Gefühls-Christen Über Glauben, Fakten und Gefühle im Christenleben

Unsere Gesellschaft ist voller Gefühle. Wir reagieren impulsiv, was Politik, Religion oder andere Dinge angeht. Regelmäßig höre ich Leute sagen, dass sie wirklich von dieser oder jener Sache „begeistert“ sind. Seit Jahrzehnten dominiert das Sinnliche die Art und Weise, wie Menschen in unserer Kultur das Leben betrachten. Die Menschen beurteilen Dinge nicht danach, ob sie richtig oder falsch sind, sondern vielmehr danach, ob sie sie sich dabei gut oder schlecht fühlen. Joel Osteen (populärer Fernsehprediger in den USA) gelingt es, dass die Menschen sich gut fühlen. Mit seiner Botschaft der Hoffnung und des Wandels erreichte Barack Obama während seines Wahlkampfes dasselbe und wurde Präsident der Vereinigten Staaten. Dies spiegelt die Lebenseinstellung der heutigen Kultur wider, und für mich ist es besorgniserregend, dass sich viele Christen der Kultur angepasst haben und im gleichen Zeitgeist wie die Welt Gemeinde bauen.
Viele Christen entscheiden aufgrund ihrer Gefühle darüber, was in ihren Augen gut oder schlecht ist. Sie fühlen sich in ihren Glauben hinein. Ich erinnere mich an eine Person, die sagte: „Ich weigere mich, an einen Gott zu glauben, den ich nicht fühlen kann!“ Viele Christen haben eine Spiritualität auf der Grundlage von Sichtbarem, Hörbarem, von Zeichen und Gefühlen entwickelt. Ihr Glaube beruht auf allem, was ihnen unmittelbar widerfährt. Alleine auf ihren Erfahrungen werden somit zur Grundlage ihres Christseins. Ihre Erkenntnis stützt sich auf die Gefühle über eine Sache oder die Empfindungen über das, was sie glauben. Wer die Wahrheit an diesen Maßstäben festmacht, wird die Lehre über Gottes Gericht und Hölle – der Gedanke daran kann sehr unangenehm sein – am liebsten aus der evangelikalen Bewegung verbannen. Aber finden wir Grund zum Glauben innerhalb oder außerhalb von uns? Gelangen wir vermittels von Gedanken oder Gefühlen zum Glauben?
Ich meine, wenn wir die Quelle des Glaubens nicht in unseren Köpfen (Rationalismus) oder mit unseren Händen (Gesetzlichkeit) finden, werden wir sie auch nicht in unseren Herzen finden (Emotionalismus). Um es unmissverständlich zu sagen, die Quelle unseres Glaubens ist immer außerhalb von uns selbst. Wenn dem nicht so ist, dann handelt es sich nicht um den wahren Glauben. Wenn der Glaube nicht auf der geschriebenen Wahrheit ruht, die außerhalb von uns zu finden ist, also in Gottes Wort, dann ist er wertlos. Wahrheit ist nicht Wahrheit, weil ich denke, will oder fühle, dass es so ist. Wenn ich überzeugt bin, dass die Quelle des Glaubens in meinem Kopf, in meinen Händen oder in meinem Herz zu finden ist, dann wird der Mensch in den Mittelpunkt gerückt; dann handelt es sich um Glauben in „Mir“. Folglich muss mein Glaube mit der Wahrheit beginnen, die außerhalb von mir ist. Aus diesem Grunde gab Gott uns anscheinend Seine Wahrheit, die Bibel, die das autoritative Zeugnis darstellt über das Leben und den Dienst Jesu, der die Wahrheit ist. Es gibt keinen Glauben an Gottes Wahrheit, die man esoterisch im menschlichen Herzen finden kann, sondern die WAHRHEIT ist historisch begründet (in der Bibel) ohne Mitwirkung des menschlichen Herzens.
Wünsche oder Gefühle sind nicht unbedingt falsch. Abhängig vom geistlichen Zustand des Herzens einer Person können sie entweder Gott oder den Menschen in den Mittelpunkt rücken, sie können Licht oder Finsternis sein, und sie können positiv oder negativ sein. Selbst in unserem gefallenen Zustand haben wir das Verlangen, Gott zu suchen. Aus diesem Grunde schuf Gott uns, damit wir seine Liebe in Christus erwidern, und dieses Gefühl kann nicht nur Gefühle für Gott hervorbringen, sondern es kann uns auch motivieren, das Beste des Nächsten zu suchen. Sympathie und Mitleid sind offensichtliche Beispiele für gute Gefühle (Hebr 10,34). Die Evangelien berichten uns, dass Jesus Menschen aus Barmherzigkeit heilte (Mt 14,14; Mk 8,2). Jesus fühlte ihren Schmerz. Dies ist die tugendhafte Seite von Gefühlen. Aber Gefühle können auch eine dunkle Seite haben.
