Paulus, Knecht Christi Jesu, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheißen hat. Römer 1,2

Auch hier im zweiten Vers des Römerbriefes spricht der Apostel über das Evangelium. Es ist, wie er sagen will, nicht nur ein Evangelium, das von drei Personen der Dreieinigkeit handelt, nein, es gibt weiteres darüber zu erfahren, nämlich, daß es auch zuvor verheißen worden ist. Paulus wurde als Prediger dazu berufen, diese große, wunderbare Neuigkeit bekannt zu machen. Es ist die frohe Botschaft von einem bereits stattgefundenen Ereignis. Wie wir sogleich sehen werden, gründet sich das Evangelium auf gewisse geschichtliche Begebenheiten, die weitergesagt werden sollen. Paulus ist ein Herold, der Verkündiger von etwas, das sich ereignet hat. Und, sagt er, es ist nicht nur wirklich geschehen, es ist auch lange zuvor verheißen worden: „.. .das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheißen hat.“
In verschiedenen Bibelübersetzungen wird dieser Vers, wie wir feststellen können, in Klammern gesetzt. Die Übersetzer glaubten, daß es sich mehr oder weniger um eine Einschaltung, eine Zwischenbemerkung handele. Andere Übersetzer benutzen die Klammer nicht, und einige sind sogar strikt dagegen, weil der Gedanke, ihrer Meinung nach, ohne Unterbrechung weiterläuft: „… das Evangelium Gottes, das er vorher verheißen hat.“ Doch im Grunde ist es eine theoretische und rein akademische Frage, ob wir die Klammern befürworten oder nicht. Entscheidend ist, ob die Wahrheit durch die eine oder andere Methode mehr hervorgehoben wird. Betont man sie mehr durch die Klammer, indem man so liest: „Paulus, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes über seinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, … (das er vorher verheißen hat…)“ oder indem man stracks weiterliest und sagt: „…das Evangelium Gottes, das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheißen hat“‚. Wie wir sehen, wird die Wahrheit in beiden Fällen herausgestellt. Lassen wir die Klammer fort, dann sagt Paulus sinngemäß: Das erste, woran man beim Evangelium denken muß, ist die Tatsache, daß es vorher verheißen war. – Das wird erwähnt, noch ehe der Sohn Gottes, der Herr Jesus Christus, angeführt wird. Im anderen Fall will man betonen, daß das Evangelium Gottes Seinen Sohn, den Herrn Jesus Christus, betrifft, während die Tatsache der vorherigen Verheißung etwas zurücktritt. Doch wie auch immer, es war zuvor verheißen, und der Apostel legte Wert darauf, das zu sagen. Darum wollen wir die technischen Erwägungen nicht allzu wichtig nehmen. Wichtig ist nur -ob Klammer oder nicht -: der Apostel macht diese Bemerkung mit voller Absicht, selbst auf Kosten einer Unterbrechung seines Hauptgedankens. Sie war ihm so wesentlich, daß er den Zwischensatz mitten in eine bedeutungsvolle Aussage setzt wie: „Das Evangelium Gottes über seinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn.“
Ein solches Vorgehen finden wir häufig bei dem Apostel. Es war eine charakteristische Eigenart seiner Predigtweise, sein Thema, so wie hier einzuführen. Er wollte zu verstehen geben, daß die Botschaft, die er durch Gottes Gnade verkünden durfte, nur in gewissem Sinn neu war, nur insofern, als sich die Begebenheiten, auf denen sie beruhte, erst kürzlich ereignet hatten. Es waren Geschehnisse der letzten Zeit, und insofern konnte man von einer neuen Botschaft sprechen. Aber gewiss ist sie nicht neu im Sinne einer erst kürzlich aufgekommenen Idee oder Theorie, von der man bisher keine Vorstellung gehabt hätte. Nein, sagt er, in diesem Sinne ist sie nicht neu.
Ich will einige andere Beispiele anführen, die uns das Vorgehen des Apostels deutlich machen. Im 13. Kapitel der Apostelgeschichte steht ein ausführlicher Bericht über den Dienst des Apostels in der Stadt Antiochien / Pisidien. Seiner Gewohnheit gemäß war er gemeinsam mit seinen Gefährten in die dortige Synagoge gegangen. Dann bemerkten die Vorsteher die Fremden und ließen anfragen, ob sie etwas sagen wollten. Daraufhin hielt Paulus jene denkwürdige Predigt, die für das Verständnis der historischen Evangelisationsmethoden so bedeutungsvoll geworden ist. Da lesen wir in Vers 23: „Aus dessen (Davids) Nachkommenschaft hat Gott dem Israel als Erretter Jesus gebracht.“ Doch damit begnügt sich Paulus nicht, sondern fügt hinzu: „Gott nach Verheißung;.“ Gott hatte es verheißen, und der Apostel wollte es unbedingt miterwähnen.
