Der Mensch des 20. Jahrhunderts verlor eine sinnvolle Welt und ein Selbst, das in Sinnbezügen aus einem geistigen Zentrum heraus lebt.

Normal
0
21

false
false
false

MicrosoftInternetExplorer4

/* Style Definitions */
table.MsoNormalTable
{mso-style-name:“Normale Tabelle“;
mso-tstyle-rowband-size:0;
mso-tstyle-colband-size:0;
mso-style-noshow:yes;
mso-style-parent:““;
mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;
mso-para-margin:0cm;
mso-para-margin-bottom:.0001pt;
mso-pagination:widow-orphan;
font-size:10.0pt;
font-family:“Times New Roman“;
mso-ansi-language:#0400;
mso-fareast-language:#0400;
mso-bidi-language:#0400;}

Der Mensch des 20. Jahrhunderts verlor eine sinnvolle Welt und ein Selbst, das in Sinnbezügen aus einem geistigen Zentrum heraus lebt. Die vom Menschen geschaffene Welt der Objekte hat den, der sie schuf, in sich hineingezogen, und in ihr hat er seine Subjektivität verloren. Er wurde zum Opfer seiner eigenen Produkte. Aber der Mensch weiß noch, was er verlor und beständig verliert. Er ist noch Mensch genug, um seine Entmenschlichung als Verzweiflung zu erfahren. Er weiß keinen Ausweg, aber er versucht, sein Menschsein dadurch zu retten, daß er diese Situation »ohne Ausweg« zum Ausdruck bringt. Er reagiert mit dem Mut der Verzweiflung, dem Mut, diese Verzweiflung auf sich zu nehmen und der radikalen Drohung des Nichtseins zu widerstehen durch den Mut man selbst zu sein. Jeder Analytiker der gegenwärtigen existentialistischen Philosophie, Kunst und Literatur kann deren zweideutige Struktur aufzeigen: eine Sinnlosigkeit, die zur Verzweiflung treibt, ein leidenschaftliches Aussprechen dieser Situation und der erfolgreiche oder erfolglose Versuch, die Angst der Sinnlosigkeit in den Mut man selbst zu sein hineinzunehmen.
Der Mut zum Sein Paul Tillich Seite 141