1.Petrus 4,17 Denn die Zeit ist da, dass das Gericht anfängt an dem Hause Gottes. Wenn aber zuerst an uns, was wird es für ein Ende nehmen mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben?

Manchmal leben wir in unseren Gemeinden fröhlich vor uns hin; die Finanzen stimmen, unsere Veranstaltungen laufen nach Plan, aber von echtem Glaubenseifer oder gar Erweckung ist keine Spur. Die Herde zockelt ziellos auf der Weide herum. „Eine feste Burg ist unser Trott“
Mit einem gleichgültigen Achselzucken wird man errettet, erlöst, erledigt und erstarrt. Der Gemeindebesuch wird zur Routine. Welch ein ausgehöhltes Dasein! Und dann greift Gott plötzlich ein und schafft Ordnung, indem er der Gemeinde zum rechten Zeitpunkt die nötige Lektion erteilt.
Die Verse 17 – 18 beschreiben den eigentlichen Grund für das Leiden, das auf jeden bekennenden Christen zukommt. In den fünf vorhergehenden Versen wird dieses Leiden beschrieben, nun gibt der Apostel Petrus den eigentlichen Grund für dieses Leiden an. Das Leiden dient dazu, um das Haus Gottes zu reinigen. In den Zeiten des Leidens wird offensichtlich, wo wirklicher, gottgewirkter Glaube zu finden ist. Da kommt zutage, wer einen psychologischen Für-wahr-halte-Glauben hat und wessen Glaube wirklich eine Gabe des Heiligen Geistes ist.
Aber wenn Gott seine Gemeinde, die er liebt, so intensiv und schmerzhaft richtet, wie heftig wird dann erst sein Zorn gegen die Gottlosen sein?
Petrus stellte die vergleichende Frage: Wenn [das Gericht] aber zuerst bei uns [Gläubigen beginnt], wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben? Die Antwort ist klar: Das Gericht wird von Christus mit der ewigen Verdammnis der Gottlosen am großen weißen Thron abgeschlossen (Offb 20,11-15; vgl. Mt 7,21-23; 25,44-46).
Petrus denkt hier wohl an Hesekiel 9,6, wo Gott eben das befiehlt, dass das Gericht am Hause Gottes (und das ist dort der Tempel) anfangen soll. Oder auch an Jeremia 25,29, wo Gottes Gerichtswort ebenfalls ankündigt, dass er bei seiner Stadt Jerusalem mit dem Gericht anfangen wird. „Ende“ steht hier im Sinn von „wie wird ihr Ergehen sein?“ Sie haben ja keine Hoffnung und keine Zukunft, keine Verheißung und keinen Trost, denn sie leben nicht aus und nach dem „Evangelium Gottes“.

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