Der Verlust von Freiheiten

“Ich bin davon überzeugt, dass die Mehrheit der ‘schweigenden Mehrheit’, Junge und Alte, den Verlust von Freiheiten hinnehmen werden, ohne ihre Stimme zu erheben, solange ihr persönlicher Lebensstil nicht bedroht ist. Und da persönlicher Friede und Wohlstand die einzigen Werte sind, die für die Mehrheit zählen, wissen die Politiker, dass sie nur diese Dinge versprechen müssen, um gewählt zu werden. Politik ist heute weithin nicht mehr eine Angelegenheit von Idealen – Männer und Frauen werden in zunehmendem Masse nicht mehr von den Werten “Freiheit” und “Wahrheit” bewegt -, sondern man versucht sich eine Wählerschaft sicherzustellen, indem man den Leuten die ‘Sahnetorte’ ‘persönlicher Friede’ und ‘Wohlstand’ anbietet. Die Politiker wissen, dass sich so lange kein Protest erheben wird, wie die Menschen diese Werte oder zumindest eine Fiktion dieser Werte oder eine Hoffnung darauf haben.” (Aus Francis Schaeffer, “Wie können wir denn leben?”)

Vorsicht „ismus”

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Zwölf Regeln für einen Glauben ohne Scheuklappen
Da Fundamentalismus seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in der Öffentlichkeit meist einfach als radikaler, gewaltbereiter, religiös motivierter Extremismus verstanden wird, könnte als kürzeste Definition ein militanter Wahrheitsanspruch gelten. Für eine sachdienliche Verwendung des Begriffs als Bezeichnung für Personen, Bewegungen und Gruppen schlage ich folgende Definition vor:
Fundamentalismus ist ein militanter Wahrheitsanspruch, der aus nicht hinterfragbaren höheren Offenbarungen, Personen, Werten oder Ideologien einen Herrschaftsanspruch ableitet, der sich gegen Religionsfreiheit und Friedensgebot richtet und nichtstaatliche oder nichtdemokratisch-staatliche Gewalt zur Durchsetzung seiner Ziele rechtfertigt, fordert oder anwendet. Dabei beruft er sich oft gegen bestimmte Errungenschaften der Moderne auf historische Größen und Zeiten, nutzt diese Errungenschaften aber zugleich zur Ausbreitung und schafft meist eine moderne Variante alter Religionen und Weltanschauungen. Weiterlesen

Kirche und bürgerliche Gesellschaft sind zweierlei.

Abraham Kuyper schreibt über das Verhältnis von Kirche und Gesellschaft:
Kirche und bürgerliche Gesellschaft sind zweierlei. Es wäre Selbstzerstörung der Kirche, wollte sie das Wohl der Gesellschaft ihr einziges Ziel nennen. Aber ebenso wenig darf die Kirche sich [so] stellen, als ginge die Gesellschaft sie nichts an. Vielmehr ist sie es, die Licht in ihre Dunkelheit, Leben in ihren Tod, Kraft in ihre Ermattung bringen muss. Nur die Kirche kann überall die heilige Freiheit verkünden, angesichts des Sklavenjobs, das die Gesellschaft quält.

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Buchbesprechung: Gott und Menschen lieben mit unserem ganzen Verstand

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In den USA gibt es bereits eine ganze Auswahl von Büchern, die sich mit dem evangelikalen Anti-Intellektualismus auseinandersetzen (ganz im Gegensatz zum deutschen Sprachraum, wo mir keine vergleichbare Veröffentlichung bekannt wäre). John Piper ist sich dieser Ausgangslage wohl bewusst und grenzt seine Publikation gegenüber Mark Noll und Os Guiness mit dem Hinweis ab, dass er weniger historisch bzw. pointiert schreibe (16). Um was geht es ihm? Piper zeigt auf, dass unser Denken ein Mittel ist, um Gott und Menschen zu lieben (15). „Ich ermutige Sie zu denken und gleichzeitig nicht davon beeindruckt zu sein, wenn Sie es tun.“ (17) Wer stolz ist, liebt nämlich Menschen nicht (20). Gott mit dem Verstand zu lieben bedeutet, die Fülle des von Gott geschenkten Reichtums wahrzunehmen und auszudrücken. Weiterlesen

„Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten“ (Ex 23,1).