Gefühle können – und sie sind es oft – selbstzentriert und selbstsüchtig sein. Das Neue Testament nennt derartige Gefühle: „betrügerische Begierde“ (Eph 4,22); „unvernünftige und schädliche Begierden“ (1Tim 6,9); „jugendliche Lüste (2Tim 2,22); „weltliche Lüste“ (Titus 2,12); „fleischliche Lüste (1Pet 2,11); „gottlose Begierden“ (Judas 18); usw. Begierden und Lüste sind die Perversion der Liebe. Sie sind unersättlich und fördern den Egoismus statt die Haltung des Gebens. Solche verwerflichen und sündhaften Gefühle wohnen in uns allen, ob wir wiedergeboren sind oder nicht (Joh 3,3/7), und sie werden solange in uns wohnen, bis der Herr Jesus Christus wiederkommt und sie aus unserem Wesen austilgt (Röm 7,24-25).
Der Grund dafür, warum sich so viele Gemeinden dem „Entertainment-Evangelium“ hingeben, wie Paul Proctor es nennt, ist auf die fleischlichen Lüste zurückzuführen. Die Anbetung dient den Menschen selbst und ist nicht auf Gott ausgerichtet. Proctor schreibt: „Die Gemeinde von heute glaubt nicht mehr daran, dass Jesus genug ist – dass das lebendige Wort Gottes in einer so sinnlichen Welt mithalten kann, und sie glaubt, dass der Heilige Geist unsere Unterstützung braucht.“1
Der Apostel Paulus warnte Timotheus:
Denn es wird eine Zeit sein, in der sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich selbst Lehrer anhäufen werden, weil es in ihren Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich den Fabeln zuwenden.“ 2Timotheus 4,3-4
Oder wie ein Gelehrter diesen Vers mit seinen Worten umschreiben würde:
„An einem Tag der Illusionen, voller Konfusionen, aus Verführungen entspringen falsche Schlüsse in den Dingen.“2
Wenn der Glaube lebendig sein soll, muss er seine Quelle außerhalb von uns finden; folglich kann wahrer Glaube zu keinem Zeitpunkt auf der Grundlage unseres Denkens oder Fühlens stehen. Der Glaube kann nicht in unseren emotionalen Tendenzen verwurzelt sein, sondern er muss die Schrift, die außerhalb von uns ist, als Grundlage haben. Der lebendige Glaube kann nicht auf unseren Gefühlen ruhen, sondern nur darauf, was Gott gesagt hat. Nur auf einer solchen Grundlage wird unser Glaube heute überleben und uns bis in die Zukunft und Ewigkeit tragen. Die Wahrheiten Gottes finden wir in der Bibel, damit wir „wissen, dass wir ewiges Leben haben“ (1Joh 5,13).
Ein Dichter drückte dies so aus:
Drei Männer liefen auf einer Mauer: Glaube, Gefühl und Fakt.
Als Gefühl schrecklich fiel, erlitt der Glaube einen Rückschlag.
Und der Glaube war so eng mit dem Gefühl verbunden,
dass auch er stolperte und fiel.
Aber Fakt blieb aufrecht und richtete den Glauben wieder auf,
und mit Glaube wurde auch Gefühl wieder aufgerichtet.3
(Autor unbekannt)
1 Paul Proctor, America is not Prepared for What’s Coming, NewsWithViews.com, February 25, 2009. URL: http://www.newswithviews.com/PaulProctor/proctor174.htm.
2 In a day of illusions, and utter confusions, upon our delusions, we base our conclusions.
3 Three men were walking on a wall: Faith, Feeling and Fact, when Feeling got an awful fall, Faith was taken back; and so close was Faith to Feeling, he stumbled and fell too, but Fact remained and pulled up Faith, and Faith brought Feeling too.
http://distomos.blogspot.com/2009/12/gefuhls-christen.html

