25. Todestag von Francis Schaeffer

Kürzlich konnte ich Os Guinness Fragen stellen, inwieweit sein Leben von Francis Schaeffer geprägt und beeinflusst wurde.
Justin: Wann sind Sie das erste Mal Francis Schaeffer begegnet?
Os: Ich begegnete ihm das erste Mal im Jahre 1965 als Student in London. Durch einen gläubigen Freund und durch das Lesen von Büchern von Dostoevsky, G.K. Chesterton und C.S. Lewis war ich Christ geworden. Fairerweise muss ich sagen, dass es zu jener Zeit in England außergewöhnliche gute Textauslegung und tiefgehende theologische Vorträge zu hören gab. Dennoch fehlte der Anstoß, Christsein zu durchdenken oder es im Kontext der allgemeinen Kultur zu sehen. Man war als Student Teil des »swinging London« und der pulsierenden 60er, aber ich wusste um keinen Christen, der hätte einordnen können, was da wirklich geschah. Schließlich nahm mich ein Freund zu einem Mann in Kniebundhosen mit, so wie es die Schweizer Männer in den Alpen tragen, der mit hoher Stimme eigene Wortschöpfungen wie »Linie der Verzweiflung« in den Raum stellte und dem immer wieder lustige Versprecher und Wortverwechslungen unterliefen. Dennoch, Schaeffer sollte mich erst faszinieren und mich schließlich fesseln. Er war der erste Christ, den ich traf, der mit dem Anliegen und der Gabe ausgerüstet war, Zusammenhänge sichtbar werden zu lassen und uns unsere, für die meisten Zeitgenossen so verwirrende, turbulente Zeit verständlich zu machen. Zwei Jahre später reiste ich selbst in die Schweizer Alpen. Die ersten drei Wochen dort im Sommer 1967 war ich innerlich so aufgewühlt wie kein anderes Mal in meinem Leben. Danach war ich nie wieder der Alte.
Justin: Welchen Einfluss hatte er auf Ihre Persönlichkeit?
Os: Später hatte ich das Vorrecht, drei Jahre im Chalet von Francis und Edith Schaeffer zu wohnen und lernte sie so sehr gut kennen. Wenn ich ehrlich bin, dann verehrte ich Edith Schaeffer. Ich in bin der Tat nie so einer außergewöhnlichen Frau begegnet. Mit Francis Schaeffer war das etwas anders, da war ich nicht immer im Konsens. Aber auch ihm verdanke ich unendlich viel und er hat mich massiv geprägt – trotz unterschiedlicher Positionen. Sein Einfluss war dabei keinesfalls allein intellektueller Art. Hier verdanke ich eigentlich mehr meinem Mentor Peter Berger. Auch habe ich nicht viele seiner Bücher gelesen, weil ich die Inhalte bereits vor ihrer Veröffentlichung in seinen Vorlesungen hören konnte und die anschließenden Diskussionen darüber miterlebte. Schaeffer hat mich auf diese Weise weniger durch seine Worte geprägt, aber ich betone oft, dass ich niemand begegnet bin, dem es so leidenschaftlich um Gott wie auch den Menschen ging und der gleichzeitig leidenschaftlich der Wahrheit verpflichtet war. Dies ist eine sehr seltene Kombination und Schaeffer verkörperte sie. Leider wird das oft nicht bedacht und so werden ihm viele seiner gelehrten Kritiker mit ihrem Urteil , wer er eigentlich war, nicht gerecht und von daher ist das Bild, das sein Sohn kürzlich von ihm gezeichnet hat, derart verzerrt und emotional.
Justin: Wir sind alle in der einen oder anderen Form Vorbilder für andere- entweder positiv oder negativ. Welche wichtigen Punkte im Leben von Francis Schaeffer sind nachahmenswert und was kann zu unserer Warnung dienen?
