Dawkins und die Theologie

„Stellen Sie sich jemanden vor, der zum Thema Biologie Stellung bezieht, und dessen einziges Wissen dazu auf dem Buch ‚Buch der Vögel Großbritanniens‘ beruht, und Sie haben eine vage Idee davon, wie es sich anfühlt, Richard Dawkins Ansichten über Theologie zu lesen.“ Terry Eagleton

4 Gedanken zu „Dawkins und die Theologie

  1. Hallo!

    Dieses Zitat – nun gut – Polemik pur. Ich stelle hier jedoch mal die Behauptung in den Raum, daß die meisten überzeugten Atheisten, und Richard Dawkins im speziellen, mehr Bücher über Religion und Glaube gelesen haben, als der durchschnittliche Glaubende. Unter meinen „gläubigen“ Bekannten habe ich als Atheist als einziger die Bibel komplett gelesen 😉

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  2. Hallo Michael,
    alles was man bisher von Dawkins lesen konnte zeigte leider das dieses Zitat der Wahrheit entspricht.
    Pauschale Behauptungen sind sein Leitthema.
    Das es viele Bücher über Religion gibt die Dawkins und auch Du gelesen haben ist unbestritten.
    Jedenfalls haben sie seine Erkenntnis über Gott nicht weitergeholfen. Was sind das für gläubige die nicht mal in der Bibel lesen? Meinst Du damit irgendwelche kirchliche Namens-Christen?

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  3. Hallo Herr Geyer,

    würden Sie dann sagen, die Masse macht’s?

    T. Eagleton hat nicht behauptet, dass Herr Dawkins wenig gelesen hätte, sondern dass seine Ansichten über Religion und Theologie nicht sonderlich tiefgründig sind.

    Mit freundlichen Grüßen, Johannes

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  4. Ich denke, dass es hierbei wichtig zu unterscheiden ist, was das „Herz“ eines Autors ist.
    Wenn jemand wirklich ernsthaft versucht, den „anderen“ (in seinem Glauben zu verstehen und ihm „gerecht“ zu werden, dann halte ich es für unproblematischer, wenn dieser jemand theologisch noch nicht so ein tiefes Verständnis hat (wer hat den schon wirklich; auch unter Christen).

    Bei Dawkins oft polemischen und pauschalen Aussagen über den christlichen Glauben muss man jedoch m.E. davon ausgehen, dass Dawkins kein Interesse hat bzw. hatte, das Christentum sachgerecht und differenziert darzustellen, sondern es ehe lächerlich zu machen.

    Kleine Randbemerkung: Ähnliches ist übrigens auch oft unter Christen der Fall, nämlich dann, wenn (nicht-katholische) Christen, kritische Aussagen über den katholischen Glauben machen. In diesem Fall muss ich da auch auf mich selbst zeigen, da ich genau das früher getan habe: über etwas zu sprechen, von dem ich viel zu wenig Ahnung hatte (wobei noch hier anzumerken ist, dass es einem die katholische Kirche auch nicht immer so einfach macht, herauszufinden, was und warum sie dies und jenes so glaubt…)

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