Christliches Denken

1. Die Wichtigkeit christlichen Denkens

Wie bei all unseren Überlegungen müssen wir bei der Bibel an setzen und nach der biblischen Begründung einer Betonung der Wichtigkeit christlichen Denkens fragen, da sie nicht nur in Sachen des Glaubens, sondern auch für unsere Einstellung zu unserem gesamten Leben inmitten moderner Gesellschaft und Kultur den absoluten Maßstab bildet. Darüber hinaus wäre zur Begriffserklärung zu bemerken, daß unter christlichem Denken oder biblischer Verstandesbildung nichts. anderes verstehe als den Gebrauch der jedem Menschen von. Gott gegebenen intellektuellen Fähigkeiten, da der Verstand genauso selbstverständlich zu unserer Existenz gehört wie etwa Augen und Ohren und die Schrift uns dazu anhält «Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand» (Luk. 10,27, 5. Mose 6,5). Christliches Denken gehört daher zu der hier geforderten Aktivität, Gott mit dem Verstand lieben. Im Kern lehrt uns dieses Gebot zweierlei: Der Verstand ist nicht nur an sich wichtig, sondern ebenso Teil eines größeren Ganzen. Somit kann das Denken eines Christen nicht von den übrigen Pflichten des Menschseins losgelöst werden. Entscheidend ist auch, seine eindeutige Abgrenzung zu von griechischer Kultur geprägtem Denken zu sehen, da es sich hier nicht um ein rein intellektuelles Konzept handelt. Die Griechen erhoben die Ratio über alles und waren Rationalisten (mit zahlreichen modernen Anhängern), was der Christ in diesem philosophischen Sinne jedoch nicht ist. Obwohl der Glaube rational ist, ist er doch nicht rationalistisch, da Christsein zwar in der Erfahrung als vernünftige, dem Verstand zugängliche Wahrheit erfaßt werden kann, aber dies bedeutet noch eine Erhebung unseres menschlichen Verstandes über Gottes Person und Offenbarung hin aus. Die biblische Begründung für die Wichtigkeit des Verstandes und christlichen Denkens ist also in der Schöpferordnung Gottes und der Tatsache begriffen, daß Jesus ihm in der gesamtmenschlichen Erfahrung Herz, Seele, Kraft seinen Stellenwert gibt.

Das Denken gehört zu unseren Grundfunktionen, die wie die Kreativität vom Sündenfall nicht gänzlich zerstört werden konnten. Dies müssen wir ebenso beachten, wenn es in Epheser 2 heißt, daß der Mensch tot ist und von neuem geboren werden muß. Eine sorgsame Auslegung verdeutlicht, daß «tot» sein hinsichtlich der lebendigen und erneuerten Beziehung zu Gott zu verstehen ist, die jeder Mensch notwendig braucht Ohne sie fehlt uns, was das Leben schlechthin ausmacht, und so verstanden müssen wir wiedergeboren werden. «Tot» bedeutet im geistlichen Sinn jedoch nicht, daß der Mensch aufgehört hat, Person oder Persönlichkeit zu sein, da er noch die in 1. Mose 1 beschriebenen Fähigkeiten besitzt. Auch ein sündiger Mensch bleibt trotzdem auf einzigartige Weise Mensch – er wird nicht zur Maschine oder zum Abfallprodukt: Er kann schöpferisch tätig sein, lieben, überlegen zwischen gut und böse entscheiden etc. Calvins Kommentar zu 1. Mose 9,6 lautet: «Sollte jemand den Einwand bringen, daß das göttliche Bild verunstaltet wurde, so ist die Lösung leicht. Existent ist immer noch eine Art Überrest, so daß der Mensch keine geringere Würde besitzt, und zweitens hat der himmlische Schöpfer selbst, wie entartet der Mensch auch sein mag, die Vollendung seiner ursprünglichen Schöpfer im Blick. Und seinem Beispiel folgend, sollten wir über die verbliebene Menschheit hinaus bedenken, zu welchem Zweck er den Menschen erschaffen und welche Herrlichkeit er ihm zugedacht hat. Wir können daher sagen, daß bei der Wiedergeburt eine Art Wiederherstellung dessen stattfindet, was bereits existierte. Nehmen wir zum Beispiel den Vergleich mit einem Rosenstrauch oder einem Obstbaum, der vernachlässigt wurde und wieder beschnitten werden muß, um ihn für seinen ursprünglichen Zweck zu gebrauchen und wieder fruchtbar zu machen, so wird der Zustand eines «toten», gefallenen Menschen deutlicher. Wahre Geistlichkeit ist daher nicht übermenschlich, sondern wahres Menschsein ohne die Gebundenheit der Sünde und Folge einer Erneuerung durch den Heiligen Geist. Darüber hinaus betont die Bibel die Wichtigkeit des menschlichen Verstandes direkt und indirekt.