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Die heutige Tageslosung lautet: „Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten“ (Ex 23,1).
Die Frage ist: Gibt es auch richtige Gerüchte? Und sind das dann keine Gerüchte mehr? Wörtlich heißt es: Du sollst nicht „leeres Gehörtes aufheben“ (לֹ֥א תִשָּׂ֖א שֵׁ֣מַע שָׁ֑וְא). Die Verbreitung aufgeschnappter sprachlicher Leerhülsen ist eine Lieblingsbeschäftigung frommen Zeitvertreibs und auch mir zuwider. Der Nachsatz deutet dies stilistisch als Parallelismus membrorum im Sinne der Verleumdung als falscher Zeuge: „Reiche deine Hand niemandem, der Unrecht tut, indem du ein Zeuge der Gewalt bist.“ Damit ist nicht die Sprachgewalt gemeint, die bei „leerem Gerede“ ohnehin nicht zu erwarten ist. Auch sprachliche Leerhülsen über Gott zu verbreiten – und seien sie noch so fromm und gottergeben – bedeutet als falscher Zeuge gegen Gott auftreten. Kim Strübind Facebook am 05.02.14 https://www.facebook.com/Kim.Struebind.Oldenburg?hc_location=timeline

Die Historie hat aufgehört zu existieren

Zitat

Winston Smith, der Held von George Orwells Roman 1984, ist Angestellter im sogenannten Wahrheitsministerium. Seine Aufgabe besteht darin, Bücher und Zeitungsberichte umzuschreiben, also rückwirkend zu verfälschen. Seine Freundin Julia ist jünger als er, sie ist unter dem Regime des Großen Bruders aufgewachsen. Eines Tages sagt er zu ihr: »Ist dir klar, dass die Vergangenheit tatsächlich ausgelöscht worden ist? Alle Dokumente sind entweder vernichtet oder gefälscht worden, jedes Buch hat man umgeschrieben, jedes Gemälde neu gemalt, jedes Denkmal, jede Straße und jedes Gebäude umbenannt, jedes Datum geändert. Die Historie hat aufgehört zu existieren.«

Worüber darf ich als Christ lachen?

Albert Einstein sagte einstmals zu Charlie Chaplin, dass er ihn beneide: Alle Menschen verstünden seine Kunst und bewunderten ihn. Darauf sagte Chaplin: Ich beneide Sie noch viel mehr, denn kein Mensch versteht Sie und trotzdem werden Sie von allen bewundert.
Als ich dieses Zitat (und einige andere) gelesen habe, habe ich herzhaft darüber gelacht. Manchmal passiert es mir auch, dass ich reflexartig über Dinge lache, die eigentlich eher ernst wären (gewissermaßen ist das dieses Zitat ja auch). Kennst du das auch? Warum ist das so? Sicher spielen hier verschiedene psychologische, soziale und auch medizinische Aspekte eine Rolle. Hintergründe für unser Lachen können z.B. Freude, Zustimmung, Ausgleich, Verachtung, Geringschätzung oder Selbstschutz sein, etwa um eine peinliche Situation zu entschärfen. Lachen findet sogar in manchen Therapien Anwendung, da durch die Ausschüttung von Hormonen das Immunsystem gestärkt und dadurch Krankheiten vorgebeugt werden soll.
Ist es aber möglich völlig zu kontrollieren worüber man lacht? Die Fragestellung: „darf ich“ oder „darf ich nicht“ ist aus meiner Sicht nämlich nur dann angebracht, wenn es tatsächlich so wäre. Es gibt Christen, die in ihrem Alltag nach den Kategorien „darf ich“ und „darf ich nicht“ handeln. Als Grundlage für diese Art der Lebensführung wird – wie könnte es auch anders sein – die Bibel angegeben. Denke ich jedoch einen Augenblick über die oben gestellten Fragen nach, komme ich recht schnell zu dem Schluss, dass dies ein sehr mühsames und unsicheres Christenleben sein muss. Was sagt eigentlich die Heilige Schrift zu diesem Thema? Verlangt sie hier vielleicht sogar totale Selbstbeherrschung?
Als ich die Bibel zum Thema „lachen“ untersucht habe, habe ich einmal mehr erlebt wie diese immer wieder Überraschungen bereit hält: Im Alten Testament gibt es zwei hebräische Verben für „lachen“, von denen eines nur einmal neutral verwendet wird (Pred 3,4), ansonsten werden beide insgesamt 20x durchgehend im Sinne von „auslachen“ gebraucht. Das Neue Testament kennt ebenfalls zwei griechische Verben, die allerdings insgesamt nur vier Mal vorkommen, davon drei Mal im Sinne von „auslachen“ oder „sich lustig machen“. Was sollen wir davon halten? Nun, die Bibel gibt uns ein erfrischend menschliches Bild davon wie und worüber Menschen lachten, sie macht jedoch keinerlei Vorschriften! Wir können darüber lesen wie Menschen über andere Menschen lachten (Hi 30,1; Spr 29,9), wie über Jesus gelacht wurde (Mk 5,40) und sogar wie Gott über Menschen lacht (Ps 2,4; 37,13). Es handelt sich fast durchgehend um spontane oder reflexartige Reaktionen auf Umstände und Einflüsse, die von den Verfassern meist nicht weiter gewertet werden.
Ich für meinen Teil finde, dass auch die Aussage, die Charlie Chaplin gemacht haben soll – soweit es ums Lachen im positiven Sinn geht – eine wertvolle ist: „Ein Tag ohne lachen ist ein verlorener Tag.“
Was du auch tust, tu es in Fröhlichkeit. Dann tust du das Rechte und tust es gut. Augustinus
Oder wie Calvin gesagt hat.
Es ist nirgendwo untersagt, zu lachen oder …
Es ist nirgendwo untersagt, zu lachen oder sich zu sättigen oder neue Besitztümer mit dem alten, erhabenen zu verbinden oder zum Klang der Musik sich zu erfreuen oder Wein zu trinken. Institutio III, 19,9 Johannes Calvin