Oder nehmen wir das 17. Kapitel der Apostelgeschichte, wo wir einen Bericht über die erste Predigt des Paulus in Thessalonich finden. Auch dort begann er, wie üblich, in der Synagoge. Im zweiten Vers heißt es: „Nach seiner Gewohnheit aber ging Paulus zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbaten mit ihnen aus den Schriften, indem er eröffnete und darlegte, daß der Christus leiden und aus den Toten auferstehen mußte, und daß dieser der Christus ist, der Jesus, den ich euch verkündige.“ Nun, was die Gewohnheit betrifft, sie bezog sich nicht nur auf den Synagogenbesuch, sondern betraf auch die Unterredung aus den Schriften. Das ist wichtig, und darum werden wir später noch andere Beispiele hierfür anführen. Entscheidend aber ist, daß sich Paulus regelmäßig so verhielt. Selbst hier, wo er an eine Gemeinde schreibt, die vorwiegend aus früheren Heiden bestand und die er nie gesehen harte, erwähnt er, sobald er auf das Evangelium zu sprechen kommt, diese Tatsache, die eine wesentliche Eigenart des Evangeliums ist. Wir werden noch darauf zurückkommen, warum es ihm so wichtig war und warum er so gleichbleibend vorging. Er hatte gute Nachrichten zu bringen. Ja, aber es handelt sich um gute Nachrichten, die prophezeit, die verheißen worden waren, über die Gott in den vergangenen Jahrhunderten viele Male gesprochen hatte. Und darum sollten auch wir sorgfältig darauf achten.
Wir können jetzt nicht in allen Einzelheiten auf das Argument des Apostels eingehen, doch gewiß hatte er ein Argument für sein Vorgehen, und wir müssen darum wissen und es kennen. Schließlich dürfen wir nicht vergessen, daß der Inhalt dieses Briefes nur einen Überblick gibt. Die Apostelgeschichte zeigt uns, daß der Inhalt des Römerbriefs eine stark gekürzte Wiedergabe jener Reden des Apostels darstellt, die er während seiner Evangelisationen in den Gemeinden hielt. Das alles ist hier zu einer kurzen Übersicht zusammengefasst. So berichtet die Apostelgeschichte von einer Gelegenheit, wo der Apostel bis in die Nacht hinein predigte. Und dann heißt es, daß ein Mann vom Schlaf überwältigt wurde, von seinem Sitz in einem Oberfenster hinunterstürzte und für tot gehalten wurde (Apg. 20).
Es ist ein Irrtum, wenn wir meinen, der Apostel habe auch so kurz und bündig gesprochen, wie er in seinen Briefen schreibt. Hier haben wir gewissermaßen nur die Überschriften seiner Predigten. Paulus konnte sich beispielsweise 18 Monate lang in einer Stadt aufhalten und täglich predigen. Hätte er sich nur an den Inhalt eines seiner Briefe gehalten, wäre er gewiß in weniger als einer Woche damit fertig gewesen. Nein, es handelt sich hier nur um Themen, die er mündlich weit gründlicher auslegte. Und dieses besondere Thema, das wir heute im zweiten Vers vor uns haben, war, so möchte ich sagen, eins seiner bevorzugten Themen, eins, das er offensichtlich in großer Ausführlichkeit besprach. Es gehörte zu seinen eigenen Erfahrungen, und die Gemeinden sollten es unbedingt verstehen, daß das Evangelium unmittelbar mit den Schriften des Alten Testaments verbunden war; und du und ich, wir müssen uns dessen auch bewußt sein.