1. Direkte Verweise auf den Verstand

Auf die Implikation der uns von Jesus gegebenen Zusammenfassung des Gesetzes sind wir bereits eingegangen: Es ist Gott selbst, der uns auffordert, unser Denken zu gebrauchen. Dann hebt Paulus hervor, daß Heiligung mit der Erneuerung des Sinnes einhergeht: «‚.‚ sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes» (Röm. 12,2). Wenn auch die Heiligung und Lebensveränderung kein an sich intellektuelles Geschehen ist, so ist doch ein erneuerter Verstand die Voraussetzung für ein neues Leben. Wir werden verändert, indem wir unser Denken auf die objektive Wahrheit ausrichten, die es zuvor zu verstehen gilt (Kol. 3,1-2). Immer wieder betont die Bibel die Notwendigkeit, die Wahrheit zu begreifen. Paulus sagt z.B. «Lasset das Wort reichlich unter euch wohnen (Kol. 3,16). Josua wird aufgerufen «Laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was geschrieben steht. Dann wird es dir gelingen- auf allen deinen Wegen» «Jos. 1,8). Psalm 19 lobt das Gesetz des Herrn, weil es die Seele belebt, die Einfältigen weise macht und dem Herzen Freude schenkt. Das bedeutet, daß nicht nur das Reden Gottes den Weg über unser Denken nimmt, sondern auch unsere Antwort, ob es Freude, Buße oder Dank seien, ebenso mit dem Verstand zum Ausdruck gebracht wird.

2. Indirekte Verweise auf den Verstand

Leider sind in der Vergangenheit die paulinischen Anmerkungen zum verfinsterten Verstand aus 1. Korinther 1 und 2 oftmals falsch verstanden worden. Paulus sagt dort: «Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muß» (1. Kor. 2,14). Die irrtümliche Gleichsetzung eines verfinsterten Verstandes mit Denkunfähigkeit geistlicher Wahrheit bedeutete für viele Christen eine echte Blockade für die Notwendigkeit einer evangelistischen Auseinandersetzung mit Nichtchristen. Man betrachtete dies aufgrund der angenommenen Verfinsterung als. Kräfteverschwendung. Paulus eigene Haltung in Apostelgeschichte steht jedoch in entscheidendem Gegensatz dazu. «Er unterredete sich aber in der Synagoge an jedem Sabbat und überzeugte Juden und Griechen» (18,4) «Er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden» (18,19), «… denn kräftig widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die Schriften bewies, daß Jesus der Christus sei.» «Er ging aber in die Synagoge und sprach freimütig drei Monate lang, indem, er sich unterredete und sie von den Dingen des Reiches Gottes überzeugte.» (19,8). «.. kamen mehrere zu ihm in die Herberge, denen ‘er das Reich Gottes auslegte und bezeugte» (Apg. 28,23). Diese Beispiele zeigen, wie Paulus Ungläubige, ob es sich um Juden oder Heiden handelte, mit dem Evangelium ansprach, und verdeutlichen, wieviel Gewicht Gott auf die verstandesmäßige, geistige Überzeugung derer legt, die «tot sind in Vergehungen und Sünden» Es geht nämlich um die Vermittlung einer allen sichtbaren und zugänglichen Wahrheit (Röm. 1,18), die zwangsläufig an den Verstand – wenn auch an Herz und Gewissen, da diese untrennbar miteinander verbunden sind, gerichtet werden muß. Paulus streitet mir den Menschen seiner Zeit, versucht ihnen die Wahrheit zu erklären und möchte mit treffenden Argumenten überzeugen. In der Tat bezeichnet er seine eigene Berufung als ein Gefangennehmen aller intellektuellen Überlegungen für Gott und sei ne Wahrheit: «So zerstören wir Vernünfteleien und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi» (2. Kor. 10,4). Eine ähnliche Haltung beobachten wir bei Jesus und den alttestamentlichen Propheten. Jesus verurteilt seine Gegner wegen der offen sichtlichen Torheit ihres Denkens und Handelns: «Narren und Blinde! Was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt» (Matth. 23,17). Seiner Ansicht nach mußten sie eigentlich selbst darauf kommen, wie unsinnig dies ist: «… damit sie ohne Entschuldigung seien.., indem sie sich für Weise hielten, sind sie selbst zu Narren geworden» (Röm. 1,22). Jesaja drückt das gleiche aus: «Er kommt nicht zur Einsicht. Keine Vernunft und kein Verstand ist da, daß er dächte, (er spricht von der Torheit des Götzendienstes, Götzen von Brennholz herzustellen, indem sie einen Teil davon verbrennen, einen anderen Teil anbeten) „ ich habe die eine Hälfte mit Feuer verbrannt und die andere Hälfte zum Götzen gemacht und sollte knien vor einem Klotz Ges. 44,19). Wie Paulus die Menschen anredet, die sich der Wahrheit Gottes widersetzen, heißt es auch hier: «Kommt laßt uns miteinander rechten» (Jesaja 1,18). Wir können daher zusammenfassend sagen, daß sich die gesamte Bibel direkt und indirekt gegen eine Ausschaltung oder gar Herabminderung ‘des Verstandes richtet, wie dies leider heute fälschlicherweise verstanden wird, Je eher man dies als unbiblische Überlieferung er kennt und auszumerzen sucht, desto besser. Die Basis eines solchen Kurswechsels muß allerdings die Schrift selbst sein. Wie christliches Denken entwickelt werden kann, möchte ich nun im einzelnen aufzeigen:

Unterwerfung unter das Wort Gottes

Christliches Denken weiß sich vorrangig der Wahrheit des Wortes Gottes und seiner absoluten Autorität verpflichtet. Oberstes Anliegen ist nicht, «Was denke ich?» oder «Wie lautet die Meinung der Gesellschaft?», sondern vielmehr «Was hat Gott darüber gesagt?» Das meint Paulus, wenn er in 1. ‘Kor. 1,21 sagt: Gott hat es wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten. «Einige verstehen ‘Paulus so, als bezeichne er die Botschaft der Bibel als töricht, da sie dem menschlichen Verstand weder verständlich ist noch werden kann. Dem ist ganz sicher nicht so, da wir sonst annehmen müßten, daß er sich selbst widerspräche. In Röm.1,18 behauptet er kategorisch, daß die Wahrheit über Gott, das heißt «von seiner ewigen Macht und göttlichen Natur» eindeutig in der Schöpfung wahrgenommen werden kann. Der Mensch muß daher die Wahrheit bewußt «nieder- halten», wenn er eindeutige Konsequenzen umgehen möchte – Gott anzubeten und seinem Wort gehorsam zu sein. Stattdessen wählt er lieber die Anbetung des Geschöpfs und nicht seines Schöpfers. Hier ist er jedoch «ohne Entschuldigung», weil ihm die Wahrheit einsichtig sein müßte. Es ist also nicht so, als könne der menschliche Verstand die Wahrheit nicht verstehen – Gottes Wort ist «Wahrheit und Besonnenheit» (Apg. 27,26). Eine Tatsache, die Paulus motiviert, es mit viel Mühe den Nichtchristen zu erklären. Es sind letztendlich die Menschen selbst, die es ablehnen, Gott ernst zu nehmen. Die Wahrheit läßt sie unberührt wegen «der Verstockung ihrer Herzen (Eph. 4,18). Paulus setzt daher, wenn er in 1. Kor. 2 von der Torheit‘ des Evangeliums spricht, «töricht» nicht mit unvernünftig gleich. Er greift hier viel mehr die griechische Reaktion auf, für die das Evangelium keinen Sinn ergibt und parodiert sie. Ausgerechnet das, was sie am Evangelium so widersinnig fänden (das Kommen Christi, seinen Tod und seine Auferstehung, Apg. 17,32), sei eine Enthüllung der göttlichen Weisheit schlechthin. Das Evangelium ist daher nicht wirklich, sondern er scheint aus ihrer Sicht als Torheit – da der Mensch in seiner Rebellion rettungslos unwissend ist (Röm. 1,22). Wenn wir jedoch innerhalb der Parodie die Torheit des Evangeliums und die Weisheit des Menschen gegenüberstellen, will Paulus letztere nicht im Sinne einer Einschränkung ihrer geistigen und intellektuellen Kräfte verstanden wissen. Er drückt kein Mißtrauen in den Verstand als solchen aus, sonst wäre er wiederum seinen eigenen Absichten gegenüber untreu und unredlich, sondern tritt vielmehr den Behauptungen des autonomen Verstandes entgegen, indem er Gottes geoffenbarte Wahrheit der eigenen menschlichen Vernunft gegenüberstellt, um zu verdeutlichen, daß der Mensch mit ihr ohne göttliche Offenbarung nicht die letzte Wahrheit erfassen kann. Die Wahrheit, die der Mensch zur Erlösung braucht, ist absolut von der Offenbarung Gottes abhängig, die in der Geburt, dem Tod und der Auferstehung Jesu, des Sohnes Gottes selbst, als der zweiten Person der göttlichen Dreieinigkeit, ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Darum wirft Paulus in 1.Kor. 2,2 ein: «Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt». Das bedeutet, daß das Evangelium vom Menschen ohne Fremdhilfe einfach entdeckt werden kann, wie etwa ein Naturwissenschaftler seine Umwelt entdeckt, sondern dieser Vorgang ist ein Werk der freien Gnadenwahl Gottes. Wie alle seine persönlichen Handlungen ist es «sui generis» – Gottes Werk und Geschenk. Das Evangelium selbst, nicht aus der Sicht des Menschen, sondern aus der Sicht Gottes und der ihn bewußt setzenden Menschen, ist wahr und besonnen (Apg. 26,25), Als der «ganze Ratschluß Gottes» erstreckt