Os: Francis Schaeffers Lieblingsbuch war Geistliches Leben: Was ist das? (R. Brockhaus Verlag, leider vergriffen). Es enthält die Geschichte seiner leidenschaftlichen, ja verzweifelten Suche nach der Realität des Glaubens. Diese Eigenschaft war so großartig bei ihm. Es gab keine Kluft zwischen seinem Gottvertrauen, seinem Gebetsleben, seinem Ringen um Überzeugungen, seinen Vorlesungen, seinen Predigten, seiner Liebe zu den Bergen, seinem Humor, seiner Freude am Schönen etc. Mit all seinen Fehlern, die er auch besaß, war er mit ganzer Seele »Mensch«. Nietzsche pflegte zu sagen: »Alle Wahrheiten sind mir blutige Wahrheiten« und das Gleiche könnte man auch von Schaeffer sagen. In einer Zeit, wo man christliche »Größen« und Bestsellerautoren feiert, die wenig Tiefe zu bieten haben oder gar heuchlerisch sind und viele Christen in Leitungspositionen aus sehr fadenscheinigen Gründen bewundert werden, war Francis Schaeffer im wahrsten Sinne des Wortes authentisch.
Dennoch, obwohl ein brillanter Denker, der analytisch Zusammenhänge deutlich machen konnte und Bedeutungen erkannte, würde ich ihn nicht als Wissenschaftler bezeichnen, da er leider zu viele Fachzeitschriften und zu wenig Bücher las. Aus diesem Grund neigte er vielleicht hier und da zu sehr seinen Schmeichlern das Ohr und folgte zu sehr der Marktschreierei seiner Verleger und anderen.
Das mag dazu geführt haben, dass er am Ende etwas von einer einstigen Demut eingebüßt zu haben schien, da man ihn als den großen Philosophen und Gelehrten darstellte, der er eigentlich nicht war und was ihn angreifbarer werden ließ. Damit meine ich, dass die akademischen Größen und Experten dadurch leichter in der Lage waren, Schwachpunkte bei einigen Ideen Schaeffers zu entlarven.
Justin: Was könnte man bei Schaeffer ihrer Ansicht nach missverstehen?
Os: Um Francis Schaeffers und seinen Ruf ranken heute viele Gerüchte. Was mich am meisten beunruhigt, betrifft seine Apologetik und seine Bedeutung. Viele, die seine Apologetik zitieren, haben eine witzige hölzerne Verstellung, wie er Menschen begegnete, um sie zum Glauben zu führen. Ich warte immer noch auf das Buch, das der Brillanz Rechnung trägt, mit der er das Evangelium nahe bringen konnte.
Was seinen Einfluss angeht, so hatte er gewaltigen Einfluss auf das Leben einzelner Menschen – mich eingeschlossen. Dennoch meine ich, dass seine herausragende Bedeutung und Berufung war, als »Wächter« oder Türöffner, bzw. Pionier zu wirken. Als nahezu keine Evangelikalen über den Bezug von Christentum und Kultur oder allgemeine gesellschaftliche Zusammenhänge aus christlicher Sicht reflektierten, tat Schaeffer nicht nur genau das, nein, er schlug auch eine Bresche, der viele andere folgen konnten. Viele, die heute sehr laut herausposaunen, wo sie kontroverser Meinung mit ihm sind, wurden vor Jahren von ihm persönlich zum differenzierten Denken angestoßen.
Ein kleiner Mann von Gestalt, doch gewaltig im Einfluss und viele sind nur weiter gekommen, weil sie auf seine Schultern steigen konnten. Ich verdanke Francis Schaeffer mehr als ich hier nennen kann. Ja, ich lebe täglich in seiner Schuld.
http://www.theoblog.de/?p=3682

Ein Gedanke zu „25. Todestag von Francis Schaeffer

  1. Sexueller Totalitarismus
    Ein guter Kommentar von Gabriele Kuby.
    Vom 20. – 24. Mai 2009 findet an der Universität Marburg ein Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) statt zum Thema „Identität – der rote Faden in meinem Leben“ Es werden dazu 1000 Therapeuten und Seelsorger erwartet. Der Kongress antwortet auf ein Bedürfnis professioneller Helfer und gläubiger Hilfesuchender beide Wege inneren Wachstums miteinander zu verbinden: Psychotherapie und Glauben.