3 Gedanken zu „Gefühls-Christen Über Glauben, Fakten und Gefühle im Christenleben

  1. Hallo,

    instinktiv bewegen mich gleiche Gedanken zu diesem Thema. Aber entspringen sie nicht der Angst, dass alles Christliche „den Bach runter geht“? Ist der übermäßige Suche nach Gefühl nicht die „antwortende“ Revolution zu einem erkalteten Wort-Christentum, das die Bibeltreue über Gott stellt und die Nächstenliebe verloren hat? Ich weiß nicht, ob Gefühle primär gut oder schlecht sind. In jedem Fall sind sie da, das heisst, dass sie einen Hintergrund haben und sie sind unkontrollierbar, was bedeutet, dass sie uns natürlicherweise Angst bereiten. Liest man das alte Testament, kann man sich davon überwältigen lassen, wie Gott Gefühle zeigt. Und das ist bei Jesus nicht anders. Der Autor hier meint wahrscheinlich, dass es nicht nach Gottes Wille ist, unter dem Diktat seiner negativen Gefühle zu leben und da würde ich ihm zustimmen. Aber mal ehrlich: wer von uns ist denn so kognitiv, dass er frei von Gefühlen entscheidet? Kann es nicht Gottes Wille sein, dass er in solch einer reizüberfluteten Welt den Menschen im Überfluss mit seinen Gefühlen (positiven) bereichern will, damit er sich nicht vollends in einen christlichen Kokon verirrt und den Draht zur Aussenwelt verliert?

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  2. Antwort auf Marco:

    Larry DeBruyn schrieb: „Wünsche oder Gefühle sind nicht unbedingt falsch. Abhängig vom geistlichen Zustand des Herzens einer Person können sie entweder Gott oder den Menschen in den Mittelpunkt rücken, sie können Licht oder Finsternis sein, und sie können positiv oder negativ sein.“

    Der Haupttenor seines Artikels war ja, dass der Glaube auf dem Wort Gottes und den Wahrheiten der Bibel ruhen muss, und nicht auf Gefühlen. Gerade heute, wo die Mystik bis in die evangelikalen Kreise eine Renaissance erfährt, ist diese Wahrheit wichtig, denn die Mystik führt aus meiner Sicht weg von Christus.

    Als Christen dürfen und sollen wir natürlich Gefühle haben und äußern. Auch ich bin gegen ein „verkopftes“ Christentum – und dennoch will ich meine Entscheidungen möglichst frei von Gefühlen auf der Basis von Gottes Wort und vom Geist geleitet treffen.

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  3. Nachtrag (leider in englischer Sprache) zu dem Thema „Christ und Gefühl.“

    Im 9Marks eJournal Jan/Feb 2010 unter folgender Webseite:

    URL: http://involve.9marks.org/site/DocServer/eJournal201071janfeb.pdf?docID=801

    ist von D. G. Hart ein ausgezeichneter Artikel erschienen mit dem Titel „More than a Feeling: The Emotions and Christian Devotion (Mehr als ein Gefühl: Die Emotionen und christliche Frömmigkeit)

    More Than a Feeling: The Emotions and Christian Devotion
    By D. G. Hart

    Evangelicals love emotions. They evaluate church services based on whether or not they provide a transcendent experience. They chastise preachers for being too dry or heady because they want someone who speaks from the heart. They value authenticity and sincerity and abhor anything resembling formalism. But this isn’t the first time in history evangelicals have so valued the emotions.

