1.Petrus 4,16 Leidet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht, sondern ehre Gott mit diesem Namen.

Ein Christ soll grundsätzlich alles Böse meiden; wird er aber als Christ verdächtigt und angeklagt, dann soll er sich dessen nicht schämen. Diese Anweisung geht letztlich auf das Wort Jesu zurück: „Wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er … in der Hoheit seines Vaters kommt“ (s. Mat. 10,32f; Lk. 9,26; vgl. 2 Tim 1,8.12).
Die Christen waren gewiss nicht Rechtsbrecher wie „Mörder und Diebe“, aber sie durchbrachen das soziale Lebensprinzip der hellenistischen Welt, den grundsätzlichen Synkretismus.
Im 1. Jahrhundert bezeichneten sich Gläubige als „Brüder“ (Apg 1,15-16; 6,3; 9,30; 12,17; 15,13), „Heilige“ (Apg 9,13; Röm 8,27; 15,25; 1Kor 16,1) oder als Menschen, die „den Weg“ gehen (Apg 9,2; 19,9.23; 22,4; 24,14.22). Seltsamerweise war Christ kein Name, den sich die Gläubigen selbst gaben. Er wurde ihnen von außen gegeben, zuerst in Antiochien (vgl. Apg 11,26; Apg 26,28). Das ist ein „guter“ Name, denn er hält das Kernstück des Evangeliums öffentlich im Bewusstsein: Christen folgen dem Christus nach, dem König Gottes, dem Heiland der Welt. Wer so als Christ leidet, „ehrt Gott“ mit diesem Namen „Christianer“. Solches „Ehren“ geschieht dadurch, dass ein Christ an seinem Bekenntnis festhält, dadurch Gott als das Allerwichtigste in seinem Leben bezeugt und je und dann seine Peiniger wohl auch ins Fragen und Suchen bringt. Das leiden der Christen ist nicht nur Gnade, Bestätigung und Bestärkung der Verbundenheit mit Christus, sondern auch Gericht über den alten Menschen.

1.Petrus 4,15 Niemand aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der in ein fremdes Amt greift.

Wenn wir von einem „Feuersturm“ heimgesucht werden, der die Folge unseres sündigen Verhaltens ist, dann leiden wir nicht etwa um der Ehre Gottes willen, sondern wir löffeln schlicht und einfach die Suppe aus, die wir uns selbst eingebrockt haben. Mit den Worten des Propheten ausgedrückt ernten wir Sturm, wenn wir Wind säen (Hos 8,7).
Das Wort „als“ steht zweimal in diesem Vers: erst vor „Mörder, Dieb, Übeltäter“ zusammen, und dann vor „einer, der sich in fremde Sachen mischt“. Das zeigt, dass das letzte einen anderen Charakter trägt als die ersten drei. Das griechische Wort ist ‚allotriepiskopos‘ und kommt im NT nur hier vor. Das Wort ‚episkopos‘ kommt außer an dieser Stelle noch in Apg 20,28; Phil1,1; 1Tim 3,2; Tit 1,7; 1Pet 2,25 vor. Es bedeutet „Aufseher“ und ist auch an allen Stellen so übersetzt. Von diesem Wort ist der Titel „Bischof“ abgeleitet. ‚Allotria‘ bedeutet „fremde Dinge“. Zusammen bedeuten diese Worte „jemand, der sich aufwirft als Aufseher über Dinge, die ihn nichts angehen“.
Dass Petrus allotriepiskopos in seiner Auflistung von Sünden aufnahm, könnte andeuten, dass einige Jünger – in ihrem Eifer für die Wahrheit und in ihrer Haltung gegen das Heidentum – in der Gesellschaft für Schwierigkeiten sorgten und dadurch über eine ernsthafte und berechtigte Sorge für das Evangelium hinausgingen. Manchmal handeln wir uns durch unser eigenes Verhalten unangenehme Folgen ein. Die Strafe oder die Einsamkeit, die Zerbrochenheit oder den Schmerz erleiden wir zu Recht.

