Der Nutzen der Heiligen Schrift: 2.Timotheus3,14-17

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1. Die Heiligen Schriften zeigen den Weg zum Heil
In 2. Timotheus 3, 14-17 schreibt Paulus seinem jungen Mitarbeiter, warum er von der Heiligen Schrift, die er schon als ein kleines Kind kennen lernte, völlig überzeugt sein soll: „Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, und weil du von klein auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Jesus Christus ist“ (2Tim 3,14-15). Das zentrale Thema des Wortes Gottes ist also die Errettung des Menschen. Paulus verquickt die Bedeutung der Bibel völlig mit der Errettung. Und dennoch  ist es nicht das Wort Gottes, das uns errettet, sondern allein Jesus Christus. Die Bibel – und nur die Bibel – macht uns weise zur Errettung, die in Jesus Christus ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn was wüssten wir von Jesus Christus und von seinem Werk der Erlösung, wenn Gott es uns nicht offenbart und sogar schriftlich in die Hand gegeben hätte? Die Worte der Bibel sind also notwendig, um errettet zu werden. Ist demnach die Bibel ein magisches Buch? Macht der Besitz der Bibel aus Feinden Gottes Kinder Gottes? Nein, Paulus sagt ganz klar, was uns errettet: nämlich der Glaube, der in Jesus Christus ist. Glauben heißt Vertrauen. Wer darauf vertraut, dass Jesus für seine Sünden am Kreuz gestorben ist, und von daher um Vergebung seiner Schuld bittet, wird vor der ewigen Verdammnis gerettet werden. Wozu dann aber noch die Bibel? Paulus sagt zwar, dass uns der Glaube an Jesus errettet, aber dass die Bibel uns „weise“ für diesen Glauben macht. Wir wissen nämlich nur aus der Bibel, was Gott für uns getan hat, und dass er uns retten will. Ohne das, was Gott uns in der Bibel sagt, können wir nicht gerettet wer- den, obwohl die Rettung selbst durch Gottes Tat geschah und nicht durch einen Bericht davon. Das ist also die Aufgabe der Bibel, die Menschen von der göttlichen Wahrheit zu überzeugen, dass jeder Mensch ein Sünder vor Gott ist und es nur eine Rettung gibt. Was Paulus hier über die Schrift sagt, ist nach zwei Seiten hin abzugrenzen. Einerseits ist der Gedanke zu verwerfen, die Schrift selbst schaffe das Heil. Andererseits ist der Gedanke zu verwerfen, das Heil sei von der Schrift unabhängig. Vielmehr wäre uns das von Christus geschaffene Heil ohne die Offenbarung nicht zugänglich.

2. Ist aber damit die Aufgabe der Bibel erfüllt?
Für viele ist die Bibel göttliche Offenbarung, solange sie vom Heil spricht. Alles, was darüber hinausgeht, ist dagegen menschliches Beiwerk. Aber was sagt die Bibel selbst dazu? Lesen wir die Fortsetzung der Verse bei Paulus: „Die ganze [oder: alle] Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung [oder: Erziehung], zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen ist, zu jedem guten Werk völlig ausgebildet“. (2Tim 3,16-17) Mit der Errettung durch den Glauben, den man aus der Bibel gelernt hat, fängt also die Bedeutung der Bibel erst an. Nicht nur das, was uns über das Heil gesagt wird, ist wichtig, sondern „jede Schrift“ ist von Gott eingegeben. Hier muss auf den griechischen Grundtext eingegangen werden. Es gibt nämlich eine Übersetzung dieses Verses, die etwa sagt: „Jede von Gott eingegebene Schrift ist nützlich“. Man versteht das dann so, dass nur bestimmte Schriften oder be- stimmte Teile der Bibel inspiriert sind und diese dann nützlich sind. So rechtfertigt man die bibelkritische Unterscheidung zwischen dem, was von Gott kommt und dem, was Menschen überliefert haben und uns heute nur noch historisch interessiert. Aber im Griechischen stehen die beiden Aussagen gleichwertig nebeneinander: Die Bibel ist 1. von Gott eingegeben und 2. nützlich für die aufgeführten Dinge. Wenn die Bibel von Gott eingegeben, wörtlich „geistdurch- haucht“ ist, dann heißt das, dass in der Bibel das menschliche Wort, etwa des Paulus, und das göttliche Wort eine untrennbare Einheit eingegangen sind. Die Bibel ist nicht von Gott diktiert. Gott hat die Persönlichkeit der Schreiber nicht ausgeschaltet, sondern erst richtig eingeschaltet. Vom Koran oder vom Buch Mormon wird behauptet, Gott selbst oder ein Engel habe sie ursprünglich diktiert oder geschrieben. Daher, weil der Mensch unbeteiligt war, sollen sie von Gott stammen. Aber nur der Teufel arbeitet mit Zwang. Der Gott der Bibel hat die Schreiber der Bibel nicht gezwungen. Vielmehr haben Menschen in ihrem Stil, mit ihrer Erfahrung und in ihrer historischen Situation geredet und geschrieben, doch Gottes Geist hat es zugleich gebraucht, um Gottes Wort niederzulegen. Dass Menschen die Bibel geschrieben haben, ist für den Glauben sehr wichtig. Aber Gott hat gleichzeitig darüber gewacht, dass sie seinen Willen niederschrieben. So ist jede Schrift von Gott durch- haucht. Was ist nun der Sinn und der Nutzen der Bibel? Paulus nennt vier Dinge.
