Peter Hitchens ist gläubig:Neues Buch ist Antwort auf atheistischen Bruder

Am Donnerstag erscheint in England bei der „Continuum International Publishing Group“ das neue Buch von Peter Hitchens: „Rage Against God: Why Faith is the Foundation of Civilisation“ (Wut auf Gott: Warum der Glaube die Grundlage unserer Zivilisation ist). Darin beschreibt er seinen Weg von einem überzeugten Atheisten des linken politischen Spektrums hin zu einem konservativen Christen. Teilweise geht er darin auch auf das religionskritische Buch „Der Herr ist kein Hirte“ seines Bruders ein. Dieser sagte einmal über die Beziehung zu seinem Bruder, der größte Unterschied zwischen ihnen beiden sei wohl der Glaube an Gott. Peter sagte über die Beziehung zu seinem Bruder: „Wir leben in zwei verschiedenen Welten. Wenn wir nicht Brüder wären, würden wir uns wahrscheinlich nicht kennen.“ Ob das Buch auch auf Deutsch herauskommt, ist noch unklar.
Peter weiß, dass die „britische Elite“ das Buch seines Bruders begeistert aufnimmt, „weil sie Religion als eine Art des Verrücktseins sehen“. Er selbst begann jedoch vor etwa 20 Jahren, als er Korrespondent in den Sowjetstaaten war und der Kommunismus immer mehr zerbröckelte, damit, über den Glauben nachzusinnen. Im Rückblick sieht er sogar starke Ähnlichkeiten zwischen dem damaligen Kommunismus und dem heutigen Atheismus. „Viele haben einfach keine Ahnung, welche Mächte die Neuen Atheisten da aus dem Erdboden herbeirufen und wie gefährlich das ist, was sie tun. Wenn man Gott aus der Welt herauswirft, entsteht eine Wildnis“, sagte Peter Hitchens in einem Interview mit Internetaktivisten von „Gorilla Poet Productions“. Dass ausgerechnet sein eigener Bruder dabei helfe, diesen „Neuen Atheismus “ zu verbreiten und populär zu machen, erfreut ihn nicht besonders.
„Ohne Christentum kommt Dunkelheit“
In dem Interview erzählt Hitchens, dass er eines Tages mit seiner Freundin, die später seine Ehefrau wurde, in Frankreich einen Bildband ansah. Als sie auf ein altes Gemälde vom Jüngsten Gericht stießen, habe er zuerst unwillkürlich gedacht: „Schon wieder irgend so ein religiöses Motiv.“ Doch dann wurde ihm bewusst, dass ihn seit langem eine Frage quälte: „Vielleicht werde ich auch irgendwann gerichtet?“
Heute verbreitet Hitchens das Gegenteil von dem, was sein Bruder verkündet: Während Christopher Hitchens vor Religionen warnt, weil sie Gesellschaften vergifteten, ist sein jüngerer Bruder fest davon überzeugt, dass es mit einer Gesellschaft genau dann abwärts geht, wenn sie Religion verwirft und Gott ablehnt. „Die Menschen verhalten sich immer noch so, als wären sie christlich. Unsere Gesellschaft funktioniert immer noch so, als wäre sie christlich. Aber irgendwann ist das weg. Wir leben seit 40 oder 50 Jahren im Nachleuchten des Christentums, aber letzten Endes bricht Dunkelheit herein.“
Er selbst habe bei seinem Weg vom Atheismus zum Glauben festgestellt: „Viele glauben, Atheismus sei die Endstation einer Reise. Wenn man alles andere durch hat und dort ankommt, sei die Reise beendet. Doch von da aus gesehen, wo ich jetzt stehe, erkennt man, dass er keineswegs das Ende ist, sondern der Anfang.“
Seinen eigenen Bruder hat er noch nicht aufgegeben, sagt er. „Die Leute fragen manchmal, wie zwei Brüder zu so unterschiedlichen Schlüssen kommen können. Meine Antwort ist: Ich bin nicht sicher, ob wir wirklich so unterschiedlich sind, wie wir aussehen. Und: noch ist es nicht zu Ende.“ Peter sagte einmal, sein Bruder Christopher sei einem religiösen Glauben näher als er selbst es wisse. „Es gibt bei jedem atheistischen Kampf gegen Gott auch einen Kampf gegen die Versuchung.“ (pro)
Geschrieben von Ali um Freitag, 16. April 2010

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