Neurowissenschaften und die Kontroverse um den freien Willen

Dieses Zeitalter, es ist faszinierend. Wir befinden uns in der Postmoderne, wo die Möglichkeiten endlos scheinen und es die Zeit der Wahl ist. Wir haben die Wahl, jeglichen Beruf auszuüben, du hast die Partnerwahl, eine Wahl, was du isst (damit liegst du schon mal über dem Durchschnitt der Welt) und womit du heute deine freie Zeit verbringst. Danach loggst du dich wahlweise bei Facebook ein und änderst dein Profilbild, ganz frei. Heute ist deine Zeit, eine Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten. Weiterlesen

Ist das Christentum nur eine psychologische Krücke?

Oft hört man die Leute sagen: Das Christentum ist reine psychologische Projektion. Ein Mensch sucht nach einem Vaterbild und findet den tollen Vater bei den Christen. Doch ist das Christentum wirklich nur für die Schwachen, die nicht intelligenten und ängstlichen Menschen unter uns?
Sigmund Freud sagte einmal dazu:
“Jegliche Form von Religion ist reine Illusion, eine Erfüllung der ältesten, stärksten und dringendsten Wünsche der Menschheit…Wie wir bereits wissen; die Eindrücke unserer Hilflosigkeit in der Kindheit beschworen die Suche nach Schutz – Schutz durch Liebe – was wir durch einen Vater bekommen…Diese Rolle des göttlichen Schutzes gegen die Angst und die Gefahren des Lebens.”
Was er dem Christentum vorwirft, ist nichts als die akademische Version eines Volksglaubens: Christsein ist was für Schwache, die ihre Wünsche in einen nicht vorhandenen Vater projizieren. Doch ist das wahr? Hier einige Gründe, warum das gerade nicht so ist: Weiterlesen

1.Petrus 4,14. Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens Christi willen, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch.

Nochmals bezieht Petrus sich auf ein Jesuswort in Mt 5,11. Wenn ein Christ geschmäht wird (vgl. 1. Petr 3,9) um des Namens Christi willen, so ist er selig vgl. 1. Petr 3,14 zu nennen. Das betrifft nicht nur Schmähworte, sondern kann sich ebenso auch auf eine schmachvolle Behandlung beziehen. Jede Benachteiligung und jede Verfolgung geht Hand in Hand mit Verleumdung oder Beschimpfung. Für diesen Namen geschmäht zu werden, ist für alle, die ihn lieben, keine Schande, sondern eine Ehre. Alles, was wir um Christi willen zu erdulden haben, ist als Vorteil und nicht als Strafe zu erachten.
Der doppelte Genitiv „Geist der Herrlichkeit und Gottes“ ist als Genitiv der Ursache und des Besitzes zu verstehen: Von Gottes Wesen und Herrlichkeit geht der Geist aus und gibt an der Herrlichkeit und Lebensfülle Gottes und Christi Anteil (vgl. 2 Kor 3,18: „Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit“; auch 1 Kor 2,8). Im AT wurde die Herrlichkeit Gottes durch das Licht der Schechina repräsentiert, dieser leuchtenden, hellen Wolke, die die Gegenwart Gottes anzeigte (s. 2Mo 33,15 – 34,9). ruht auf euch. Das Ruhen des Geistes Gottes auf den Christen geht auf Jes 11,2 und 4.Mose 11,25 zurück, wobei mit der Gabe des Geistes Weisheit, Einsicht, Stärke, Prophetie und Freude an Gott geschenkt werden. Wenn ein Gläubiger leidet, ruht Gottes Gegenwart ganz besonders auf ihm und stärkt und erhebt ihn, damit er über sein körperliches Vermögen hinaus das Leiden ertragen kann (vgl. Apg 6,8-7.60; 2Kor 12,7-10).
Über die Erfahrungen von Verleumdung und Lästerung steht „der Name Christi“. Dass ein Leidender und Gescheiterter, von den Menschen Erledigter auf der Seite Gottes und seines Geistes steht, ja messianischer König sein soll, das duldet die Welt nicht, mögen seine Anhänger noch so anständig und zuverlässig sein. Dass sie die überall gepriesene Toleranz nicht teilen, in der jeder seine eigenen Götter wählen und alle möglichen religiösen Praktiken miteinander verbinden kann, macht sie gesellschaftlich unmöglich.
Aber nicht erst in einer fernen Zukunft, nein, schon jetzt mitten im Leiden ruht der Geist der Herrlichkeit auf der Gemeinde. Eben dort, wo alle Menschenherrlichkeit aufhört, beginnt Gottes Herrlichkeit; eben dort beginnt sich der Name Christi deutlich abzuzeichnen.