es sich bis zum Anfang des Alten Testamentes (Apg. 20,27) und liefert somit die einzig sinnvolle Erklärung unserer menschlichen Existenz. Paulus kann daher sagen: «Jesus Christus ist uns geworden Weisheit von Gott» (1. Kor. 1,30). Sein Anliegen ist es dabei, die scharfe Trennungslinie zwischen Gottes Wort und humanistischer Philosophie aufzuzeigen, die nochmals in seiner dringenden Mahnung in Kolosser 2,8 deutlich wird; Seht zu, daß euch niemand einfange durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß.» Wiederum geht es dem Apostel nicht darum, Denken oder tiefere intellektuelle Erkenntnis zu entmutigen, sondern er möchte vor bewußt Gottes Offenbarung ignorierendem Denken warnen, das nicht Christus erfaßt und seine Basis in menschlicher Überlieferung und eigenständiger, spekulativer Vernunft hat. Wenden wir uns hier wieder 1. Kor, 1+2 zu, so wird zusammenfassend deutlich, daß der Christ in erster Linie der geoffenbarten Wahrheit verpflichtet ist. Er ist darum bemüht, seinen Verstand in umfassender und tiefgründiger Weise zu brauchen, aber er tut dies bewußt in Unterwerfung unter das Wort Gottes. Losgelöst davon ist zwar immer noch Entwicklung eines Denkens möglich, und die Geschichte hat genügend Beispiele von solchen «Denkern», aber es ist kein christliches Denken, das sich nach den in der Schrift enthaltenen Wahrheiten ausrichten muß. Es geht dabei um keine blinde Unterwerfung, sondern es gibt gute empirische Gründe für diesen Schritt – wie es gute und ausreichende Gründe dafür gibt, sich im Rahmen der irdischen Atmosphäre Newtons Gesetz der Schwerkraft als bindend zu unterwerfen. Solch ein Gesetz ist normativ, indem es unsere Zustimmung erfordert, aber wir haben gleichzeitig den Beweis seiner Wahrheit ständig vor uns. Ebenso verhält es sich mit der Autorität des Wortes Gottes. Es braucht nicht blind akzeptiert zu werden, da es nachweislich wahr ist. Dennoch werden wir individuell dazu aufgefordert, uns persönlich für die Unterwerfung unter die göttliche Offenbarung mit allen seinen Konsequenzen zu stellen. Gläubige sind mit all ihrer «Unvernunft», ihren bisherigen Fehlhaltungen, ihrer persönlichen moralischen Schuld zum Angebot des Kreuzes zurückgekehrt, um dort Vergebung zu empfangen. Sie sind zu einer auf Liebe basierenden Beziehung zu ihrem Schöpfer zurück gekehrt, in dem sie «ipso facto» seine Souveränität über die gesamte Realität (geschweige denn über ihre Person und ihr winziges, unscheinbares Leben) anerkannten, Sie stützen sich nicht mehr auf ihren eigenen Verstand als absolute Norm (Spr. 3,5), sondern unterwerfen ihr Denken und Entscheiden der geoffenbarten Wahrheit Gottes. Wo sie hinführt, folgen sie, und wo sie ihre Grenzen zieht, halten sie an. Aus der Schrift holen sie sich Informationen und Hilfe für ihr Alltagsleben, ganz gleich, ob sie ihnen im Moment genehm ist oder zu diesem Zeitpunkt von den «gesicherten Ergebnissen der Wissenschaft» gestützt wird. Sie forschen sorgfälltig, nehmen alle verfügbaren wissenschaftlichen Mittel wahr, um ihre Lehre besser zu verstehen. Sie sind dankbar für die vielen Erhellungen und Bestätigungen, die während der letzten 150 Jahre aus anderen Disziplinen, wie z.B. Archäologie und Etymologie, kamen. Sie akzeptieren die Lehre der Schrift nicht, weil sie die Wissenschaft bestätigt hat, sondern weil sie den Anspruch als von Gott selbst eingegebenes Wort enthält. Es wird erforscht, aber nicht kritisiert und verworfen, wie dies unglücklicherweise durch die liberale Wissenschaft des 18. Jahrhunderts geschah. Losgelöst von dieser bewußten Haltung der Demut und Unterordnung unter das Wort Gottes als absolute Autorität ist kein christliches Denken möglich.