1. Die Bibel ist nützlich zur Lehre
Aus der Bibel erfahren wir also, wie Gott die Dinge sieht. Wir werden durch sie zu Schülern. Dies steht mit dem Missionsbefehl in Einklang, nachdem wir alle Menschen zu „Schülern“ (meist mit „Jüngern“ wiedergegeben) machen sollen und diese Jünger „alles lehren“ sollen, „was ich euch befohlen habe“ (Mt 28,18-20). Wenn Gott etwas in der Bibel nicht lehrt, wissen wir nicht, wie Er dazu steht, wenn Er aber etwas lehrt, ist das die vertrauenswürdige, universal gültige Wahrheit in menschlichem Gewand. Was die Bibel über die Schöpfung oder das Volk Israel lehrt, was sie an Angaben über die Geschichte oder den Menschen macht, welche ethischen Werte und Grenzen sie uns gibt, all das ist wichtig für uns. Vieles davon mag uns im Moment persönlich nicht unmittelbar betreffen, wie das Lehre oft so an sich hat, und dennoch ist es wichtig, es zu lernen.
2. Die Bibel ist nützlich zur Überführung
Aber Lehre ist nicht genug, um dem Sinn der Bibel gerecht zu werden. Gott möchte durch sein Wort nicht einfach Richtigkeiten in den Raum stellen, sondern Er möchte unser Leben prägen und verändern. Anhand der Bibel können wir prüfen, ob wir nach dieser Lehre leben. Die Bibel korrigiert unser falsches Denken und Handeln, sie überführt uns also. Nicht umsonst nennt sich die Bibel selbst einen „Spiegel“. Wie gefährlich es ist, nur die Lehre der Bibel zu kennen und nicht die eigenen Fehler dabei zu entdecken, beschreibt Jakobus, da solche Men- schen sich selbst betrügen (Jak 1,22-25).
3. Die Bibel ist nützlich zur Zurechtbringung.
Aber auch die Aufdeckung von Schuld, die Feststellung von Abweichungen von der biblischen Lehre allein, wird dem Sinn der Bibel noch nicht gerecht und kann eine rein theoretische Übung bleiben. Wie schrecklich wäre es, wenn die biblische Lehre unsere Fehler aufdecken würde, ohne weitere Hilfe anzubieten. Aber Gott deckt unsere Schuld nicht auf, um uns bloßzustellen oder auch nur, um unsere Vergangenheit zu bewältigen. Vielmehr möchte Er uns helfen, retten, zurechtbringen und uns eine bessere Zukunft ermöglichen. So zeigt uns die Bibel den Weg, wie wir über Buße und Umkehr auf den guten und richtigen, der Lehre entsprechenden Weg zurückkehren können. Die Bibel bietet uns also nicht nur das Gesetz, also das ‚So solltest du sein!‘, sondern auch das Evangelium, nämlich: ‚Durch Vergebung und Vertrauen auf Gott kannst du so sein‘.
4. Die Bibel ist nützlich zur Unterweisung in der Gerechtigkeit
„Damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig zugerüstet“. (V. 17) Selbst wenn die Bibel durch ihre Lehre unsere Schuld aufdecken würde und wir zurechtkämen, wäre das immer noch nicht alles. Gott möchte nicht nur, dass wir ständig aus unseren Fehlern lernen. Er möchte, dass wir im Vertrauen auf Ihn die Fehler erst gar nicht begehen. Dazu will uns die Bibel erziehen. Die Bibel warnt und tröstet. Das Wort „Unterweisung“ heißt eigentlich „Erziehung“. Erziehung bildet den Menschen nach Gottes Gedanken aus. Jeder hat die Möglichkeit, durch die Bibel eine lebenslängliche Ausbildung durch Gott persönlich zu erhalten und ein geistlicher „Erwachsener“ zu werden, der „durch Gebrauch geübte Sinne hat“ (Hebr 5,10). Was für eine herrliche Angelegenheit. Doch wie viele lassen sich das entgehen. Vergleichen wir die Bibel einmal mit einem Autoatlas, so sehr dieser Vergleich wie alle Vergleiche hinkt und nur einen Aspekt beleuchten kann. Die erste Funktion eines Autoatlasses ist es, recht zu haben. Er zeichnet einfach korrekt auf, welche Wege es von A nach B gibt. Aber was nützt mir das, wenn ich längst falsch gefahren bin – denn oft schlagen wir den Atlas erst auf, wenn wir merken, dass wir irgendwie völlig falsch gefahren sind. Doch wenn ich nun festgestellt habe, dass ich nicht von A nach B, sondern in eine ganz falsche Richtung unterwegs bin, zeigt mir der Autoatlas den besten Weg zu meinem ursprünglichen Ziel. Doch wer wirklich weise ist, konsultiert das nächste Mal den Autoatlas zuerst. Aus Schaden klug geworden fährt er gleich den richtigen Weg. Denn dafür ist der Autoatlas eigentlich da. So sehr er Verirrten hilft und Umwege aufklärt: Gekauft hat man ihn schließlich nicht, um Umwege zu fahren, sondern um sie zu vermeiden. So will uns auch die Bibel den richtigen Weg lehren, den falschen Weg aufdecken, den kürzesten Weg zurück zum eigentlichen Ziel zeigen, aber in letzter Konsequenz beibringen, lieber gleich von Anfang an den vertrauenswürdigen Weg Gottes einzuschlagen.
Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher
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