„Gottesbilder“

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1. Der Gottesbilder-Laden 
Stellen Sie sich folgende Szene vor: Ein kleiner Laden, in dem Gottesbilder verkauft werden. Ein Verkäufer bedient die Kunden. (Ein Ehepaar mit Kind betritt den Laden:)
Verkäufer: Guten Tag, Sie wünschen?
Er: Wir brauchen ein Gottesbild.
V: Wie soll es denn aussehen?
Er: Tja, ich weiß nicht so genau
Sie: Es soll für unser Kind sein.
Er (deutet auf die Tochter): Für unsere Inge. Früher haben wir ihr das Lied beigebracht: „Paß auf, kleine Hand, was du tust (Wdh.); denn der Vater in dem Himmel schaut herab auf dich, drum paß auf, kleine Hand, was du tust.“
Sie: Aber in letzter Zeit haben wir den Eindruck, daß unsere Inge hinter unserem Rücken Dinge treibt, von denen wir nichts wissen. Da dachten wir, wir versuchen es mal mit einem richtigen Gottesbild.
Er: Es soll aussagen: Gott ist überall, er sieht alles und ahndet alles. Verstehen Sie, was ich meine?
V: Aber gewiß, Gott als Erziehungshilfe. (Holt Gott mit Rohrstock) Wie wär´s damit?
Er: Ein bißchen zu direkt.
Sie: Unsere Absicht soll ja nicht zu offensichtlich sein
V: (holt das Auge Gottes) Und wie gefällt Ihnen dieses hier?
Sie: O ja, sehr eindrücklich. Unheimlich. Das geht mir durch und durch.
Er: Das ist genau das, was wir, äh, was unsere Inge braucht
V: Ich finde es auch phantastisch.
Er: Inge, komm mal her. Was hast du da unter deiner Jacke versteckt? (Holt ein gestohlenes Poster aus ihrem Mantel hervor: Titel: – Smile – god loves you)
<B<SIE:Aber Inge! (Zum Verkäufer gewandt) Entschuldigen Sie bitte. Das ist mir sehr peinlich.
Er: (hält Inge „das Auge Gottes“ vor die Nase) Inge, Gott sieht alles!
(Sie bezahlen und gehen)
Vielleicht erscheint Ihnen diese Beschreibung etwas plump. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber es enthält doch auch ein Fünkchen Wahrheit. Gott als Erziehungshilfe – Gott als Seelentröster – Gott als Richter – Gott als … Die Bilder sind vielfältig. Suchen wir uns das aus, was uns in der jeweiligen Situation am besten zusagt? Bauen wir uns Gott selber zusammen, wie eine Anziehpuppe? Gestalten wir uns unser Gottesbild selber, so wie wir es brauchen können?
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Aber ich denke, es lohnt sich, einmal über die Gottesbilder nachzudenken, die wir in uns haben und mit denen wir umgehen. Diese Bilder sind oftmals tief eingegraben in unser Innerstes. Sie sind entstanden durch Menschen, die sie uns vermittelt haben; durch Erfahrungen, die wir gemacht haben; durch Einsichten, die wir gewonnen haben. Es sind Bilder, nicht Gedanken. Und diese Bilder haben erfahrungsgemäß einen tiefen Eindruck in uns hinterlassen.
Da ist ein kleiner Junge, dem im Kinderkreis das Lied beigebracht wurde: „Gib acht, kleines Ohr, was du hörst, denn der Vater im Himmel schaut herab auf dich…“ Und dann geht das Lied weiter, bis alle sieben Sinne unter „Kontrolle“ sind. Gott als der große Kontrolleur, der nur darauf achtet, ob ich etwas falsch mache?
Der Jugendraum war festlich geschmückt mit Girlanden und bunten Bändern. Die Jugendgruppe wollte feiern. Dabei diente das Kruzifix als Halt für die Bänder. Es war eben praktisch. Der Jugendleiter kommt rein, sieht das, und voller Emotionen sagt er: „Ihr habt nicht nur das Kreuz verhängt, sondern Jesus aus diesem Raum vertrieben!“
Ist Gottes Gegenwart von materiellen Gegen-ständen abhängig? Woher kommt die Angst? Der Soziologe A.Silbermann sagte einmal: „Alles, was aus Angst geschieht, trägt auch das Gepräge davon.“
Wundert es uns, wenn solche Gottesbilder nicht dazu angetan sind, unser liebevolles Vertrauen zu Gott, unseren Glauben zu wecken? Vielleicht sind es Bilder, falsche Bilder, die in uns oder in unseren Mitmenschen eine tiefe Abneigung gegen Gott und die Institutionen und Menschen, die mit ihm zu tun haben, hervorgerufen haben. Denn es gibt falsche Gottesbilder, die jede Zuwendung zu Gott zunichte machen. Es gibt auch selbstgemachte Bilder, die letztendlich nicht durchtragen. Wie kommt man nun zu einem „richtigen“ Gottesbild?