Selbstportrait

Vor einiger Zeit wurde ein Selbstportrait von Rembrandt unter einem anderen Werk des niederländischen Künstlers gefunden wurde? Mittels neuester Röntgentechniken haben Wissenschaftler ein Bild mit dem Titel „Alter Mann mit Bart” von Rembrandt untersucht. Zur großen Überraschung der Forscher befand sich unter diesem Bild noch ein weiteres Gemälde. Es ist wahrscheinlich ein frühes, unfertiges Selbstporträt des Künstlers. Es scheint wohl so,  dass Rembrandt dieses Selbstbildnis begann und dann später die Leinwand für sein Werk „Alter Mann mit einem Bart” benutzte. Diese Geschichte kann uns dabei helfen zu erkennen, welche Fehlschlüsse wir ziehen, wenn wir versuchen zu verstehen, wie Gott ist. Viele von uns sind mit dem Glauben aufgewachsen, dass Gott, genauso wie das erste Gemälde, ein alter Mann mit Bart ist. Schließlich porträtieren ihn geistliche Künstler meist in dieser Art und Weise. Wir sehen Gott nicht nur als ein altes, sondern vor allem ein distanziertes und sogar drohendes Wesen, das streng ist und schnell wütend wird, wenn wir seinen unmöglichen Ansprüchen nicht gerecht werden. Diese Vorstellung von Gott versperrt uns die Sicht auf das wahre Wesen Gottes, so wie auch der alte Mann in Rembrandts Gemälde die Sicht auf das Selbstporträt versperrt hat. Um eine Ahnung von dem zu bekommen, wie Gott wirklich ist, müssen wir unter die vielen Schichten der bekannten Denkmuster schauen. Dann können wir erkennen, dass Gott sich selbst in Jesus Christus offenbart hat. Wenn wir dies tun, dann tritt eine echte und unverfälschte Erkenntnis Gottes in unser Leben. In der Bibel steht, wenn wir Gottes wahres Wesen erkennen wollen, müssen wir nur auf Jesus Christus schauen. Nur dann können wir herausfinden, wie wichtig wir Gott sind. „Wer mich sieht, der sieht den Vater!”, erklärt Jesus in Joh. 14, 9.

