wir in Apostelgeschichte 17,10-12 lesen, eine interessante Art der Evangeliumsverkündigung, indem er in gewissem Sinne die Bibel mit ihnen las – wobei die folgende Bemerkung aufschlussreich ist: «Sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf, indem sie täglich die Schriften untersuchten, ob sich dies also verhielte.» Der erste Schritt, um zur Erkenntnis Gottes zu kommen, ist daher das Sich-vertraut-Machen mit dem Zusammenhang der biblischen Lehre. Verständlich, logisch, ohne Ausflüchte, als nachvollziehbares Lehrsystem stellt die Bibel eine bemerkenswerte Einheit dar, was vor allem für ein Buch erstaunlich ist, das im Verlauf von 1400 Jahren zusammengestellt wurde. Und wenn wir die Schrift ehrlich fragend und vorurteilslos und mit wachem Verstand lesen, wird Gott zu uns reden. Wir werden ihn kennen lernen. Weiterlesen

Biblische Theologie der Religionen

Biblische Theologie der Religionen

I. Die Ambivalenz von Religionen
1. Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen
2. Der Sündenfall
II. Das geschichtliche Wachstum der Gottesbeziehung
III. Das Gesetz Israels als Hinweis auf Gottes Heilswillen
1. Israels Auftrag für die Welt
IV. Missionarischer Dialog
1. Petrus und Cornelius als Beispiel
2. Aufgaben des missionarischen Dialogs
Das Wort „Religion“ ist kein biblisches Wort. Es wird in den westlichen Sprachen erst in den letzten drei Jahr hunderten wichtig. Zurzeit bedeutet Religion eine transzendente Erfahrung, die aber in den persönlichen Bereich eines Menschen gehört. In der Bibel geht es dagegen um die Ganzheit des Menschen und wie er in seiner Totalität auf Gott antwortet. Gottes Anrede hat eine Auswirkung auf die persönlichen, wirtschaftlichen und die politischen Dimensionen des menschlichen Lebens. Das ist genauso wichtig, wie die religiöse Praxis. Ich werde mich in meinem Vortrag schwerpunktmäßig auf das Alte Testament beziehen, dabei aber auch Passagen des Neuen Testamentes mit einbeziehen: Weiterlesen