Der Jakobusbrief

Der leibliche Bruder Jesu greift in seinem Brief zahlreiche konkrete und sehr lebensnahe Themen auf. Da spricht er beispielsweise über das richtige und das falsche Reden, über den Umgang mit Eigentum, über die Suche nach Glück und Zufriedenheit, über die Begrenztheit des Lebens, über schwierige Lebenslagen und über Zukunftsplanung.
Vor allem aber beschäftigt sich Jakobus aber mit dem biblischen Verständnis von „Glauben“. Demnach geht es beim „Glauben“ nicht nur darum, etwas für wahr zu halten oder keinerlei Zweifel mehr zu haben.
Biblischer „Glaube“ ist für Jakobus keine intellektuelle Diskussion, sondern eine tiefe Überzeugung, die sich im Denken, Leben und Reden niederschlägt. Unter anderem kommt Jakobus in diesem Zusammenhang auf den Teufel zu sprechen, der offensichtlich von der Existenz Gottes überzeugt ist, deshalb aber sicher nicht als „gläubig“ bezeichnet werden kann. Wer sagt, dass er / sie an Gott glaubt (= ihm vertraut) der will auch leben wie Gott es ihm sagt, denn Gott weiß schließlich am Besten, was für den Menschen gut ist und auch auf Dauer funktioniert. Anderenfalls handelt es sich bei diesem „Glauben“ nur um leeres Gerede. – Natürlich kann auch der „Gläubige“ gelegentlich Zweifel an einzelnen Aussagen Gottes haben, trotzdem aber hält er daran fest. Michael Kotsch

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