„… Dein Stecken und Stab trösten mich!“

Es ist einer der bekanntesten Texte der Christenheit, der Psalm 23 – gleich neben dem Vater Unser und dem Apostolischen Glaubensbekenntnis. Wer ihn betet, stellt sich hinein in den Trost und die Geborgenheit, die in der Nähe Gottes zu finden sind.
Poetisch ist der Psalm ein Kleinod. Der Jhwh-Name rahmt das Gebet ein: „Jhwh, mein Hirte“ und „Rückkehr zu Jhwh (Tempel) lebenslang“. In der Mitte rühmt David: er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit „um seines Namens willen“. Bilder aus der Welt der Hirten leiten den Psalm ein. Er führt weiter zu einem Festmahl und endet im Gottesdienst im Tempel. Mit einem gekrümmten Hirtenstab ließen sich Schafe an den Hörnern oder Beinen führen und z.B. von der Herde trennen oder wie im Psalm durch die Gefahrenzone leiten. Der Stab zeigt die Gegenwart des Hirten an. Bemerkenswert sind auch die Beziehungsebenen: Ich-Er-Sprache im ersten Teil des Psalms und Ich-Du-Sprache im zweiten. Von Aussagen über Gott wechselt der Psalm zu einem Gespräch mit Gott. Emotional intensiver sind die direkten Reden. Der Sprachwechsel, der den Psalm teilt, erfolgt mitten in V. 4: „Du (bist) bei mir“. Wie der Anfangssatz „Jhwh (ist) mein Hirte“ ist auch dieser hebräisch ein Nominalsatz, mit dem strukturell der Einsatz der zweiten Strophe des Psalms markiert ist. Beide Sätze stehen somit parallel. Und an dieser Stelle der Wende von der Rede übe/-Gott zur Rede mit Gott steht das Wort von dem „Stecken und Stab“. Rede über Gott – das ist Theologie. Rede mit Gott – das ist vollzogener Glaube, Frömmigkeit, Spiritualität. Der Stab des Guten Hirten verbindet beides: das staunende Nachdenken, das Reflektieren über Gottes Welt und den vertrauenden Glaubensvollzug, der sich unmittelbar und persönlich an Gott wendet. Das ist auch nötig bei der Etappe durch das „Tal der Todesschatten“, wie auch bei der Festfeier „im Angesicht der Feinde“. Das Gebet in der Not wendet sich an den Gott, dessen Art zu handeln vorher nachdenkend beschrieben ist.
JHWH ist mein Hirte, (V1 A)
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue (V2B)
und führet mich zum frischen Wasser. (C)
Er erquickt meine Seele. (V3 C)
Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. (B)
Und ob ich schon wanderte im Tal des Todesschattens (4 A)
fürchte ich kein Unglück.
Denn Du bist bei mir. (A)
Dein Stecken und Stab trösten mich. (B)
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. (5 C )
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. ( C )
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, (V6 B )
und ich werde wiederkehren ins Haus JHWHs immerdar. (A)
Die zweistrophige Ringstrukturierung anhand grammatischer Muster ist angelehnt an W. Creighton Marlowe, David’s I-Thou Discourse: Verbal Chiastic Patterns in Psalm 23. SJOT 25:1 (2011), 105-15.
Anmerkung: Prof. Dr. Herbert H. (Clement.
Prof. Dr. Herbert H. Klement Professor an der STH Basel für Altes Testament  STH Perspektive Juli 2011

Fünf gute Argumente für Menschen die auf der suche nach Gott sind.