    A HISTORICAL PRECEDENT

    One of the ironies of twentieth-century American Protestantism is that renowned scholar J. Gresham Machen, the leading voice of conservative Presbyterians during the tumultuous decades of the 1920s and 1930s and a staunch defender of historic Protestantism, mustered only a very small group of conservative Presbyterians to join him in founding the Orthodox Presbyterian Church in 1936.
    Why did Machen win so few followers? The answer lies, at least in part, in the fact that many evangelicals of his day wrongly valued emotions over doctrine, which left them at least partially insensitive to his
    charges against liberalism.
    Many church members in Machen’s own communion, the Presbyterian Church in the U.S.A., failed to be persuaded by his arguments because other evangelicals in the church did not regard liberalism as a
    threat. For these evangelicals, empathy and zeal for Christ were indications of genuine religion. Since liberals often exhibited this kind of emotional attachment to Christ and Scripture, the evangelicals
    assumed they could not be the threat that Machen alleged.
    By the same token, these same evangelicals did not treat doctrine or formal expressions of Christian truth as reliable guides to Christian devotion. After all, a person could affirm the Nicene Creed, it was
    observed, and still not be a true Christian. A better way to discern whether someone was truly devoted to Christ was to consider his or her love and experience with Christ, not his or her ability to explain Christ’s
    deity or the significance of the crucifixion. As long as pastors, missionaries, or church officers displayed the right emotion, they could be regarded as sound. Critiquing their faith was a form of character
    assassination.
    Yet these evangelicals failed to engage a fundamental point in Machen’s critique. Machen contended that liberalism misidentified the relationship between doctrine and feeling. Liberals regarded creeds and doctrines as the product of Christian experience. As such, they considered the truth or falsity of a sermon or church decision to be less important than whether the person giving the sermon or the committee responsible for the decision had the right feelings and the best intentions. Machen, on the other hand, believed that Christian experience should flow from the truth conveyed by doctrine, so that the subjective aspects of faith were rooted in the objective. As Machen argued, “if religion consists merely in feeling the presence of God, it is devoid of any moral quality whatever.”[1] He added that if Christian experience was the basis for truth in the church, “how shall the findings of the Christian consciousness be established?”
    One option was to put all matters before the church to a majority vote. But because the individual experience of Christians was “endlessly diverse” the church could never have unanimity on any point of
    faith and practice.[2] In short, liberals had an unhealthy regard for human emotion over and against Christian truths. Machen rightly saw that this not only destroyed Christian truth, but also made Christian unity and fellowship impossible.

    THE ONGOING TENSION

    Some conservative Protestants today may agree with Machen’s point regarding liberalism, but they do not regard the liberal overemphasis on emotions as a threat that they face, since, by and large, evangelicals love their Lord and seek to honor and serve him. But, as historical theologian Carl Trueman has pointed out, such a response to the problem Machen noted would be short sighted. Trueman detects a Schleiermacherian emphasis on feeling and emotions among contemporary evangelical Protestants— that is, an undeservedly high estimate of experience in relation to Scripture and doctrine. Trueman detects this imbalance particularly in current discussions about evangelical worship. Any attempt, he writes, to make “human psychology and human experience the basis of worship” will ultimately distort the truth of Christianity, the character of Christian devotion, and even the church’s ability to communicate
    across cultures. “Let’s focus on the simple, straightforward message of reconciliation in Christ,” Trueman exhorts, “not our own experiences of church or whatever, as the core of our church worship.”[3]
    This tension between emotions (subjective) and doctrine (objective) is nothing new. At the time of the Reformation, some Protestants objected to formal standards for worship and fellowship because they
    believed the Holy Spirit’s work was so strong among them that such norms were actually barriers to authentic Christianity. Although the magisterial Reformation safeguarded Protestantism from the dangers
    of such a view, the priority of emotions over doctrine resurfaced again at the time of the First Great Awakening in both Great Britain and the English colonies in North America. Incautious proponents of revivalism stressed the importance and efficacy of the conversion experience—and geared services to produce these experiences—to such an extent that many Protestant communions split between those who emphasized the immediate experience of the Spirit (pro-revival) and those who insisted that experience could not be divorced from right doctrine and faithful practice (anti-revival). Thanks to moderate positions like those advanced by Jonathan Edwards, who attempted to distinguish genuine
    from spurious “religious affections,” evangelicals emerged from the First Great Awakening with a commitment to the importance of both the objective and subjective.

    HOW ARE WE TO RIGHTLY REGARD THE EMOTIONS?