Ich will versuchen, diese Wahrheit kurz auszuführen. Zunächst, von welchen Verheißungen spricht er? Er sagt, all das ist zuvor verheißen worden. Doch wo finden sie sich? Man kann sagen: Sie finden sich beinahe im ganzen Alten Testament. Ich werde nur einige Stellen aufs Geratewohl herausgreifen, damit wir sehen, aus welcher Fülle der Apostel schöpft. Gleich die erste Verheißung finden wir natürlich in l. Mose 3,15, wo Gott selbst im Beisein von Adam und Eva zur Schlange sagt, Er werde Feindschaft setzen zwischen ihrem Samen und dem Samen der Frau, und er, der Same der Frau, werde der Schlange den Kopf zermalmen. Das ist die erste Verheißung. Doch es ist nur ein Anfang. Wir lesen weiter von den Verheißungen Gottes an Abraham in l. Mose 12 und 22: Durch ihn und durch seinen Samen sollte die ganze Welt gesegnet werden. Es ist eine bedeutsame Aussage, die sich auf den Bund Gottes mit Abraham bezieht. Und schon bald darauf läßt Gott die gleiche Verheißung durch Jakob in l. Mose 49,10 wiederholen: „Nicht weicht das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen weg, bis daß der Schilo kommt, dem gehört der Gehorsam der Völker.“
Dann sehen wir, wie selbst ein gedungener Prophet von Gott für eine solche Weissagung benutzt wurde. Bileam sagte: „Es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel“ (4Mose 24,17). Eine weitere, wunderbare Verheißung wird David in 2Samuel 7 gegeben – es ist ein besonders wichtiges Kapitel. Dann finden wir in Maleachi 3,1 eine Voraussage, die den Vorläufer Johannes den Täufer betrifft. Solche Einzelheiten sind ganz erstaunlich. Selbst über die Ankunft des Sohnes Gottes in dieser Welt wird eine genaue Zeitangabe gemacht. Wir können sie im 9. Kapitel der Prophezeiungen Daniels nachlesen. Die dorr angeführten Zahlen zeigen uns, daß Seine Ankunft auf einen bestimmten Zeitpunkt, der mit der Zerstörung und der Wiederherstellung Jerusalems zusammenhängt, festgelegt wird. Darüber hinaus wird unter den Stämmen Israels der Stamm Juda als derjenige bezeichnet, aus dem unser Herr kommen sollte. Sieh hierzu Jeremia Kapitel 23 und andere Schriftstellen – 2.Samuel 7 z. B. Die Weissagung bezüglich der Jungfrauengeburt steht bekanntlich in Jesaja 7 – offensichtlich eine Tatsache von entscheidender Bedeutung. Der Ort Seiner Geburt wird uns in Micha 5,2 genannt – Bethlehem. Und wir wissen, welche Rolle diese Weissagung in der Geburtsgeschichte unseres Herrn gespielt hat.
Das Alte Testament belehrt uns auch über gewisse charakteristische Benennungen des Sohnes Gottes. Er wird ein Prophet sein, wie Mose dem Volk sagt: „Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, .. .erstehen lassen“ (5Mose 18,15) – eine unmittelbare Prophezeiung auf den Herrn Jesus Christus. An anderer Stelle heißt es, daß Er ein Priester sein wird – es ist die große Botschaft von Jesaja 53. Dann wiederum in Daniel 9,24 wird Er ein großer König genannt. Im zweiten Kapitel, als Daniel dem König Nebukadnezar seinen Traum auslegt, spricht er von einem großen Stein, der erscheinen soll und dann zu einem großen Berg anwächst, um schließlich die ganze Erde zu erfüllen und alle anderen Königreiche zu zerstören. Das ist eine Weissagung auf das Königtum und die Herrlichkeit der Herrschaft des Herrn Jesus Christus. Weitere Hinweise auf Ihn als König finden wir in Psalm 2 und Jesaja 9. So steht Er vor uns als Prophet, Priester und König; alles das ist im Alten Testament vorausgesagt und prophezeit. In Jesaja 42,6 und 49,6 wird Er außerdem als das „Licht der Nationen“ bezeichnet.
Doch dann, obwohl die Schrift Ihn als einen großen König beschreibt, der die Herrschaft und ein Königreich aufrichten wird, das niemals zerstört werden kann, lesen wir in Jesaja 53: „Er war verachtet und von den Menschen verlassen.“ Das Kapitel spricht von seinem stellvertretenden Tod für die Sünden anderer und davon, daß Er geschlagen wird, wiewohl seine Striemen rechtmäßig anderen zugestanden hätten. So werden noch viele andere und ganz erstaunliche Tatsachen und Einzelheiten angeführt. Er selbst weist in Lukas 4,18-19 auf Seine Worte in Jesaja 61,1 hin. In Jesaja 35 werden Seine Wunder erwähnt – Wunder die Seinen Dienst kennzeichnen sollen. In Sacharja 9,9 wird Sein Einzug in Jerusalem vorausgesagt: „…auf einem Esel rettend, und zwar auf einem Fohlen, einem Jungen der Eselin.“ Weiter heißt es in Sacharja, daß Sein Wert auf „dreißig Silberschekel“ geschätzt werden wird. In Psalm 22 lesen wir, wie Seine Kleider bei der Kreuzigung durch das Los aufgeteilt werden. Dort finden sich auch die Worte, die Er am Kreuz ausrufen wird: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ In ganz erstaunlichen Einzelheiten stellt dieser Psalm den Kreuzestod dar. Sacharja 12,10 sagt, daß man seine Seite durchbohren wird. Und Jesaja schreibt – wiederum im 53. Kapitel: „Man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod“ (V. 9).