1: Jesus war ein guter Mensch. Ich bewundere ihn, aber er war nicht Gott.
Antwort: Jesus nahm für sich in Anspruch, „eins mit Gott“ zu sein (Joh. 10,30). Wenn Jesus nicht war, was er sagte, dann war er entweder ein Lügner oder ein Verrückter. Doch die Berichte derjenigen, die Jesus am besten kannten, zeigen, dass er weder log noch verrückt war. Petrus, ein naher Freund und Nachfolger von Jesus, sagte: „Er hat nie gesündigt und nie jemanden mit seinen Worten getäuscht“ (1. Petr. 2,22).
Alle seine Nachfolger verliessen ihn und verschwanden, als er verhaftet und gekreuzigt wurde (Matth. 26,56). Erst nach seiner Auferstehung erkannten sie, dass er die Kraft Gottes hatte, aus dem Tod aufzuerstehen und das Grab zu verlassen. Von da an waren die Jünger überzeugt, dass es sich lohnt, ihr Leben in seinen Dienst zu stellen, selbst wenn das ihren Tod bedeuten sollte. Aus Feiglingen waren mutige Menschen geworden. Sie hatten die Kraft und Autorität Gottes in der Auferstehung erkannt und erfahren.
2: Jesus war ein grosser Lehrer, aber nicht vom Tod auferstanden.
Antwort: Die Auferstehung ist einmalig. Jesus erschien über 500 Nachfolgern bei verschiedenen Gelegenheiten. Er sprach und ass mit ihnen. Sie sahen ihn nicht nur, sie berührten ihn auch. Aus scheuen, entmutigten und verängstigten Menschen wurden starke, optimistische und angstfreie Apostel. Es ist unvorstellbar, dass sie die Auferstehung Jesu nur vortäuschten. Denn ihr Zeugnis setzte sie nicht nur Angriffen und Gefahren aus, sondern brachte ihnen auch weder Anerkennung noch Status.
3: Jesus tat die in der Bibel berichteten Wunder nicht.
Antwort: Der jüdische Talmud bezichtigt Jesus der praktizierten Hexerei (vgl. den Babylonischen Talmud, Sanhedrin, 43a). Es gibt auch indirekte Hinweise auf solche Anschuldigungen in den Evangelien (vgl. Luk. 11,15; Joh. 8,48). Es fällt auf, dass die Feinde Jesu nie bestritten, dass er Wunder wirkte. Vielmehr behaupteten sie, er bewirke die Wunder durch teuflische Macht. Wenn die Zeitgenossen von Jesus – besonders auch seine Gegner – bestätigten, dass er ein Wundertäter war, dann mussten die Belege für seine Wunder stichhaltig sein.
4: Der wahre Jesus war nicht so, wie er in der Bibel beschrieben ist. Die Kirche veränderte die Bibel an einem ihrer Konzile.
Antwort: Dies ist ein populärer Mythos, der durch die tatsächlichen Hinweise entkräftet wird. Das erste eigentliche Kirchenkonzil fand erst 325 n.Chr. statt. Doch es gibt biblische Manuskripte, die viel älter sind. Es ist schwer vorstellbar, wie die Kirche die Bibel verändert haben soll, wenn Handschriften vorliegen, die vor dem vierten Jahrhundert verfasst wurden und bei denen nichts auf eine Überarbeitung schliessen lässt.
Der Handschriftenbefund der Bibel ist um ein Vielfaches besser als bei jeder anderen antiken Schrift. Über die „Gallischen Kriege“ im 1. Jahrhundert existiert nur gerade der Bericht von Cäsar. Ohne seine Schrift hätten Historiker keinerlei Aufzeichnungen dieser Kriege. Doch Cäsars Originalschrift existiert nicht mehr. Lediglich zehn Kopien davon blieben übrig und diese wurden zwischen 900 und 950 geschrieben. Trotzdem gelten diese Dokumente als Darstellung historischer Fakten.
Von der Bibel existieren über 14’000 alttestamentliche Handschriften, viele davon stammen aus dem 4. Jh. vor Christus. Und es gibt über 5300 Handschriften des Neuen Testaments, davon wurden nahezu 800 vor dem Jahr 1000 verfasst. Es ist unbegreiflich, warum ihre historische Zuverlässigkeit in Frage gestellt wird. Es gibt keinen Beleg, dass die frühe Kirche die biblische Beschreibung von Jesus verändert hat.
5: Es gibt keinen Beweis, dass Jesus jemals existierte. Er ist ein Mythos wie der Osterhase.
Antwort: Es stimmt nicht, dass die einzigen Berichte über Jesus in der Bibel stehen. Auch antike und säkulare Quellen erwähnen Jesus, zum Beispiel der römische Geschichtsschreiber Tacitus. Er nennt Jesus drei Mal. Auch Suetonius, Schreiber bei Kaiser Hadrian im frühen 2. Jh., berichten über Jesus. Es gibt ausserdem Anspielungen auf Jesus in den Schriften von antiken Autoren wie Thallus, Philo, Plinius dem Jüngeren, Galen, Celsus, Mara Bar Serapion und Lucian. Auch der jüdische Historiker Josephus und der Jüdische Talmud erwähnen ihn.
Quelle: factum Magazin
http://www.3d-zeitschrift.de/p/QPBSwQudcDXIA/factum_05_2012.html?k