    What then is the proper balance between the objective and the subjective? How are Christians to rightly regard the emotions? In brief, we should understand that the subjective depends on the objective. Right emotions depend on, and derive from, sound doctrine.
    Yet, evangelical Protestants have been in continuing danger of construing the relationship between experience and doctrine in a way that puts emotions on the same level as biblical instruction. It is relatively easy to see why. Evangelical Protestants always want to avoid the error of formalism or nominalism, that is, the danger of simply going through the motions of Christianity. For too many Christians, the logic goes, reading the Bible, reciting a creed, singing a hymn, or going to church is too
    easy and so is an unreliable indication of the posture of a person’s heart toward Christ. What turns Christian formalities into genuine expressions of faith, evangelicals argue, is a heart that is “on fire” for the truths conveyed in the religious forms of devotion. This understanding of the relationship between experience and doctrine (or other formal expressions such as listening to a sermon or partaking of the Lord’s Supper) can easily turn into an affirmation of the priority of emotions. Only after a believer clears the hurdle of experience can the believer move on to formal teachings or practices that bear fruit.
    Of course, the danger of this way of understanding the objective and subjective sides of Christian faith is exactly what Machen warned against. Over time, the import of experience becomes so one-sided that the
    objective marks of Christianity—teaching, worship, and rightly ordered churches—take a back seat to good intentions that spring from a right emotional regard for Christ. Proponents of experiential Christianity
    rarely see that emotions can easily turn into sentiment. When this happens, the believer’s feelings for Christianity are disproportionate to the person’s understanding of the object to which he or she is
    emotionally tied.
    One way to illustrate this problem is to consider love in marriage. A man may love his wife or he may be in love with the feeling of being in love. Too often the desire for the feeling of being in love leads men to
    look for new romances. The emotions generated by another woman convince him that the old attachment to his wife is no longer true. Of course, evangelical Protestants would say that such feelings are
    illegitimate and that love for one’s wife actually matures over the course of a marriage, so that the love is still “true” even if it does not run red hot with emotion. A husband’s love for his wife must take more ordinary or routine forms than the rush of emotion that accompanies wooing and courtship.
    A similar dynamic is at work in the lives of Christians. The first flush of trusting in Christ becomes ordinary and routine over time as one matures in the faith and as the practices of personal devotion, family worship, and corporate worship become familiar and habitual. One way to maintain a proper balance between the objective and subjective aspects of Christian faith is to cultivate ordinary, routine expressions of emotion in the same way that husbands and wives do throughout their marriages. This means that a Christian worshiper on any given Sunday may not be moved to the brink of ecstasy, yet he or she can still express genuine love and devotion to Christ. In other words, intense emotions are not always the best
    measure of Christian experience.
    Another important factor in balancing the objective and subjective aspects of Christian faith is to recognize that Christian experience arises from truth. Emotions proceeds from doctrine, not the other way around. This is a lesson Machen tried to teach the church of his day. He appealed to the example of the apostle Paul, who told Christians in Philippi that no matter what the motives of the preacher, as long as the gospel was proclaimed he “rejoiced” (Phil 1:18). As Machen argued, Paul was far more concerned
    about the doctrine that was preached than the experience or emotions that went into the preaching.[4]
    To be sure, an emphasis on the objective aspects of Christianity can lead to the neglect of genuine zeal for Christ, just as an emphasis on experience can breed indifference to the content of the Christian message. But the ultimate solution to this tension does not depend upon Christians striking the balance just right, but upon the Holy Spirit’s work. He alone can create a clean heart characterized by godly
    emotions. And the particular means which God has promised to bless with the presence of his Spirit are those that rightly declare the good news of Christ and the salvation he has made possible through his death and resurrection.
    Thus, the role of emotions in the Christian life find their proper place when the church acknowledges that salvation begins and ends with God.

    D. G. Hart is an elder in the Orthodox Presbyterian Church and a historian who lives in Philadelphia with his wife, Ann. He is the author most recently (with John Muether) of Seeking A Better Country: Three
    Hundred Years of Presbyterianism in American (P&R Books, 2007).

    1 Machen, Christianity and Liberalism (New York: Macmillan, 1923), 54.
    2 Ibid., 78.
    3 Carl R. Trueman, The Wages of Spin (Geanies House, Scotland: Christian Focus Publications), 74.
    4 Machen, Christianity and Liberalism, 22.
    January/February 2010
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