Von Seiner Auferstehung wird dann in den Psalmen 22 und 16 gesprochen, doch deuten auch noch andere Stellen darauf hin. Seine Herrlichkeit ist prophezeit, Sein endgültiges Reich – dessen ewiger Bestand und alle Herrlichkeit, die damit verbunden ist. Alles wird im Alten Testament an unterschiedlichen Stellen vorausgesagt. Hierbei handelt es sich um unmittelbare Prophezeiungen; doch zusätzlich gibt es auch noch die sogenannten indirekten Prophezeiungen in Typen und Vorschattungen. So ist zum Beispiel das Passahlamm ein Vorbild auf das Lamm Gottes, das die Sünden der ganzen Welt wegnehmen wird. Die Brandopfer und andere Opfer, selbst die Ausstattung der Stiftshütte und des Tempels, alles deutet auf vielerlei Weise schon im voraus auf Ihn hin. Und so wird es uns verständlich, daß der Apostel hier im Römerbrief nur zusammenfassend erwähnt, was Gott „vorher verheißen“ hat.
Das wäre also ein sehr kurzer Überblick über einige Beispiele und Illustrationen gewesen, die der Apostel offensichtlich benutzte, und die ihm für seine Predigten und zur Auferbauung der Gläubigen bedeutsam waren. Nun sehen wir aber, daß es dem Apostel nicht genügt zu sagen, Gott habe das Evangelium zuvor verheißen. Es ist ihm ebenso ein Anliegen, uns zu zeigen, auf welche Weise Gott es verheißen hat: „.. .das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheißen hat“, und das wiederum ist nicht minder wichtig.
Nun müssen wir allerdings mit der Bezeichnung .Prophet‘ vorsichtig sein. Im allgemeinen denken wir dabei an diejenigen Männer, die die sogenannten prophetischen Bücher geschrieben haben – die Bücher der Propheten innerhalb unseres alttestamentlichen Kanons – und das ist auch ganz richtig. Trotzdem sollten wir im Auge behalten, daß der Ausdruck .Prophet‘ in der Schrift und besonders an einer Stelle wie der unsrigen einen erheblich größeren und umfassenderen Bezug hat; er bezieht sich auf alle Bücher des Alten Testaments, in denen sich Prophezeiungen über das Kommen des Sohnes Gottes finden. Darum denkt Paulus hier nicht nur an die prophetischen Bücher im engeren Sinn, es sind auch die fünf Bücher Mose und die Bücher der Psalmen eingeschlossen. Es war in der Tat Brauch, sich mit diesem Ausdruck auf das ganze Alte Testament zu beziehen. Um das zu beweisen, werde ich später noch einige Belegstellen anführen, damit man nicht denkt, ich würde meine eigene Meinung vortragen. Der Ausdruck .Propheten‘ kann hier also für die Gesamtheit der alttestamentlichen Schriften genommen werden.
Darüber hinaus wollen wir aber auch beachten, was der Apostel über die Propheten sagt. Es heißt: „…das er (Gott) durch seine Propheten… voher verheißen hat.“ Das ist höchst bedeutsam. Die Männer, die jene Weissagungen und Voraussagen gemacht hatten, waren eigens von Gott zu diesem besonderen Werk erwählt worden. Es handelte sich nicht einfach um kluge und fähige Männer, die die Zeiten zu beurteilen wußten. Wir dürfen sie uns nicht nur als ,Seher‘ oder .Wahrsager‘ eines Königs vorstellen. Sie waren nicht sogenannte Propheten, unter denen man Männer mit besonderem Weitblick verstehen mag, nicht hervorragende, tüchtige Politiker oder Staatsmänner, Philosophen oder dergleichen. Nein, sagt Paulus, das waren sie nicht; sie waren Propheten Gottes – Männer, von Gott ergriffen und von Ihm in einer ganz besonderen Weise für diese einzigartige Aufgabe eingesetzt. Nun, das ist eine anspruchsvolle Behauptung, die unsere gesamte Lehre beeinflussen muß.
