Internetpornografie und ihre Folgen

Thomas Schirrmacher hat eine Vorlesung an der Theologischen Fakultät der Uni Paderborn online gestellt.
Was lehrt Internetpornografie Kinder und Jugendliche?

  1. Sex ist überall möglich und gut, zu jeder Zeit und mit jedermann.
  2. Sex hat keine Konsequenzen.
  3. Sex ist ein Zuschauersport, der möglichst öffentlich stattfinden sollte.
  4. Treue ist langweilig.
  5. Frauen müssen immer zu allem bereit sein.
  6. Frauen sind nackte Wesen und vor allem zur Befriedigung geschaffen.
  7. Männer sind die Bestimmenden und es hat nach ihren Wünschen zu gehen.
  8. Das Aussehen bestimmt den Wert der Menschen.
  9. Man kann den Partners nach eigenen Wünschen zusammenstellen oder wechseln.
  10. Oft tritt hinzu: Gewalt/Schmerzen und Sex gehören zusammen.

Tabus sind gefallen, durch andere Tabus ersetzt:

Man tabuisiert die Sexsucht. Man tabuisiert die Pornografiesucht. Man tabuisiert die Folgen, die es für die Entwicklung von Kindern hat, wenn sie im Alter von zum Beispiel zehn Jahren in Filmen und Bildern gemeinsam Dinge sehen, die andere nicht einmal zu denken wagen. Man tabuisiert, dass die Botschaft der Verfügbarkeit der Frau alle Erfolge der Gleichberechtigung zunichte macht. Man tabuisiert, wieviele Scheidungen auf Pornografie und Sexsucht oder durch sie ausgelöste Seitensprünge zurückgehen. Massenhafte Pornografie reduziert nachweislich den Wunsch auf langfristige Beziehungen und den Kinderwunsch. Aber es ist tabu, darüber zu sprechen, welche Rolle die sexuelle Verwahrlosung dabei spielt, dass die Deutschen immer weniger Kinder bekommen.

http://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2012/02/Schirrmacher-Internetpornografie-Paderborn-2010-lang.pdf

8 Gedanken zu „Internetpornografie und ihre Folgen

  1. Der Artikel gefällt mir sehr gut und ich kann dem nur zustimmen !!
    mich beschäftigt jetzt eine Frage, wo fängt Pornografie an .Ich bin glücklich verheiratet und bin meiner Frau treu und habe auch keinen Wunsch fremdzugehen.
    Allerdings gibt es auf fb ein paar Seiten, wie z.B Bikini-Girls und dort abgebildeten Mädels finde ich recht hübsch und mit einer guten Figur ausgestattet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich habe einfach ohne gross nachzudenken so ein Mädel auf meiner Seite markiert, eifach weil ich sie ganz nett fand figürlich und noch jung. Was denkt ihr darüber . Ehrliche Antwort !!

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    • also der artikel von thomas schirrmacher erklärt sehr gut was pornografie ist.
      das du auf deiner facebookseite ein bikini-girl abbildest halte ich nicht für einen guten einfall.

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    • Pornografie ist nicht ganz so einfach zu differenzieren. Einen Fußfetischisten würde dein Bikinibild wohl kalt lassen, der Anblick nackter Frauenfüße gewiss nicht.
      In der Kunst gibt es viele nackte Menschen zu sehen: müsste man diese Werke alle verhüllen, weil pornografisch?
      Letzten Endes geht es um die (meist bestimmte Personen herabwürdigende) Darstellung diverser Geschlechtsakte und nicht die bloße Abbildung von Körpern.

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      • Pornografie bleibt Pornografie.
        In der Pornografie wird der Körper reduziert auf die Geschlechtsorgane, während in der Kunst die Ästhetik im Vordergrund steht.
        Fußfetischisten gehören vermutlich in den Bereich Psychiatrie und stehen hier nicht zur Diskussion.

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  2. >Aber es ist tabu, darüber zu sprechen, welche Rolle die sexuelle Verwahrlosung dabei spielt, dass die Deutschen immer weniger Kinder bekommen.

    Sorry, aber das ist Quatsch. Es ist nicht tabu. Die Tatsache, dass immer jüngere Mädchen Mütter werden und ungebildete oder sozial benachteiligte Menschen überdurchschnittlich viele Kinder bekommen, liegt eben genau in dieser „sexuellen Verwahrlosung“. Und das wird sehr wohl thematisiert. In den Medien und in der Politik.

    Ein wichtiger Grund, weswegen die Deutschen immer weniger Kinder bekommen, liegt in der Selbstverwirklichung der Frau: die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, liegt etwa zwischen 20 und 30 Jahren. In diesem Zeitraum sind die meisten berufstätigen Frauen damit beschäftigt, sich beruflich ein solides Standbein aufzubauen. Ab 30, wenn die Frauen dann soweit sind, sich konkret mit der Familienplanung zu befassen, nimmt die Fruchtbarkeit ab.

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    • hallo karl,
      was du da schreibst ist nicht das thema von dem artikel. es geht u.a um gewalt gegen frauen und die darstellung in den medien. ich werde den ganzen artikel demnächst reinstellen
      gruß
      peter

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      • Hallo, Peter.
        Ich habe dann wohl den Artikel tatsächlich falsch verstanden.
        Ich störte mich an dem wiederholt benutztem Wort „Tabu“. Ich hatte bislang den Eindruck, dass sehr wohl das Problem der (Internet-)Pornografie (insbesondere die Wirkung auf Minderjährige) diskutiert wird.

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