II. Christliches Denken beinhaltet leidenschaftliches Verpflichtet sein der Wahrheit.

1. Als objektive Wahrheit

Die Aussagen der Bibel sind wahr, weil sie genau die Realität des Lebens beschreiben und in einigen Fällen eine genaue Definition der Wirklichkeit liefern. Wir wissen somit; Gott ist persönlich und nicht unpersönlich. Er besitzt objektive Existenz und ist nicht die Projektion. der Vorstellung. Der Mensch ist nach Gottes Ebenbild geschaffen und von seiner ursprünglichen Unschuld und Vollkommenheit abgefallen. Jesus ist der Christus Sein Werk am Kreuz ist das «volle und genügende Opfer zur Sühnung und Ableistung der Sünden der ganzen Welt.» All dies ist nicht einfach Glaubenslehre, sondern formulierte Wahrheit, Wenn sie in liturgische Formen und Glaubensbekenntnisse gekleidet wird, besteht die Gefahr, daß der eigentliche Sinn dahinter verflacht. Religiöse Thesen treten dann an die Stelle der Wirklichkeit, Aber in dieser Gefahr stehen alle menschlichen Wiedergaben und Formulierungen – auch musikalische Kompositionen können mit der Zeit leblos werden, wenn das ursprüngliche Anliegen des Werkes in den Hintergrund gerät. So ist es auch mit der Dogmatik des christlichen Glaubens. In ihrer Eigenschaft als formulierte Thesen sind sie nicht falsch, weil Sätze notwendig sind, um die Wahrheit zu vermitteln. Dennoch sind sie aufgrund ihres religiösen Charakters nicht gleiche Wahrheit, sondern sie sind wahr, weil sie beschreiben, was in Wirklichkeit geschah oder sich im Falle der historischen Geschehen wirklich zutrug. Saulus erfuhr seine Bekehrung somit unzweifelhaft auf der Straße nach Damaskus. Gott ist in der Tat der Schöpfer Himmels und der Erde und allem, was darinnen ist. Wiederum scheint das so eindeutig zu sein, daß wir zunächst zögern, es auszusprechen. Dennoch darf nicht verschwiegen werden, daß die Wahrheit in unserer westlichen Kultur stark unterminiert wurde. Die Schrift und der historische christliche Glaube sind daher fundamental dem Konzept objektiver Wahrheit verpflichtet. Mit den Worten Paulus‘ heißt dies (als er sich auf die objektive Realität der Auferstehung bezog): «Wenn Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so sind wir die elendesten von allen Menschen. Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt worden» 1. K.or. 13,17-20).

2. Als Heilstatsache

Das christliche Denken ist streng an der objektiven Wahrheit orientiert, die sich jedoch frohmachen Jesu Christi dreht. Aufgrund des Opfers Jesu ist es für den Menschen in seiner Eigenschaft als Sünder möglich, zur Erkenntnis Gottes zu kommen oder besser, wie Paulus es sorgfältig betont, «von Gott erkannt zu werden» (Gal. 4,9). Gott ist heilig – als heiliger, unbestechlicher Richter sind seine Gerichte «vollkommen gerecht». Für den ungerechten Sünder ist es daher einzig und allein durch Christus möglich, wieder mit Gott in Gemeinschaft zu kommen. Christliches Denken geht daher von Christus und der Erlösungswahrheit als Mitte aus, die den Ausdruck «leidenschaftlich» für das Eintreten für die Wahrheit erst verständlich werden läßt. Denn sollte die Erniedrigung Christi, das Ablegen seiner Herrlichkeit, um Diener zu werden und sein Leben für viele als Lösegeld zu geben, den Gläubigen kalt lassen? «Nein, die Liebe Christi drängt uns», sagt Paulus. Es ist für ihn immer wieder Gegenstand innigen Dankes und tiefer Anbetung. Christliches Denken ist daher nicht kühle Rationalität, vom Innern unberührtes Überlegen, sondern eher weit davon entfernt, Es ist leidenschaftlich der Wahrheit des Wortes verpflichtet – als objektive Wahrheit wie auch als Erlösungstatsache. Gerade die Objektivität der Wahrheit läßt den Jubelruf aus dem Herzen frei: «O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes. Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge» (Röm. 11,33,36). Und das Zentrum der Wahrheit, die Realität der freien und unverdienten Erlösung Christi, ruft nach hingegebener Liebe: «Laßt uns ihn lieben, denn er hat uns zuerst geliebt» (1. Joh. 4,19).

