Wenn der Lehrer mit dem Teufel droh Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung

Mein Leserbrief an die SZ: Von Michael Sandweg
Methoden an evangelischer Privatschule – Wenn der Lehrer mit dem Teufel droht
Bibelfestigkeit spielt eine große Rolle, Homosexualität soll Sünde sein, Kindern werden offenbar merkwürdige
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/methoden-an-evangelischer-privatschule-in-muenchen-wenn-der-lehrer-mit-dem-teufel-droht-1.1500144

In diesem Artikel wird suggeriert, als wäre bei der Lukas-Schule in München „Fundamentalismus“ am Werk. Allein die Tatsache, dass hier schon der reine Glaube an das Wort Gottes, die Bibel, als Fundamentalismus bezeichnet wird, macht mich stutzig. Wie stellt sich die Autorin Tina Baier „Glauben“ denn vor? Dass man Mitglied einer Kirche ist, aber in Wirklichkeit nicht an das glaubt, was in der Bibel steht?
Weder findet man in dem Artikel eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen des Glaubens noch eine Darstellung des Unterrichtskonzepts der Lukas-Schule, auch keine Information über den erwähnten „Kreationismus“ oder über unterschiedliche Lehren der verschiedenen evangelischen Glaubensgemeinschaften. Man hat den Eindruck, dass hier überhaupt nicht recherchiert wurde, sondern nur die persönliche Meinung der Autorin transportiert werden sollte.
Unterschwellig wird es z.B. in dem Satz „Offenbar gibt es Eltern, die nichts von der fundamentalistischen Ausrichtung der Lukas-Schule wissen“. Der Satz ist regelrecht hinterhältig: Er unterstellt als Tatsache, dass eine fundamentalistische Ausrichtung vorhanden ist und dass es nur leider Eltern gibt, die das nicht wissen. Dabei wird weder belegt, dass die Lukas-Schule eine fundamentalistische Ausrichtung hat noch wird erklärt, worin eine solche besteht. Und dass im Schulbus Kassetten mit bestimmten Inhalt gehört werden, wird hier der Schule angelastet? Habe ich das richtig gelesen? Man hat den Eindruck, dass die SZ sich von einem unzufriedenen Elternteil hat instrumentalisieren lassen und sich nun dazu hergibt, eine Einrichtung öffentlich abzuschießen. Es ist mir schleierhaft, wie ein derart schlecht recherchierter Artikel durch eine redaktionelle Qualitätssicherung kommen konnte. Oder hat die SZ eine solche Qualitätssicherung gar nicht?
Ich kenne persönlich Kinder, die diese Schule besucht haben, und Lehrer, die an dieser Schule unterrichten: Ich kann überhaupt nicht bestätigen, dass die Aussagen in diesem Artikels zutreffen. Ich halte ihn für falsch, schlecht recherchiert und tendenziös. Wenn die Autorin ihre Meinung zum christlichen Glauben veröffentlichen will, dann soll sie das bitte auf der Meinungsseite tun und dadurch ihre Absicht korrekt kennzeichnen. Unter Berichterstattung hat das nichts zu suchen. Insbesondere habe ich eine Darstellung des pädagogischen Konzepts der Schule vermisst, das ja gerade vorsieht, Kinder auf der Grundlage christlicher Werte zu erziehen. Die Lukas-Schule ist hier vollkommen transparent und spielt mit offenen Karten: Jeder weiß, worauf er sich hier einlässt. Es geht dabei um Werte wie Nächstenliebe, Solidarität mit den Schwachen, Aufrichtigkeit.
Diese Werte haben ihre Grundlage in dem Glauben an einen Schöpfer, der über uns steht, der sich den Menschen mitteilt durch sein geschriebenes Wort (die Bibel), der jeden einzelnen Menschen kennt und liebhat und in Gemeinschaft mit ihm leben will.
Man kann davon ausgehen, dass Eltern, die ihre Kinder an einer Schule anmelden, sich vorher informieren, welche Besonderheiten die Schule hat. Ich glaube, die meisten Eltern, die ihre Kinder bei der Lukas-Schule anmelden, tun das ganz bewusst und genau wegen dieser besonderen Erziehung auf der Grundlage christlicher Werte.
https://www.facebook.com/michael.sandweg

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