1.Petrus 4,13 sondern freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt.

Das Wort „sondern“ gibt einen scharfen Gegensatz an. Statt das Leiden für Christus als etwas Fremdes zu sehen, sollten sie sich darin freuen! Das Wort deutet auch an, dass das Leiden jetzt in einem bestimmten Verhältnis zu der Freude steht, die einmal ihr Teil sein wird. Das finden wir wiederholt in der Schrift. (Röm 8,18; 2Tim 2,12; 2Thes 1,6; Mt 20,32). „Freut euch“ – das ist keine Schwärmerei, keine unnüchterne Verdrängung der bösen Wirklichkeit, sondern ist der Ausdruck wirklicher, christlicher Zukunfts – und Heilshoffnung. Es ist nicht so, dass diese Leiden einfach einmal vor so und so langer Zeit geschehen sind. Gemeinde und Leiden Christi sind jetzt zusammengebunden. Im Leiden erweist sich die Gemeinde wirklich als Leib Christi. Nicht erst im Leiden geschieht das. Es ist schon geschehen, als sie zum Glauben kam. Darum erklärt der 1. Petrusbrief in Umwertung aller Werte: „Freuet euch (vgl. zu 1,6.8; 2,19), damit ihr auch…“. Nur dort, wo das Leiden in der Freude getragen wird, d. h. wo dieses Tragen Ausdruck des Glaubens ist, ist es Weg zur letzten, ewigen Freude. Petrus gebrauchte das Wort freuen (Freude) noch ein zweites Mal in diesem Vers mit dem Zusatz (Wonne) jubelnd, einem Hinweis auf begeisterte Freude. Wenn Christus zurückkommt, werden sich die Gläubigen jubelnd, und dies im Verhältnis zu ihrem Anteil an seinen Leiden in diesem Leben. Das Neue Testament sagt eindeutig aus, daß alle diejenigen, die am Leiden Christi teilhaben, zur Zeit der Offenbarung; vgl. 1. Petr 1,7; 1. Petr 5,1 auch an seiner Herrlichkeit teilhaben werden. Der Apostel Petrus führt diese Wahrheit als Grund für die künftige Hoffnung und die gegenwärtige Freude der Christen inmitten von Verfolgungen an. Nicht Leiden ist das Ziel, sondern die Herrlichkeit.

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