Doch was ist die Aufgabe eines Propheten? Die Antwort sollte uns nicht schwer fallen, und doch gibt es hier erhebliche Probleme. Infolge der historisch-kritischen Methode ist es besonders in den letzten hundert Jahren üblich geworden, einen Propheten keinesfalls als jemanden zu charakterisieren, der Ereignisse voraussagt. Prophetie, heißt es, bedeutet .Aussage‘, nicht .Voraussage‘. Anders gesagt, man stellt sich unter einem Propheten lediglich einen Prediger vor. Man will uns glauben machen, daß in den prophetischen Schriften des Alten Testaments keineswegs etwas über die Zukunft ausgesagt wird. So hat man z.B. die Kapitel 7, 9 und 11 des Jesajabuches mit einigen Ereignissen jener Zeitepoche zu erklären versucht, indem man sie auf irgendeinen König oder eine herausragende Persönlichkeit bezog. Doch keinesfalls wollte man sie mit dem Herrn Jesus Christus in Verbindung bringen.
An sich ist es nicht überraschend, wenn Kritiker so sprechen, denn wenn es ihnen gelänge, die Prophetie abzutun, würde das ihre Stellung natürlich erheblich stärken. Wir werden noch sehen, daß es kein stärkeres Beweismittel für den Glauben an die einzigartige Inspiration und Autorität der Schriften gibt, als die Echtheit der Prophetie. Dient sie doch besonders im Blick auf die Person unseres Herrn als eine der wichtigsten Bestätigungen. So ist es nicht verwunderlich, wenn die Kritiker Ihn auf Grund ihrer negativen Einstellung zur Prophetie als Mensch und nicht als Gott einstufen. Sie versuchen, die biblische Lehre abzuschütteln, doch das ist weder vom Standpunkt des Alten Testaments, noch vom Standpunkt des Neuen Testaments möglich. Und eben darum geht es dem Apostel hier. Er sagt: Die Wahrheit, die ich euch jetzt verkündige, haben jene Propheten lange zuvor vorausgesagt. Diese Tatsache war dem] Apostel äußerst wichtig.
Nun waren also die Propheten zuerst und vor allem Männer, die zukünftige Ereignisse voraussagten, doch darüber hinaus nahmen sie auch Stellung zu Gegenwartsfragen. Die prophetischen Bücher des Alten Testaments berichten, wie sie sich an ihre Zeitgenossen wandten und über Tagesereignisse, über die politische Lage und viele andere Dinge sprachen. Dies war ein Teilbereich ihrer Aufgabe.
Doch was sie zu wirklichen Propheten machte, war die Tatsache, daß es damit nicht getan war – daß Gott sie darüber hinaus ganz speziell als Seine Diener einsetzte, um zukünftige Geschehnisse vorauszusagen, um die Offenbarung bezüglich des großen und gewaltigen Heilsgeschehens, das noch stattfinden sollte, zu proklamieren. Das ist es meines Erachtens, was diel Kritiker übersehen: Die vorrangig Botschaft der Propheten an das Volk Israel betraf nicht nur die Ereignisse ihrer Tage, sondern vor allem das große Heilswerk, das Gott für Israel tun wollte, die Ausführung Seine großen Planes, den Er selbst lang zuvor im Garten Eden angekündigt hatte. Darum gab Gott ihnen eine! Offenbarung der Wahrheit, zeigte ihnen, was Sein Plan beinhaltete und was Er im Begriff stand zu tun. Zusätzlich aber inspirierte und lenkte Er sie auch, damit die durch Ihn empfangene Offenbarung von ihnen auch fehlerlos zum Ausdruck gebracht wurde.
Es ist sehr wichtig, diese eigentliche Aufgabe der Propheten richtig zu verstehen. Sie waren Männer, denen zweierlei widerfuhr.
Einerseits wurden ihnen Offenbarungen gegeben, andererseits wurden sie inspiriert. Ich beobachte, daß es oft Verständnisschwierigkeiten gibt in Bezug auf den Unterschied zwischen Offenbarung und Inspiration. Doch ist der Unterschied im Grunde einfach: Bei der Offenbarung erhält jemand eine Mitteilung über bestimmte, bisher unbekannte Wahrheiten, das ist eine Information. Bei der Inspiration dagegen wird die Veröffentlichung dieser dem Propheten geoffenbarten Wahrheit bis in ihre Ausdrucksweise hinein gesteuert. Man kann auch inspiriert werden, um bereits bekannte Tatsachen zu erklären, das ist dann allerdings keine Offenbarung. Doch wenn der Prophet Dinge verkündigt, die bisher unbekannt waren, dann haben wir sowohl Offenbarung als auch Inspiration. Und die Propheten waren Männer, auf die, wie die Schrift sagt, beides zutraf.