Der Jakobusbrief

Der leibliche Bruder Jesu greift in seinem Brief zahlreiche konkrete und sehr lebensnahe Themen auf. Da spricht er beispielsweise über das richtige und das falsche Reden, über den Umgang mit Eigentum, über die Suche nach Glück und Zufriedenheit, über die Begrenztheit des Lebens, über schwierige Lebenslagen und über Zukunftsplanung.
Vor allem aber beschäftigt sich Jakobus aber mit dem biblischen Verständnis von „Glauben“. Demnach geht es beim „Glauben“ nicht nur darum, etwas für wahr zu halten oder keinerlei Zweifel mehr zu haben.
Biblischer „Glaube“ ist für Jakobus keine intellektuelle Diskussion, sondern eine tiefe Überzeugung, die sich im Denken, Leben und Reden niederschlägt. Unter anderem kommt Jakobus in diesem Zusammenhang auf den Teufel zu sprechen, der offensichtlich von der Existenz Gottes überzeugt ist, deshalb aber sicher nicht als „gläubig“ bezeichnet werden kann. Wer sagt, dass er / sie an Gott glaubt (= ihm vertraut) der will auch leben wie Gott es ihm sagt, denn Gott weiß schließlich am Besten, was für den Menschen gut ist und auch auf Dauer funktioniert. Anderenfalls handelt es sich bei diesem „Glauben“ nur um leeres Gerede. – Natürlich kann auch der „Gläubige“ gelegentlich Zweifel an einzelnen Aussagen Gottes haben, trotzdem aber hält er daran fest. Michael Kotsch

Wer’s glaubt: 16-Jährige Chinesin bricht zweimal hintereinander Weltrekord und schwimmt schneller als Männer

Wie dumm kann man öffentlich sein gedoptes Blut zur Schau stellen: Natürlich möchte niemand die kleine 16-Jährige Ye Shiwen des Betrugs bezichtigen, doch bei ihren Leistungen kommt man da eigentlich gar nicht mehr vorbei. Körperlich ist sie nicht auf einer Höhe mit anderen Schwimmerinnen, denn sie ist noch ein Kind. Sie schwimmt aber trotzdem schneller als die Männer. Das ist de Facto im Sport noch nie vorgekommen, vor allem im kraftraubenden Schwimmen ist das immens. Ryan Lochte, den Schwimm-Champion der Männer, hängt die 16-Jährige genauso ab wie die gesamte andere Konkurrenz.
“John Leonard, der Vorsitzende der Weltvereinigung der Schwimmtrainer, klagte die 16-Jährige bislang am deutlichsten an. Der Amerikaner verglich Ye mit den gedopten DDR-Schwimmerinnen. Dem Schlussspurt der Chinesin über 400 Meter Lagen verpasste er den Stempel “unmöglich”.”
“Ye sah aus wie Superwoman. Und immer, wenn jemand in der Geschichte unseres Sports aussah wie Superwoman, stellte sich später heraus, dass Doping im Spiel war”, sagte Leonard, der seit mehr als 40 Jahren im Geschäft ist: “Die letzten 100 Meter erinnerten mich an einige Schwimmerinnen aus der DDR und eine junge Irin im Finale über 400 m Lagen bei den Spielen in Atlanta 1996.”
Er spielte auf Michelle Smith an, die in Atlanta drei Goldmedaillen geholt und direkt unter Dopingverdacht gestanden hatte. Erst zwei Jahre später wurde sie vom Weltverband Fina wegen etlicher Dopingvergehen für vier Jahre gesperrt.”
http://www.spiegel.de/sport/sonst/olympia-2012-ye-shiwen-gewinnt-zweites-gold-a-847540.html
Mir tut das einfach nur weh, was da olympisch veranstaltet wird. Faire Sportsmänner gibt es doch kaum mehr. Fahrradfahren ohne Doping ist nicht mehr vorstellbar. Und die Grenzen der Medizin, um Doping zu entlarven, können leicht umgangen werden. Schade, aber es offenbart sehr viel über das menschliche Herz. Sie suhlen sich in ihren Goldmedallien, und fressen gutes Essen, weil sie mit Betrug Geld erkämpfen. Damit hat man gefälligst nichts zu tun!
Neige mein Herz nicht zum Bösen, / gottlos zu leben mit den Übeltätern; ich mag nicht essen von ihren leckeren Speisen. Psalm 141,4
Von: Simon