1. Petrus 3, 11 Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.

Der auf Psalm 34,15 basierende Vers 11 enthält vier imperative Anweisungen. Erstens sollen sich Gläubige vom Bösen abwenden (vgl. 1Thes 5,22 Meidet das Böse in jeder Gestalt).
Das Verb abwenden (ekklinatō) suggeriert eine starke Ablehnung von sündigen Dingen – in diesem Zusammenhang die sündige Behandlung anderer, selbst jener, die die Heiligen verfolgen (vgl. Mt 5,44; Röm 12,14). Zweitens fordert Petrus seine Leser auf, Gutes zu tun, etwas, das von ausgezeichneter Qualität ist und eine tiefe Tugendhaftigkeit zum Ausdruck bringt. Dies steht in scharfem Kontrast zur gegenwärtigen Vorstellung von einem guten Leben, wo jeder das tut, was er will, was ihm ein gutes Gefühl beschert – alles auf Kosten des Gehorsams gegenüber dem Willen Gottes. Der dritte und vierte Imperativ erscheinen zusammen in der Aufforderung an die Gläubigen: Suche den Frieden und jage ihm nach! Die Verben, die mit suche und jage übersetzt wurden, vermitteln beide ein intensives und dynamisches Handeln. (Der Satz enthält unausgesprochen das Bild eines Jägers, der seine Beute mit Leidenschaft aufspürt.) Frieden (eirēnēn) bezeichnet einen konstanten Zustand von Ruhe, der dauerhafte Freude und Glück zur Folge hat (vgl. Lk 2,14; 8,48; 19,38; Joh 14,27; 16,33; Röm 5,1; 8,6; 15,13; Gal 5,22; Phil 4,7; Kol 3,15; 2Thes 3,16).
Friede „muß eine Angelegenheit sorgfältigen Suchens“ sein. Jede Straße muß erforscht, jedes Hindernis muß überwunden, jede Tür muß geöffnet werden, um Frieden zu finden und den göttlichen Frieden herzustellen. Friede ist nicht nur die Abwesenheit eines Konfliktes; das kann ein Waffenstillstand besorgen. Es ist vielmehr die wohltuende, positive Herrschaft des Friedefürsten im Herzen, der Seele und im Verstand. Diese stille Freude kann im Leben regieren, selbst wenn es unter Druck steht oder angesichts einer Krise. Im Schatten des bevorstehenden Kreuzes sagte der Herr Jesus: „meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh 14,27).

2 Gedanken zu „1. Petrus 3, 11 Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.

  1. „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt … Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende … von nun an bis in Ewigkeit.“ (Jesaja 9,5+6)

    „Da baute Gideon dem HERRN dort einen Altar und nannte ihn »Der HERR ist Friede«.“ (Richter 6,24)

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