2.Petrus 2, 5 und hat die frühere Welt nicht verschont, sondern bewahrte allein Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben andern, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte;

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Der zweite Petrusbrief kennt drei Welten: die alte Welt vor der Sintflut, die heutige und die kommende Welt (3,13). Auch die alte Welt war Gottes Schöpfung, die er liebte; denn „er sah, daß sie sehr gut war“ (Gn 1,31).
Die Sintflut spielte offenbar im Denken des Apostels eine besondere Rolle, denn er nimmt nicht weniger als dreimal in seinen beiden Briefen Bezug auf dieses Ereignis (1. Petr 3,20; 2. Petr 2,5; 2. Petr 3,6). Noah … mit sieben andern heißt im griechischen Urtext eigentlich „Noah, die achte Person“. Die sieben anderen waren seine Frau, seine drei Söhne (Sem, Ham und Jafet) und deren Frauen (1. Mose 6,10.18).
Noah war ein rechtschaffener und frommer Mann (1. Mose 6,9), ein gehorsamer Knecht Gottes, der Erbauer der Arche (1. Mose 6, 13 – 22). Petrus setzt noch hinzu, dass er ein Prediger der Gerechtigkeit gewesen sei, der gegen die Schlechtigkeit und Verdorbenheit um ihn herum anpredigte. Nach der Sprache seiner Zeit war er ein Herold ein hoher Begleiter eines Fürsten, der Bote (nicht der Gesandte, der verhandeln darf!), der mit lauter Stimme die Anordnungen seines Herrn zur Geltung bringen muss, ohne einen Verhandlungsspielraum zu haben; so versteht sich Paulus (1. Tim 2,7; 2. Tim 1,11), der Herold und Apostel.
Noah stand gegen die ganze damalige Welt als Herold der Gerechtigkeit. Als fromm und ohne Tadel, mit Gott wandelnd, ist Noah in 1 Mo 6, 9 ausdrücklich gekennzeichnet. In Hebr 11, 7 bezeichnet auch Noahs Gerechtigkeit ausdrücklich als „Gerechtigkeit des Glaubens“ und stellt so Noah unmittelbar neben Abraham, der für die paulinische Rechtfertigungsbotschaft in Rö 4 die vorbildliche Gestalt ist. Zum Herold aber musste er notwendig werden, wenn er im Glaubensgehorsam gegen Gott mitten auf dem trockenen Land ein großes Schiff zu bauen wagte. Welches Aufsehen musste das erregen, mit welchen Fragen mag er bestürmt worden sein! In seiner Antwort musste er von den Sünden seiner Umwelt sprechen und von Gottes Gerechtigkeit und dem kommenden Gericht ebenso.
Der Ausdruck Gottlose (vgl. 2,6; 3,7; Jud 4.15.18), charakterisiert die Menschen der alten Welt mit einem Wort – ein Begriff, der verdeutlicht, dass unter ihnen absolut keine Verehrung, Anbetung oder Furcht Gottes zu finden war (vgl. Mat 24,11.24; 1Jo 4,1-3; 2Jo 7). Die frühen Kirchenväter benutzten das Wort für Atheisten und Häretiker.
Das Hauptgewicht von 2. Petrus 2,5 liegt auf der Tatsache, dass Gott sich nicht scheute, die vorsintflutliche Zivilisation und ihre Menschen, die frühere Welt … der Gottlosen, zu vernichten. Hoffen die falschen Lehrer zur Zeit des Petrus vielleicht, sie könnten dem göttlichen Gericht entgehen, weil sie so viele sind? Der Apostel tritt solchen irrigen Vorstellungen bei den falschen Lehrern selbst und auch bei denen, auf die sie es abgesehen haben, mit dem unwiderleglichen Hinweis entgegen, dass Gottes Gericht über das Böse nicht einmal vor der Vernichtung der gesamten Menschheit (bis auf acht Menschen) halt machte.