Wir wollen die zwei klassischen Aussagen über diese Wahrheit nachschlagen. Merkwürdigerweise stammen beide vom Apostel Petrus. Die erste befindet sich in 2. Petrus 1. Petrus, der inzwischen ein alter Mann geworden ist, schreibt hier den Gläubigen einen Abschiedsbrief. Und da sagt er gleichsam: Ich weiß, mein Ableben wird in Kürze erfolgen. Darum ist es mir ein Anliegen, daß ihr feststeht, wenn ich nicht mehr unter euch sein werde. „Ich werde aber darauf bedacht sein, daß ihr auch nach meinem Abschied jederzeit imstande seid, euch diese Dinge ins Gedächtnis zu rufen“ (V.l 5). Wie also, fragt er, könnt ihr Gewissheit haben? Nun, eins ist sicher, es handelt sich nicht um „ausgeklügelte Fabeln“ (V. 16). Ich selbst war zusammen mit Jakobus und Johannes Zeuge jenes gewaltigen Augenblicks auf dem Berg der Verklärung, „wir waren Zeugen“, sagt er.
Weiter schreibt er dann in Vers 19: „Und so besitzen wir das prophetische Wort umso fester“ oder: „ein prophetisches Wort, das nun umso sicherer gemacht worden ist“, weil sich die vorausgesagten Dinge erfüllt haben, „und ihr tut gut, darauf zu achten als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht,“ Und beachtet, „indem ihr dies zuerst wißt, daß keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht.“ Damit will er nicht sagen, man könne die Schrift nicht selbst deuten oder dürfe seine eigene Auslegung nicht anwenden, denn beides sollen wir. Nein, Petrus sagt gewissermaßen: Stellt euch unter einem Propheten nicht einen Mann vor, der, nachdem er über die Weltlage seiner Tage nachgedacht hat, nun erklärt: „Nach reiflichem Überlegen gebe ich hiermit mein Urteil über die gegenwärtige Lage ab. Dies ist meine Zeitanalyse und Zukunftsprognose, und ich bin sicher, meine Prophezeiung wird in Erfüllung gehen.“ Nicht im geringsten! „Keine Weissagung der Schrift“ leitet sich von einer persönlichen Ansicht ab – die Schrift ist nicht die individuelle, private Meinung oder Auslegung irgendeines Menschen in Bezug auf die zukünftigen Ereignisse. Was ist sie denn? Nun, hier ist die Antwort: „Niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Mannes hervorgebracht“, sie beruht nicht auf dem, was ein Mensch zu denken oder zu sagen beschlossen hat, „sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben (oder bewegt oder inspiriert) durch den Heiligen Geist.“
Das ist eine überaus wichtige Aussage. Der Apostel lehrt das ganz klar, daß die Männer ,inspiriert‘ waren; es war der Heilige Geist, der sie mitriß. Er unterwies sie, Er befähigte sie, dein Empfangenen Ausdruck zu verleihen. – Seht es nicht einfach als menschliche Leistung an, sagt Petrus, „keine Weissagung der Schrift geschieht aus eigener Deutung.“ Nicht die eigenen Gedanken des Menschen, sondern die Gedanken Gottes. Nicht des Menschen eigene Ausdrucksweise, sondern Männer sprachen so, wie sie bewegt, getragen und getrieben wurden durch den Heiligen Geist selbst. Das ist offensichtlich eine entscheidende Erklärung im Blick auf die Inspirationslehre.
