Lasst euch nicht für dumm verkaufen!

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Politische Korrektheit und die Freiheit des Denkens
Ob Schweinegrippe, Sarrazin oder die Ansiedlung von Wölfen – auf Schritt und Tritt erlebe ich in den Medien die politische Korrektheit. In Deutschland hat sie als Besonderheit noch eine Dimension der historischen Korrektheit. „Wenn das Denken korrekt sein soll, dann gibt es kein Denken mehr“, so der verstorbene Dramatiker Heiner Müller. Recht hat er! Denn Denken ist nicht korrekt, sondern menschlich. Und der FOCUS titelte schon 1995 (16/1995): „Political Correctness, in Deutschland vor allem präsent als historische Korrektheit, bläst zur Attacke auf die Meinungsfreiheit“. Wieso sind wir in Deutschland so anfällig für politische Korrektheit? Gert Mattenklott (Berlin) vermutet u.a. ein „hohes gesellschaftliches Potential latenter Schuldgefühle“ ausgelöst u.a. durch die NS-Zeit. Diese Schuldgefühle werden wachgehalten und instrumentalisiert. Wer politisch korrekt moralisiert, der predigt, theologisch gesprochen, das Gesetz. Er sucht das Unkorrekte, er sucht nach dem Sündenbock. Und nach dem Sündenbock sucht eine Gesellschaft, die von Vergebung nichts mehr weiß. Wer das Evangelium von Jesus Christus verkündet, predigt keine Korrektheit, sondern stiftet Unruhe. Denn in der Christusverkündigung ergeht ein Weckruf. Der rüttelt auf. Er bezeugt Gottes Gericht über unsere Sünde. Er redet davon, dass wir in der Gefahr stehen, geistlich weiter zu schlafen und in der Hölle aufzuwachen. Dieser Weckruf bezeugt aber auch, dass Gott sein Gericht im Kreuzestod Jesu vollzogen hat und nun jeder Vergebung und Leben empfängt, der sie dort sucht. Offen von Schuld und Vergebung reden, von Gottes Heiligkeit und Gnade, sie erleben und aus ihr leben, das ist der beste Schutz gegen die säkulare (Gesetzesreligion der political correetness – und gegen diese Form von Volksverdummung. Von meinem Vater, einem Schuhmacher, habe ich zweierlei gelernt: 1. Schuhe werden nicht vorbeigebracht, damit ich mir jeden anziehe. 2. „Wo Vergebung der Sünden ist, da ist Leben und Seligkeit“ (Luther).
Dr. Manfred Dreytza Leiter des Krelinger Studienzentrums Krelinger Briefe Nr.11/12 November / Dezember 2010

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