2. Biblische Gottesbilder
Gott – wer ist das? Mit dieser Frage schlagen wir Menschen uns von den Anfängen der Begegnung mit ihm herum, wie in der Bibel bezeugt ist.
2.1. Dabei ist die erste Entdeckung, die wir in der Bibel machen:
Gott ist Menschen begegnet. Sie haben etwas mit einem Gegenüber erlebt. Sie haben erfahren: Da ist ein DU an das Leben herangetreten und hat etwas bewirkt.
          Gott begegnet Abram, indem er ihn anspricht (1.Mose 12);
          Gott begegnet Mose im Dornbusch und stellt sich vor (2.Mose.3);
          Gott begegnet seinem Volk, indem er es durch die Geschichte führt;
          Gott begegnet Menschen durch Jesus (siehe die Evangelien).
Wann immer wir in der Bibel von Gott lesen, erfahren wir: Unser Gott ist ein Gott der Begegnung. Er will Beziehungen zu Menschen aufbauen und mit ihnen leben. Daher kann man nicht „neutral“ über Gott reden, sondern alles Sagen der Menschen der Bibel ist Zeugnis von Begegnungen und Erfahrungen. Gott wird nicht allein gedacht oder konstruiert, sondern er erweist sich als der, der in das Leben hineinwirkt. Gott will begegnen und damit macht er etwas mit denen, denen er begegnet.
So ist die Bibel ein Zeugnis von Gottesbegegnungen, die Menschen verwandelt haben. Neutral kann keiner dabei bleiben. Die Rede von Gott ist daher immer Zeugnis aus einer Betroffenheit heraus: So habe ich Gott erfahren! Und damit zeigt Gott uns immer ein kleines Stück seiner Wirklichkeit. Diese ist immer größer als das, was wir entdecken können. Vielleicht macht es uns etwas demütiger im Umgang mit anderen Gotteserfahrungen. Die entscheidende Einsicht aus dieser Gottessicht ist die Tatsache, dass Gott als unser Gegenüber angeredet werden will und kann.
2.2. Der verborgene Gott.
Martin Luther hat darauf hingewiesen, daß wir es in allem, was geschieht, mit Gott zu tun haben. Dabei können wir oftmals nicht erkennen, daß es sich um das Wirken Gottes handelt, zumal wenn Not und Elend die Menschen überfällt. Sein Handeln ist dann unseren Blicken verborgen. Die Einsicht, daß er es gut mit uns meint, ist uns manchmal verwehrt. Das macht uns Not, wenn die Lebenserfahrung nicht übereinstimmt mit dem Bild vom „lieben Gott“. Und dennoch wirkt auch in den für uns dunklen Erfahrungen der Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.
2.3. Der offenbare Gott.
Auf der anderen Seite zeigt uns Gott sein „Gesicht“. Er deckt sein Wesen vor uns auf, indem er uns in Jesus Christus begegnet. Alle Geschichten des Neuen Testaments wollen in uns das Bild Gottes malen, ihn uns vor Augen stellen. Sie sind Zeugnisse verschiedener Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen, die etwas von ihm „gesehen“ haben.
Jesus malt uns den Vater vor Augen. Man kann sogar sagen: Für uns Christen ist der in Fleisch und Blut erschienene Jesus das Gleichnis Gottes. Über jedes Gleichnis hinaus ist das Leben Jesu ein einziges Gleichnis, an dem wir erkennen, wie gut er es mit uns meint. Erlösend und vergebend ist er für den Menschen da. In ihm, dem lebendigen Gleichnis Gottes, ist das Bild Gottes für uns veranschaulicht
Das sind die Bilder, die Jesus von Gott zeichnet:
          Gott als Säemann (Mk.4)
          Gott begegnet den in Not Geratenen (Mk.6)
          Gott sucht mit den Verlorenen (Mt.18; Lk.15)
          Gott erhört Bitten (Lk.11)
          Gott geht mit Schuldigen um (Joh.8),
um nur einige zu nennen.
Daneben dienen viele andere Stellen dazu, das Bild Gottes in uns zu gestalten. Durch den Umgang mit der Bibel will Gott sein Bild uns einprägen. So heilen die falschen und selbstgemachten Gottesvor-stellungen in uns und ermutigen uns zu einem liebenden Vertrauen. Pastor Burkhard Merhof
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