    Geht es nach dem Willen der Homolobby und ihrer Verbündeten, dann darf dieser Kongress nicht stattfinden. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) forderte am 26. März 2009 in einem Offenen Brief die Entfernung missliebiger Redner aus dem Programm, nämlich von Dr. Christl Ruth Vonholdt, Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG), und von Markus Hoffmann, Leiter von Wuestenstrom e. V.. Die eine ist Ärztin und wissenschaftliche Expertin auf dem Gebiet der Homosexualität, der andere leitet eine Beratungsorganisation für Fragen des Missbrauchs, der Pädophilie, Sucht und Homosexualität. Beides sind Qualifikationen, die sie für die organisierten Homosexuellen zur Zielscheibe von Diffamierung, Mobbing, Diskriminierung bis hin zur Berufsbehinderung machen.
    Zweimal hatten sie damit Erfolg: beim Fachkongress „Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie“ im Oktober 2007 in Graz und beim „Christival“ im Frühjahr 2008 in Bremen, das nur unter Polizeischutz stattfinden konnte. Wes Geistes Kind die handgreiflichen Demonstranten waren, zeigten Plakate wie: „Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben.“
    Diesmal regt sich Widerstand durch die Initiative „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“. Mit dieser Erklärung traten am 20. April viele namhafte Persönlichkeiten an die Öffentlichkeit und riefen dazu auf, sich der Einschränkung von Grundfreiheiten entgegenzustellen. Inzwischen haben sich einige Tausend Bürger dieser Erklärung angeschlossen.
    Sie wollen nicht zulassen, dass ausgerechnet in Deutschland zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des zweiten totalitären Systems die Freiheit der Meinung, der Rede, der Wissenschaft, der Wahl des Therapieziels und der Religion eingeschränkt werden soll, um die sogenannte „heterosexistische Hegemonie“ zu zerschlagen.
    Prof. Böckenförde, Richter des Bundesverfassungsgerichtes a.D., der laut eigener Aussage nicht beurteilen kann, „ob die in der Erklärung der Initiative vertretenen Thesen und Behauptungen zutreffen“ sagt: „Es ist aber in einer freiheitlichen Ordnung, die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit gewährleistet, unerträglich, eine öffentliche Auseinandersetzung darüber zu behindern und einige Personen mit einem Redeverbot belegen zu wollen.“
    Wie konnte es dazu kommen, dass es gefährlich ist und in manchen Ländern schon strafrechtliche Verfolgung nach sich zieht, wenn jemand die Auffassung vertritt, dass praktizierte Homosexualität (und alle anderen Abweichungen von der Heterosexualität)
    – einen Gebrauch des Körpers darstellt, der seinem Design nicht entspricht (gesunder Menschenverstand),
    – eine Missachtung des Schöpfungsplanes Gottes ist (Lev 18,22; Lev 20,13; Röm 1; 1 Kor 6,9f) (Christen)
    – dem kategorischen Imperativ Kants widerspricht: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ (Ethik)
    – ein erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko birgt (Sozialwissenschaft und Medizin)
    – ihre Ursache in einer Störung der Geschlechtsidentität hat (Tiefenpsychologie)
    – von manchen Betroffenen die Blockierung heterosexueller Anziehung leidvoll erfahren wird (Aussagen Betroffener)
    – veränderbar ist (empirische Erfahrung)
    – eine politische Agenda ist, die keinen Beitrag zur Lösung der Zukunftsprobleme leistet, sondern diese vergrößert (demografische Krise)?
    Wer fünfzig Jahre oder älter ist, ist Zeitzeuge der sexuellen Revolution, die 1968 begonnen hat und noch keineswegs an ihrem Ende ist. Speerspitze dieser Revolution sind die radikalfeministischen und homosexuellen NGOs, die entscheidenden Einfluss auf die UN und EU gewonnen haben. (Maciej Golubiewski, Europe’s Social Agenda. Why is the European Union Regulating Morality?)
    Auf dem Wege der Gesetzgebung, durch die schulische Sexualerziehung und die ständige Überflutung mit sexuellen Bildern aller Art durch die Medien wurde die Auffassung durchgesetzt: Alles ist erlaubt, was Lust bereitet, nur eine Einschränkung soll es geben: Niemand darf zu etwas gezwungen werden, was er nicht will. Diese Auffassung der Sexualität zerstört das moralische Fundament der Familie. Die Familie wird aber im Grundgesetz aus gutem Grund unter „den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ gestellt, denn die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass die Sexualität Ausdruck treuer Liebe zwischen Mann und Frau und für die Zeugung von Kindern offen ist.