3. Als universeller Maßstab

Vom christlichen Denken wird universeller Weitblick abverlangt, da im Christentum keine Trennungslinie zwischen der Existenz im geistlichen und im beruflich weltlichen Bereich gezogen werden sollte. Gott hat den Menschen als gesellschaftliches, kreatives, humorvolles, verantwortliches Wesen geschaffen, der in einer von Natur, Politik, Wettbewerb und Kunst bestimmten Umwelt leben und sie kritisch beurteilen soll. Die aus dem Sündenfall folgende Sündhaftigkeit des Menschen brachte nur in dem Sinne eine Zweiteilung in die menschliche Existenz, daß Richtig von Falsch und Gut von Böse unterschieden werden muß. Dieser Grundsatz findet allgemeine Anwendung. Neid ist ebenso sündig wie Ehebruch, und christliches Denken wird sich in seinem Urteil an den in der Schrift festgelegten Maßstab halten, was im einzelnen Sünde ist. Den noch ist das gesamte menschliche Sein, in seiner Einheit als Körper, Seele und Geist und Ebenbildlichkeit Gottes, zunächst einmal – ausgenommen wiederum die Verunstaltung durch die Sünde – gut. Daher ist christliches Denken unter den oben genannten Kriterien frei, um zu forschen und in allen Bereichen der Schöpfung Gottes Wissen zu erhalten, Paulus drückt diese Freiheit in den großartigen Worten von Phil. 4,8 aus: «Alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob ist, dem denkt nach.» Diesen weit reichenden Implikationen können wir daher ein wichtiges Prinzip entnehmen: Die Wahrheit von Gottes geschriebenem Wort überragt die gesamte Wirklichkeit, Wie die Kuppel eines gewaltigen Auditoriums den ganzen Bodenraum überragt, ist keine Erfahrung, keine Tatsache (ganz gleich von wem sie gemacht wurde) losgelöst von der Aufsicht des Wortes. Zwei Grundsätze müssen je doch dieses Prinzip begleiten: Die Schrift macht nur über einige Aspekte unserer individuellen Erfahrung direkte Aussagen. Zweitens, wo die Schrift keine genauen und direkten Anweisungen gibt, so tut sie dies indirekt- so als gäbe die Kuppel einen Strahl Tageslicht frei, der dann den gesamte unteren Raum indirekt erhellte. Gleichermaßen ist es auch mit der Schrift und der Welt. Nicht alles, ‘was der Mensch sieht und hört, ist in (Gottes offenbarter Wahrheit eindeutig angesprochen, dennoch ist alles von ihr beeinflußt und auf sehr deutliche Weise von ihr kontrolliert. Die Bibel informiert über die sogenannten «theologischen Fragen», wie etwa die Sündhaftigkeit des Menschen, die Person Jesu etc. und spricht dann auch historische und wissenschaftliche Punkte an. Wenn Gott auch einige Bereiche der Wirklichkeit durch sein direktes Reden für uns erhellt hat, enthält die Schrift dennoch keine Sammlung aller möglichen Informationen. Ein großer Teil der Wirklichkeit findet hier keine Berührung. Man hat zum Beispiel sehr viel über das Weltall erforscht und der Bibel nicht zu entnehmende Erkenntnis der Geschichte gesammelt, was nicht bedeutet, daß diese Informationen nicht wahr sind – sie unterstehen lediglich der Kontrollfunktion des Wortes Gottes als letzter Realität und absolutem Maßstab für das Urteil christlichen Denkens. Unser Verständnis von Psychologie, unser Wissenschaftsbild, unsere Beurteilung von Geschichte, Soziologie, Politik und Rechtssprechung wird von der Schrift geformt. Wir dürfen unser Denken und unseren Verstand einsetzen, um über alle Gebiete unserer menschlichen Existenz mehr herauszufinden und werden hier und da zu tiefen und hilfreichen Erkenntnissen kommen, trotzdem darf menschliche Forschung nicht autonom und eigengesetzlich sein, sondern muß direkt oder indirekt ihren Rückbezug und ihre Absicherung in der Schrift finden. Das gilt auch für die Nutzung geistiger Produkte, da Entdeckungen, selbst wenn sie der Wahrheit entsprechen, immer noch falsch angewandt werden. Können. So war Crick und Watsons Entdeckung der Moleküle zum Beispiel eine wahre Entdeckung und für den Fortschritt wichtig, die aber leider zur Stützung der materialistischen Philosophie und somit als Schwächung der eindeutigen Lehre der Schöpfung Gottes eingesetzt wurde. Wissenschaftliche Forschung und Nutzung ist daher nicht autonom, da sie dem Urteil und Maßstab des Wortes Gottes untersteht. Das gleiche gilt für die Psychologie. Zweifellos wurden in der Psychologie Zusammenhänge der menschlichen Seele entdeckt, die in der Bibel nicht angesprochen wurden und trotzdem wichtig sind, um sich selbst und andere zu verstehen, Dennoch gibt ein großer Teil der Psychologie materialistische Weltanschauung wieder, die der individuellen Verantwortung, ganz zu schweigen von der menschlichen Schuld vor einem heiligen Gott, gar keinen, Platz mehr läßt. Auf all diese Fehlhaltungen bezieht sich die Schrift manchmal direkt, manchmal indirekt: Da durch den Fall des Menschen alle menschlichen Bereiche davon betroffen sind. Die Beziehung zu sich selbst ist aus dem Lot und (vor allem in der eigenen Seele) gestört. Ursache und Wirkungen dieser Störungen werden durch sorgfältige Beobachtung offen gelegt, die nicht zu verurteilen ist, da man sagen könnte, daß die Psychologie hier von der in der Schrift vorgefaßten Meinung über abnormales Verhalten ausgeht. Gleichzeitig heißt das nicht, daß die Psychologie in allem gültig ist. Gott hat uns die Ursache aller Probleme mitgeteilt: die objektive Schuld der Sünde wegen Wird dies von der Psychologie umgangen oder verschwiegen, müssen wir sie als falsch ablehnen.

