Erst sehen, spüren, fühlen …

Ist das nicht auch das Glaubensleben vieler, vieler heutiger Jesusnachläufer? Erst will man einmal sehen, spüren, fühlen, ehe man überhaupt glauben will. Glaubt man dann so leidlich, so hat man doch nur den unseligen Thomasglauben, der immer vom Sicht- und Spürbaren abhängig, also immer schwankend bleibt und deshalb nicht selig gesprochen werden kann. Das ist der Glaube ohne Glaubensgeheimnis, der bange Glaube ohne Zeugnis, Siegel, Wissen und Gewissheit, der Glaube vor »jenem Tage«. Was fehlt dir, wenn das dein Glaube ist? Höre! Deinem Glauben fehlt noch die Kraft aus der Höhe! Deinem Glauben fehlt noch die Loslösung von der sichtbaren und die Bindung an die unsichtbare Welt! Deinem Glauben fehlt noch die Offenbarung und Verklärung Christi in dir durch den Heiligen Geist (Joh 16, 14.15)! Fritz Binde, Vom Geheimnis des Glaubens.