    Die Änderung begann mit der Abschaffung des § 175 durch die Strafrechtsreform von 1969. In der Tat hat der zivile Staat in den Schlafzimmern nichts zu suchen und nicht darüber zu wachen, welche Beziehungen Erwachsene miteinander eingehen. Aus dem gleichen Grund geht es bei der „Organisation des gemeinsamen Zusammenlebens erwachsener Personen um Verhältnisse, die den Staat grundsätzlich nichts angehen.“ (J. Braun, Zehn juristische These zum Lebenspartnerschaftsgesetz, idea-Dokumentation 2/2003)
    Mit der „Homo-Ehe“ privilegiert der Staat die nur selten dauerhaften Beziehungen Gleichgeschlechtlicher vor anderen nicht-ehelichen Beziehungen. Der Dammbruch für die kulturrevolutionäre „Umpolung“ der gesellschaftlichen Einstellung zur Homosexualität geschah 1973 durch die Entscheidung der American Psychiatric Association (APA), die Homosexualität von der Liste der psychischen Störungen zu streichen. Bis dahin galt Homosexualität allgemein als eine Störung der Geschlechtsidentität. Die Streichung war nicht das Ergebnis wissenschaftlicher Wahrheitsfindung, sondern sie geschah unter dem Druck der Gay Liberation Front, die innerhalb der APA aggressiv und manipulativ operierten (Bulletin des Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft, Nr. 8, 2004).
    Von da an konzentrierte sich die GLBT-Bewegung (gay, lesbian, bi, trans) auf die Hebel der Macht in der UNO und der EU. In Artikel 13 des Vertrages über die Europäische Union wurde zum ersten Mal in der Geschichte des internationalen Rechts das Prinzip der Anti-Diskriminierung auf der Basis der sexuellen Orientierung aufgenommen.
    Damit wurde eine kritische Haltung zur Homosexualität, aus welchen Gründen auch immer, auf eine Ebene gestellt mit „Rassismus, Xenophobie und Antisemitismus“. Dies ist eine propagandistische Verfälschung, denn bei Homosexualität geht es um eine ethische Bewertung von Verhalten, also welchen Gebrauch der Mensch von seiner Willensfreiheit im Bereich der Sexualität macht. Bei den anderen drei Haltungen geht es um die Diskriminierung von Menschen aufgrund eines Merkmals, das unveränderbar ist.
    Neue, diffamierende Begriffe wurden geprägt und in Kanada, England und Skandinavien bereits zu Straftatbeständen erhoben: „Homophobie“ und „Hassrede“. Diese sollen nach dem häufig bekundeten Willen des Europäischen Parlaments „ausgemerzt“ und „äußerst effizient geahndet“ werden. (Siehe z. B. Entschließung des Europäischen Parlaments vom 16. 01. 2006) Der Präsident von Brasilien, Luiz Lula, nennt Homophobie „die perverseste Krankheit, die den menschlichen Geist je befallen hat.“ (LifeSiteNews, 09.06.2008)

    Die Homosexuellenbewegung arbeitet mit begrifflicher Falschmünzerei.
    1. Der Begriff Homophobie unterstellt, dass bereits jede kritische und differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität auf einer neurotischen Angst vor Homosexuellen beruhe. Das ist falsch.
    2. Ebenso ist es falsch, wenn Gegnern der Homosexualisierung unserer Gesellschaft als Motiv Hass unterstellt wird und alle oben genannten Argumente als „Hassrede“ interpretiert werden. Der Begriff eignet sich zur Ausübung von Gesinnungsterror.
    Die Durchsetzung der „Homo-Ehe“ gelang mit einer weiteren Umformulierung der Grundrechte. Während in der „Europäischen Konvention der Menschenrechte“ in Art. 12 Männern und Frauen das Recht auf Ehe garantiert wird, ist in Art. 9 der „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“ nicht mehr gesagt, wer ein „Recht auf Ehe und die Gründung einer Familie“ hat, „Männer und Frauen“ sind eliminiert.