Doch laßt uns noch zurückgehen zum ersten Kapitel des 1 Petrusbriefes, zu den Versen 10-12, die einen ausgezeichneten Kommentar zu dem kurzen Vers des Paulus im Römerbrief bilden: „Im Hinblick auf diese Errettung suchten und forschten Propheten, die über die an euch erwiesene Gnade weissagten. Sie forschten, auf welche oder auf was für eine Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er die Leiden, die auf Christus kommen sollten, und die Herrlichkeiten danach vorher bezeugte. Ihnen wurde es geoffenbart, daß sie nicht sich selbst, sondern euch dienten in dem, was euch jetzt verkündigt worden ist durch die, welche euch das Evangelium gepredigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren.“
Welch eine großartige Feststellung! Unter anderem sagt der Apostel: Nicht nur, daß jenen Propheten die Offenbarung gegeben wurde, nicht nur, daß sie durch den Heiligen Geist befähigt wurden, sie weiterzugeben, hinzu kommt, daß sie sie erstaunlicherweise selbst nicht ganz verstanden haben. Die Propheten, weit davon entfernt, ihre eigene Auslegung vorzutragen, suchten, nachdem sie die Offenbarung empfangen hatten, sie mit Fleiß zu erforschen. Sie verstanden sie nicht völlig. Und wie man sieht, spielt es keine Rolle, wenn der Prophet die Offenbarung selbst nicht ganz versteht. Der Prophet ist das Sprachrohr Gottes, die Offenbarung wird ihm gegeben, und er wird in seiner Ausdrucksweise so gelenkt, daß er keinen Fehler machen, bzw. in keine Falle geraten kann. So sagt uns Petrus hier, daß den Propheten Gottes – „seinen! Propheten“ – die Wahrheit mitgeteilt wurde und sie zugleich ausgerüstet wurden, sie richtig und irrtumsfrei auszudrücken, obwohl sie nicht bis ins Letzte verstanden, was sie sagten; sie übermittelten sie hauptsächlich für diejenigen, die noch kommen sollten, für uns und für alle, die uns noch folgen werden. Darum, wenn wir an Prophetie denken und an jene Männer, die die Botschaft im Alten Bund ausrichteten, dann müssen wir wissen daß sie auf Grund von Offenbarungen und Inspiration zustande kam.
Doch noch kurz ein weiteres Wort zu unserem Vers im Römerbrief: „… das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheißen hat.“ Hier sehen wir, daß die Prophezeiungen, nachdem sie zunächst mündlich übermittelt wurden, dann auch schriftlich festgehalten worden sind. Gott veranlasste seine Knechte nicht nur, diel Botschaft mündlich vorzutragen, sondern sie auch zu Papier zu bringen, siel niederzuschreiben; und der Apostel fühlt sich gedrungen, das zu erwähnen. Die Propheten können nicht mehr unmittelbar zu uns sprechen, aber wir haben ihre Schriften, und der Apostel will uns auf die Besonderheit dieser Schriften hinweisen. Hier müssen wir besonders sorgfältig beachten, daß mit dem Ausdruck ,Propheten‘ außer den sogenannten alttestamentlichen Propheten auch andere Teile des Alten Testaments bezeichnet werden.
Laßt mich das beweisen mit dem, was wir in Lukas 24,44 lesen. Hören wir die Worte des auferstandenen Herrn Jesus Christus: „Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, daß alles erfüllt werden muß, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses und den Propheten und den Psalmen.“ Hier ist also der Beweis für das, was ich vorher sagte. Die Weissagungen in bezug auf unseren Herrn, wer Er war, von wo Er kam, was Er tun, wie Er sterben und wieder auferstehen würde und noch viel mehr – all das findet sich nicht nur in den Büchern der Propheten im engeren Sinn. Er sagte: „Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, daß alles erfüllt werden muß, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses“ – da haben wir die fünf Bücher Moses und das Gesetz – „und den Propheten“ – in den Büchern der Propheten – „und Psalmen.“ Das heißt in anderen Worten, wenn sich die Juden zur Zeit unseres Herrn und Seiner Apostel auf das ganze Alte Testament bezogen, benutzten sie sehr häufig den Ausdruck ,die Propheten‘, und ich wage frei zu behaupten, daß der Apostel es in unserem Vers auch so meint.
Beachten wir weiter, daß er diese Schriften „heilige Schriften“ nennt: „in der Heiligen Schrift“. Warum drückt er sich so aus? Deshalb, weil seine Leser erkennen sollen, daß es sich nicht um die gewöhnlichen Schriften irgendwelcher Menschen gehandelt hat, die ihre Ideen oder Lebenserfahrungen niederschrieben, obwohl wir heute häufig so belehrt werden. Die Bibel, sagen sie, ist nicht das Wort Gottes, sie enthält Gottes Wort. Und fragen wir nach den alttestamentlichen Schriften, so heißt es, das sind menschliche Versuche, die eigenen, erhabenen religiösen Erfahrungen in Worte zu kleiden. Nun, das entspricht nicht dem, was der Apostel sagt. Er sagt, es sind heilige und nicht gewöhnliche, menschliche Schriften. Sie gehören Gott, und weil sie Gott gehören, sind sie heilig. Sie sind heilig, weil sie heilige Dinge behandeln, weil sie unter der Leitung und der Kraft, unter dem Einfluß Gottes geschrieben worden sind, unter dem beherrschenden Einfluß des Heiligen Geistes. „Von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist.“ Genauso war es, heilige Männer Gottes schrieben, wie sie vom Geist getrieben wurden. Und ob sie sprachen oder schrieben, in beiden Fällen traf diese Darstellung auf sie zu.