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2.Petrus 2,1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben.

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In der gesamten Heiligen Schrift finden wir wohl kaum ein Kapitel, das wie dieses zweite Kapitel des zweiten Petrusbriefes so voller Warnungen, Drohungen und Hinweise auf Verdammnis, Verderben und Zerstörung ist. Es gibt in der Bibel nicht seinesgleichen. Hierbei machen wir uns bewusst, dass der Apostel den Empfängern seines Briefes helfen will, der Zukunft gelassen entgegenzusehen, denn es ist ihre Zukunft. In einer für das Neue Testament charakteristischen Weise bereitet er sie auf die Zukunft vor. Was er ihnen sagt, sind vorwiegend ernste Mahnungen, ja Warnungen. Nachdem er sie zuvor an die großen, unerschütterlichen Wahrheiten, in denen sie gegründet waren, erinnert hat, beginnt er nun mit seinen Ermahnungen.
Petrus spricht nicht wie Johannes (1 Jo 4, lff) von „falschen Propheten“ in den Gemeinden, sondern von Pseudo-didaskaloi = Lügenlehrern, wobei auch hier die gleiche doppelte Lüge gemeint sein wird: sie geben sich als „Lehrer“ aus, ohne von Gott als solche berufen zu sein, und sie bringen inhaltlich Irrlehre. Die „Lehre“ spielt im NT eine wichtige Rolle und bildet für den Aufbau einer Gemeinde die Grundlage; darum ist sie auch als Gabe und Auftrag von Gott bestimmten „Lehrern“ anvertraut (vgl. 12, 7; 1 Ko 12, 28; Eph 4, 11; Jak 3, 1).
Wie hoch Paulus das Lehramt schätzt, zeigt sich an zwei Stellen, 1. Tim 2,7; 2. Tim 1,11, wo er sich „Herold und Apostel und Lehrer (der Heiden)“ nennt.
„Volk“ steht im NT für Israel (vgl. Apg 26,17.23). Die Gefahr für die Gemeinde kommt von innen heraus. Wie zur Zeit des AT kommt auch jetzt die Verführung der Gemeinde aus ihrer Mitte, aus dem „Volk“. Damals waren es die „falschen Propheten“ (z. B. z. Zt. Elias: 1 Kön 18f. (Baalspropheten genannt); Jes 28,7ff.; Jer 6,13ff.; 28; Hes 13; 5. Mo 13,2-4).
Irrlehren“ Der griech. Begriff (haireseis – „Häresien“,) bezeichnete ursprünglich ganz einfach Gruppen oder Sekten in einem neutralen Sinn (vgl. „Sekte“ in Apg 24,5). Der Apostel Paulus benutzte ihn für die Parteiungen, die sich in manchen christlichen Gemeinden gebildet hatten (1. Kor 11,19; Gal 5,20). Sehr bald wurde das Wort jedoch zum Oberbegriff für die speziellen Lehrmeinungen solcher Gruppen.
Das unübliche Wort für „Herrn“ kommt im NT zehnmal vor und bezeichnet jemanden mit höchster (menschlicher oder göttlicher) Autorität. Petrus warnt hier davor, dass falsche Propheten die souveräne Herrschaft Jesu Christi leugnen. Der Begriff, den Petrus hier verwendet, spricht von einem menschlichen Herrn, der einem Haushalt vorsteht. Dieser Herr hat Sklaven gekauft und die Sklaven schulden dem Herrn als ihrem Oberhaupt Treue (eine atl. Parallele findet sich in 5Mo 32,5.6, wo es heißt, dass Gott Israel erkauft hat, obwohl das Volk ihn verwarf).
Das Attribut verderbliche (apōleias) weist auf „völligen Untergang“ hin und spricht von der endgültigen und ewigen Verdammnis.
Das Wort erkauft (agorazō) bedeutet „erwerben“ oder „vom Markt kaufen2“ und ist in diesem Kontext vergleichbar mit der Situation in 5. Mose 32,5-6 (vgl. Zeph 1,4-6). Die Irrlehrer zur Zeit des Petrus behaupteten, dass Christus ihr Erlöser sei. Sie weigerten sich aber, seine souveräne Herrschaft anzuerkennen, wodurch sie ihren wahren Charakter als nichtwiedergeborene Feinde der biblischen Wahrheit offenbarten.
Die bloße Tatsache, daß eine Botschaft innerhalb der Kirche verkündigt wird, ist keine Garantie für ihre Wahrheit.