Daraus ergeben sich drei Dinge:

a) christliches Denken akzeptiert das nach biblischem Urteil Gute innerhalb der Kultur.

Nicht nur Christen können sich an schönen Dingen erfreuen und sie schaffen, zu tiefen Erkenntnissen kommen, Problemlösungen vorlegen, sich der Armen annehmen, die Gerechtigkeit hochhalten oder heldenhafte Taten tun. Auch der Nichtchrist ist aufgrund seiner Gottesebenbildlichkeit dazu fähig. Christliches Denken weiß daher das Wahre, das Richtige, das Reine, Liebliche und Bewundernswerte innerhalb der menschlichen Existenz herauszufinden und aufzugreifen – selbst wenn es durch die Sünde deutlich entstellt wurde. Das ruft uns als nächstes zur Unterscheidung von Gut und Böse, Richtig und Falsch, Hier gibt es kein Schema F, sondern Mühe, Sieben und Erwägen sind notwendig, um herauszufinden, was dem «Herrn wohlgefällig» ist. Wie soll man Strömungen in der Kunst einschätzen? Welche Pflichten habe ich als Staatsbürger, und welche Haltung nehme ich zur Tagespolitik ein? Wie soll man Kritikern kirchlichen Lebens antworten? Welche Prioritäten und Kriterien setzen wir in bezug auf Bildung, Ausgestaltung des Familienlebens, unseren Lebensstil, unsere Wahl der Musik?

b) Christliches Denken weiß nebensächliche von fundamentalen Fragen zu unterscheiden.