    Ein weiterer Meilenstein war die UN-Weltfrauenkonferenz in Peking 1995. Dort erreichten die Radikalfeministinnen, in deren Hand der Kongress war, dass in den Dokumenten das Wort „sex“ (engl.: Geschlecht) zur Bezeichnung der Zweigeschlechtlichkeit durch das Wort „gender“ ersetzt wurde. Eine strategische Weichenstellung, denn die Gender-Ideologie behauptet, dass es so viele „Geschlechter“ wie sexuelle Präferenzen gebe und es ein Menschenrecht sei, sein Geschlecht zu wählen und seine sexuelle Orientierung (s. von der Autorin: Die Gender Revolution – Relativismus in Aktion).
    Die Homosexuellenbewegung legitimiert ihren globalen Kampf gegen die Wertordnung fast aller religiös-kultureller Traditionen der Menschheit mit der Behauptung der Diskriminierung. Sind es Zeichen der Diskriminierung von einer Bevölkerungsgruppe, wenn diese große Paraden abhalten darf, Gesetze erlassen werden, welche die Gleichstellung erzwingen, wenn ihre hedonistische Auffassung über die Geschlechtlichkeit der nächsten Generation in den Pflichtfächern Sexual(isierungs)kunde und zeitgeistkonformer Ethik gelehrt wird? Wer in Wahrheit diskriminiert wird, sind nicht die Homosexuellen, sondern jene, die das sittliche Fundament erhalten wollen, auf dem allein die Gesellschaft, die Familie und das Christentum bestehen können.
    Sie werden mundtot gemacht und faktisch mit Berufsverbot belegt. Therapeuten, die Klienten mit „ego-dystoner“ Homosexualität helfen, die tieferen Ursachen ihrer unerwünschten Neigung zu erkennen und zu überwinden, müssen dies im Verborgenen tun, weil ihnen sonst die Entziehung der Zulassung droht. Handfeste Sanktionen drohen Politikern, Medienschaffenden, Lehrern, Professoren und jedem anderen, der daran festhält, dass der Mensch als Mann und Frau geschaffen und zur ehelichen Einheit und Weitergabe des Lebens berufen ist.
    So fordert der AStA der Uni Köln die Absetzung der Philosophin Prof. Edith Düsing, weil sie die Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung“ unterzeichnet hat. Zum Kampf gegen den Marburger-Kongress hat sich ein Aktionsbündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“, bestehend aus mittlerweile über 60 Gruppen formiert: alle Arten von Schwulen, Lesben, Queeren, Antifa-Gruppen, dazu eine Marburger DGB-Ortsgruppe, Grüne und – man staune – die Katholische Fachschaft der Universität Marburg.
    Im Visier dieses Bündnisses sind auch Prof. Barbara Gerl-Falkovitz und Roland Werner, Leiter des Marburger „Christus Treffs“. Auf dem Flugblatt, mit dem das Aktionsbündnis zur Demonstration am Tag nach Kongressbeginn aufruft, geziert mit einem Totenkopf und zwei englischen Polizisten beim Zungenkuss, steht in schöner Offenheit: „Unser Protest richtet sich auch nicht nur gegen ein, zwei oder drei Workshops oder Referent_innen auf dem Kongress, sondern vielmehr gegen die homophobe und religiös-fundamentalistische Ausrichtung der evangelikalen Bewegung. Deshalb werden wir den Kongress verhindern.“
    Damit wurde in der Nacht zum 11. Mai 2009 begonnen. Kongressgegner beschmierten Häuser, Schilder und Schaukästen evangelikaler Einrichtungen mit Parolen und beschädigten sie. Die CDU Fraktion im Marburger Stadtparlament widersetzt sich dem Angriff auf die freiheitlichen Grundrechte. Man kann nur hoffen, dass sich die Stadt Marburg, ihr Oberbürgermeister und der Rektor der Universität von der Mahnrede der Stadtverordneten Ani Röhrkohl (www.medrum.de, 17. 05. 2009) bewegen lassen, alles zu tun, um den totalitären Attacken der Homobewegung Einhalt zu gebieten.

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