Aus diesem Grunde halte ich es für überaus wichtig, daß wir die Lehre unseres Herrn, des Apostels Paulus und auch der anderen Apostel bezüglich der alttestamentlichen Schriften verstehen. Sie ist absolut klar und unzweideutig. Für sie sind die alttestamentlichen Schriften das Wort Gottes, von Gott selbst inspiriert. Es handelt sich nicht nur um menschliche Worte, sondern um Worte von Menschen, die vom Heiligen Geist getrieben, geleitet und beherrscht wurden. Sie sind maßgebend und zuverlässig, sie sind irrtumsfrei; diese Auffassung vertrat unser Herr ohne Zweifel, und so zitiert Er sie. Ständig führt Er das Alte Testament an und zwar als Wort Gottes.
Selbstverständlich gibt es hierfür viele Beispiele. Ich will nur eins anführen: „Dies alles geschah aber, damit erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten…“ (Matth. 1,22). Es ist der Herr, der durch die Propheten spricht. Ganz entscheidend sind aber die beiden klassischen Verse aus 2.Timotheus 3,15-16: „Und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Jesus Christus ist.“ Beachten wir: „heilige Schriften“ -und damit bezieht sich Paulus nur auf das Alte Testament, da man zu seiner Zeit den neutestamentlichen Kanon noch nicht hatte. Damit sagt er also: Das Alte Testament „hat Kraft, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.“ Es ist die Prophetie, das, was Gott verheißen hat, wovon Paulus spricht. Wenn uns Augen verliehen worden sind, um es zu sehen, finden wir hier alles. Das Alte Testament kann dich zum Heil unterweisen, sagt Paulus zu Timotheus. Aber höre weiter: „Alle Schrift“ – alle Schrift ohne Ausnahme – „ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig zugerüstet.“ Falls jetzt jemand in der Revidierten Version der Bibel nachgelesen hat, wird er festgestellt haben, daß der Vers 16 anders lautet; dort heißt es: „Jede Schrift, inspiriert von Gott, ist auch nützlich…“ Das ist ein verhängnisvoller Übersetzungsfehler. Doch laßt mich auch sagen, daß die Revidierte Standard Version diesen Irrtum in Ordnung gebracht hat. Sie übersetzt: „All Schrift ist inspiriert von Gott.“ Es ist mir immer schwer gefallen, der revidierten Version diesen tragischen Schnitzer zu verzeihen. Es ist völlig falsch, in keiner Weise gerechtfertigt; und beruhte nur auf einer ungesunden Voreingenommenheit. Bitte korrigiert die Revidierte Version und erkennt, daß die Standard Version und die spätere Revidierte Standard Version richtig übersetzen. (Man vergleiche die verschiedenen deutschen Übersetzungen! d.Ü.) „Alle Schrift ist gegeben durch Inspiration Gottes“, oder auch „Alle Schrift ist inspiriert von Gott“ – „eingehaucht von Gott“, das ist das Wort. Ich will mich diesbezüglich nicht in Einzelheiten verlieren, nun soviel: Wir verstehen darunter kein mechanisches Diktat, doch verstehe« wir es so, daß der Mann durch die Kraft und Einhauchung des Heiligen Geistes völlig beherrscht und vor Irrtum bewahrt blieb. Nun, wir werden unser Thema für den Augenblick auf sich beruhen lassen. Wichtig ist nur, dal wir die enorme Bedeutung alles dessen einsehen. „Das Evangelium Gottes, das er durch seine Propheten in heiliger« Schriften vorher verheißen hat.“ Wir haben uns heute mit der Tatsache der alttestamentlichen Verheißungen und der Art und Weise, wie Gott die Propheten benutzte, beschäftigt. So Gott will, wollen wir fortfahren und weitere Punkte betrachten, zum Beispiele Warum handelte Gott so? Warum betont Paulus an dieser Stelle, daß Gott so handelte? Und drittens: Welche wichtigen Erkenntnisse gewinnen wir hierdurch? Diese Fragen sollen uns, so der Herr will, das nächste Mal beschäftigen.
Dr. D. Martyn Llod-Jones Bibel und Gemeinde 1/95

V1 siehe http://bibelkreis-muenchen.de/?p=1264

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