Rechte Gewalt

Mich schockieren die Nachrichten über die sogenannte NSU, die Morde und die menschenverachtende Propaganda, die dort und durch andere Gruppen verbreitet wird. Es ist für mich fast unerträglich zu sehen, dass in Deutschland Menschen wieder einem blinden Rassenklischee aufsitzen und der finsteren Naziideologie folgen.
Was brauchen wir in unserer Zeit?
Erstens: Zu unserer Geschichte stehen. Die Schuld, die von Deutschland im letzten Jahrhundert ausging, darf nicht klein geredet werden. Sie darf auch nicht relativiert werden durch den Verweis auf die Schuld, die auch andere Nationen durch ihren, zum Teil wenig aufgearbeiteten, Antisemitismus auf sich geladen haben.
Zweitens: Keine Angst haben. Wenn verblendete Gruppen sich stark genug fühlen, schreien sie andere nieder. Es beginnt nicht mit Morden, es beginnt mit anderen Formen der Gewalt. Keine Angst. Schon dagegen muss der freie Mensch aufstehen. Wenn an Schulen, auf der Arbeit oder auch in Gemeinden oder Jugendgruppen solche, oder auch mit anderen Ideologien auftretende Gruppen, anfangen Druck auszuüben, zu mobben, dann müssen Verantwortungsträger aufstehen. Da darf man nicht einknicken.
Drittens: Richtige Gewalt stärken. Wir brauchen einen Staats- und Polizeiapparat, der sich entschieden durchsetzt, mit rechtsstaatlichen Mitteln. Welche Pannen es in den letzten Jahren beim Verfassungsschutz gab, kann ich nicht beurteilen. Es muss aufgeklärt werden. Was jedoch nicht hilft ist, nun so zu tun, als sei staatliche Gewalt völlig untauglich. Sie sollte (kritisch) unterstützt werden und wir sollten uns eingestehen: wir brauchen richtige, staatliche und kontrollierte Gewalt, damit sich blinde Gewalt nicht durchsetzt.
Viertens: Verantwortliche Menschen. Wir brauchen Leute, die in dem, wo sie leben, Verantwortung übernehmen. Die mit Werten leben, die über sie selber hinausgehen. Wir leben in einer unglaublich reichen und freien Gesellschaft. So konnte man in Deutschland nie leben. Diese Freiheit ist aber nur zu halten, wenn darin freie Menschen Verantwortung übernehmen, für den Nächsten mitdenken, ihre eigenen Vorteile hinten an stellen.
Ich glaube, dass Jesus Christus uns das gibt, was wir in dieser Zeit brauchen. Durch ihn können wir uns unsere Schuld ansehen ohne daran zu verzweifeln. Er sagt: hab keine Angst und ist der Mächtige, der mit uns ist. Er hat staatliche Gewalt nicht prinzipiell ausgehebelt, sondern sie bezogen auf Gott, den Schöpfer, vor dem auch sie sich verantworten muss. Und er macht aus uns Menschen, die frei sind, aber nicht frei um der Freiheit willen, sondern um des Nächsten und um Gottes Willen.
Was braucht also unsere Zeit?
Nachfolger Jesu.
Ansgar Hörsting Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden
http://ansgarhoersting.wordpress.com/2011/11/18/rechte-gewalt/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s