1. Petrus 3,3 Euer Schmuck soll nicht äußerlich sein wie Haarflechten, goldene Ketten oder prächtige Kleider,

Petrus unterscheidet hier deutlich zwischen äußerer und innerer Schönheit, oder, um mit ihm zu sprechen, zwischen Herausgeputztsein und wahrer Schönheit. In unserer kaufwütigen Gesellschaft gerät man viel zu leicht in den Sog der Äußerlichkeiten. Kataloge, die alle nur erdenklichen Kleidungsstücke anpreisen, landen in unseren Briefkästen; Bestellung bequem per Telefon bei Tag und Nacht. Wem das nicht genügt, der kann neuerdings auch am Fernseher oder am Computerbildschirm auf Einkaufsbummel gehen. Auf die Plätze, fertig, Kreditkarte! Der Zweck dieser Gegenüberstellung liegt in der Ausgewogenheit. Petrus verbietet weder das Frisieren noch das Tragen von Schmuck und schönen Kleidern. Er möchte diese Äußerlichkeiten lediglich etwas in den Hintergrund stellen und das Wesen der Frau mehr ins Scheinwerferlicht rücken. Ausgewogenheit ist hier oberstes Prinzip. Wer eine unrealistische Extremposition vertritt, versteht den Stellenwert des Äußeren völlig falsch. Manche Frauen meinen, es sei ein Zeichen von geistlicher Reife, wie eine graue Maus herumzulaufen. Doch äußere Schönheit ist keineswegs ungeistlich! Andererseits können Äußerlichkeiten auch überbewertet werden, und das Erscheinungsbild, Kosmetika und Kleidung verschlingen viel zu viel Zeit, Geld und Energie. Man kann sich dermaßen in eine solche Überbewertung des Äußeren hineinsteigern, dass man sich selbst und andere letzten Endes nur noch nach äußerlichen Kriterien beurteilt, was in unserer Gesellschaft leider nur zu oft der Fall ist. Äußere Schönheit ist vergänglich. Innere Schönheit hält ewig. Äußere Schönheit gefällt der Welt; innere Schönheit gefällt Gott. Petrus beschreibt diese innere Schönheit als ein freundliches und ruhiges Wesen. Eine andere Übersetzung wäre „Sanftmut und Ausgeglichenheit.“ Zweifellos ist ein solcher Charakter das aussagekräftigste Merkmal einer jeden Frau. Und dieser Charakter leuchtet von innen heraus, aus dem Herzen, denn eine solche Frau kennt sich selbst und weiß, wem sie vertraut. In Gottes Augen ist diese innere Schönheit etwas Unvergängliches und Wertvolles. Sich äußerlich zurechtzumachen kostet nicht viel Zeit. Ich habe schon Frauen gesehen, die das in Minutenschnelle morgens auf dem Weg zur Arbeit erledigen. (Haben Sie je eine Frau im Auto vor sich gehabt, die sich auf der Fahrt zum Büro am Steuer schminkt? Ein tolles Kunststück. Und gar nicht ungefährlich. Da kann man sich nur fragen, was passiert, wenn sie ein Schlagloch erwischt!) Eine Frau braucht bloß ein paar Stunden dazu, sich für das größte Gala-Ereignis zurechtzumachen, aber zur Entwicklung und Förderung ihrer inneren Wesenszüge braucht sie ihr ganzes Leben. Äußere Gepflegtheit ist zwar wichtig, aber längst nicht so wichtig wie die innere Einstellung. Wenn die nämlich stimmt, dann nimmt die äußere Erscheinung automatisch einen geringeren Stellenwert ein. Eine kluge Frau achtet auf beides. Charles R. Swindoll Zeit der Hoffnung: Hoffnung ist der feste Glaube, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, Asslar: Projetktion J, 1996,.

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