Liebe und tue, was du willst II

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Die erste Gnade, die Gott dem Menschen schenkt, ist ein Gebot.
Um das Thema “Gesetz” herrscht unter Christen grosse Verwirrung. Der Begriff “gesetzlich” wird inflationär verwendet.  Ron Kubsch geht in diesem wichtigen Aufsatz dem Begriff des Gesetzes nach:

  1. Das Gesetz im Alten Testament: “Das Gesetz ist im Alten Testament kein Mittel, um in die Gottesgemeinschaft zu gelangen. Das Gesetz ist Gottes bewahrende Weisung an die schon Auserwählten. Indem die Berufenen gemäss diesen Bestimmungen leben, zeigen sie ihre Bundestreue.”
  2. Das Gesetz bei Jesus Christus: “Jesus hat ber das alttestamentliche Gesetz nicht nur bestätigt und eschatologisch zugespitzt, er hat es vor allem erfüllt (Mt 5,17) und dadurch alles getan, was die Gerechtigkeit, die vor Gott zählt, verlangt (vgl. Mt 3,15).”
  3. Das Gesetz und die erste Gemeinde: “Die für die Heidenmission wegweisende Entscheidung fiel auf dem Jerusalemer Apostelkonzil im Jahre 49 n. Chr. (Apg 15). Zugunsten der Gemeinschaft aller Christen wurde von den Heidenchristen nur die Einhaltung der noachitischen Gebote erwartet.”
  4. Das Gesetz bei Paulus: “Der Schlüssel für den christlichen Zugang zum Gesetz liegt m. E. beim richtigen Verständnis von ‘Liebe’.”

In den Schlussbemerkungen schreibt Kubsch mit Bezug auf Augustinus:
Wenn der gleiche Augustinus in seinem Kommentar zum 1. Johannesbrief schreibt: ‘Liebe und tue, was du willst’, dann predigt er keine Liebe ohne Gesetz, sondern fokussiert auf die Liebe, die den Menschen freisetzt, mit Freude das zu tun, was Gott gefällt, ganz im Sinne von Joh 14,15, wo Jesus sagt: ‘Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten’ (vgl. 1Joh 3,24; 5,3). Gemeint ist also die LIebe, die Glaubenden durch den Heiligen Geist geschenkt ist und die den Willen des Vaters im Himmel sucht (vgl. Röm 5,5).
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