Alle Wahrheiten sind wichtig, aber nicht alle sind gleich wichtig. Kriterium für diese Einstufung ist hier das Wort Gottes, Was klar und wiederholt gelehrt werden muß, verdient mit größerer Standfestigkeit und Treue vertreten zu werden als Punkte, die man vage und gelegentlich ausspricht. Die Bibel schweigt zu bestimmten Formen und Stilfragen, hat aber die christlichen Heilswahrheiten eindeutig festgelegt. Es ist daher sehr traurig, wenn Christen, die sich in der fundamentalen Wahrheit des Wortes einig sind, in Randfragen in Streit geraten.

c) Christliches Denken beurteilt alles und schätzt es ein (1. Kor. 2,15). Paulus hebt in der zweiten Hälfte von 1. Kor. 2 hervor, daß der Christ eine ausgezeichnete Ausgangsposition hat: die von Gott selbst gegebene Information. Es ist jene zuvor erwähnte von Gott kommende Weisheit. «Was kein Auge gesehen, was kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, hat uns Gott geoffenbart durch den Geist.» Deswegen kann der geistliche Mensch (der im Glauben durch den Heiligen Geist wesenhaft mit Gott dem Vater verbunden ist) «alle Dinge beurteilen» (1. Kor. 2,15). Wir sollten mit anderen Worten wirklich imstande sein, zu beurteilen, was in der Welt vor sich geht, wo die Dinge hinauslaufen, was wahr, was falsch ist etc. Wir haben bereits Beispiele aus der Wissenschaft und Psychologie genannt, aber dieses Prinzip des «Alles-Beurteilens» muß allgemein für unsere Auseinandersetzung mit der Welt gelten. Nachdem man sich die Mühe gemacht hat, zwischen Dingen zentraler Wichtigkeit und Randfragen zu unterscheiden, zur eigenen Wertung gesellschaftlicher Fragen und Kultur gefunden hat, muß unvermeidlich eine Auseinandersetzung folgen. Die falschen menschlichen Gedankengebäude, «die Philosophie und leerer Betrug nach der Überlieferung der Menschen» (Kol. 2,8) und «jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt» (2. Kor. 10,5) bedeuten gefährliche Verschmutzung in den Gewässern menschlichen Lebens. Sie trügen und zerstören überall, besonders unsere eigene Kultur, die nun ihre Stützpfeiler gänzlich mit denen des Humanismus und Materialismus eingetauscht hat. Die Medien und die akademische Welt haben sich in der einen oder anderen Form alle mit dem humanistischen Denken einsgemacht, so daß alle wissenschaftlichen Disziplinen rechtmäßigerweise mit der Vorsilbe «humanistisch» versehen werden sollten. Sollten der Bibel verpflichtete Angehörige dieser Fachbereiche dasitzen, um das Feld kampflos zu überlassen? Auch hier wird sich die Tatsache erweisen, daß christliches Denken nicht einfach ein intellektuelles Konzept, sondern ein leidenschaftliches Verpflichtet sein der Wahrheit mit sich bringt. Es mündet unvermeidlich in eine Auseinandersetzung mit falschen Ideen und bösen Praktiken, die dem Beispiel Jesu gleicht. Aber hat er uns nicht dazu berufen? «Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen» (Joh. 15,20). Es genügt nicht, wenn Christen in führenden Stellungen der Gesellschaft zu ihrem Bekenntnis als Christen stehen – so wichtig dies auch ist -‚ sondern es gilt, sich zu den aus christlichem Denken entstehenden Verpflichtungen zu stellen und deutlich zu machen, daß die gesamte menschliche Existenz letztendlich von der christlichen Weltsicht her beurteilt werden muß. Natürlich käme das einem radikalen Aufbruch aus traditioneller Isolation und Passivität, besonders in intellektuellen Kreisen, gleich. Aber sind wir hier nicht zu Konsequenz berufen? Es ist ernüchternd zu beobachten, daß es gerade den Humanisten wegen ihres inneren Engagements gelang, die Kultur des 19. Jahrhunderts für die Nichtwahrheit zu biegen und zu gewinnen. Was außer Schüchternheit soll Christen davon abhalten, heute in umgekehrter Richtung vorzugehen? Das christliche Denken versucht alle Gedanken gefangenzunehmen, um Christus zu gehorchen.

Übersetzung aus dem Englischem Hildegard Beimdieke

Ranald Macauley wurde in Natal/ Südafrika geboren. Während seiner Jugendzeit ließ er sich von christentumsfeindlichen Argumenten überzeugen und wurde zum Agnostiker. Im ersten Jahr seines Studiums in Cambridge jedoch kam er durch einen Freund mit lebendigem Christsein in Berührung, wurde mit einer eindeutigen Präsentation des Evangeliums konfrontiert und kam zum Glauben, Nach Abschluß seines rechtswissenschaftli chen Studiums in Cambridge studierte Ranald Macauley am Kings College London Theologie Mit seiner Frau Susan, der Tochter von Francis Schaeffer, half er mit bei der Gründung des englischen Labris

http://www.factum-magazin.de/wFactum_de

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