Trump macht Angst

Dass im Wahlkampf nicht gerade sanft und sachlich miteinander umgegangen wird, daran ist man zwischenzeitlich gewöhnt. Die massiven Ausfälle und Beschimpfungen mit denen der amerikanische Präsidentschaftskandidat der Republikaner Donald Trump immer wieder von sich reden macht, lassen einige dann aber doch erschrecken. Selbst viele amerikanische Evangelikale, sonst klassische Republikaner- Wähler, gehen auf Distanz zu dem polemischen Polterer.
Wirklich praktikable Vorschläge kommen von dem Milliardär auch nur selten. Vor allem macht er stattdessen deutlich wogegen er ist, nämlich gegen so fast alles, was derzeit politisch momentan so entschieden wird. Vor allem wird Trump von seinen Anhängern geliebt, weil er Präsident Obama gnadenlos kritisiert, weil er auf amerikanisches Nationalbewusstsein pocht und weil er sich für eine konservative Ethik ausspricht, insbesondre bei der Sexualmoral. Doch ob das reicht, um die mächtigste Nation der Welt zu führen, das dürfte mehr als fraglich sein.
Wenn Trump wider Erwarten jedoch Präsident der USA werden sollte, und er auch nur einen kleinen Teil von dem umsetzt, was er jetzt seinen Wählern angekündigt hat, dann dürfte es weltweit vor allem deutlich mehr Konflikte und Konfrontationen geben.
Zwischenzeitlich gehen selbst einflussreiche Republikaner wie Senator John McCain und der Präsidentschaftskandidat Mitt Romney auf Distanz zu Trump. Sie scheinen zu ahnen, dass Trump als republikanischer Präsident wahrscheinlich nicht nur seinem Land, sondern auch der eigenen Partei schweren Schaden zufügen dürfte.
Der Republikaner Mitt Romney: „Donald Trump ist ein Schwindler und Betrüger. Seine Versprechen sind so wertlos wie ein Abschluss an der Trump-Universität.“ Trump fehle das Urteilsvermögen eines stabilen und umsichtigen Staatsmannes, kritisierte Romney. Er missbrauche die Ängste der Bürger und mache Muslime und Einwanderer aus Mexiko zu Sündenböcken. Er befürworte Folter und wolle die Freiheit der Presse einschränken. Auch sei er als notorischer Angeber und Provokateur charakterlich ungeeignet für das Präsidentenamt.
Mit seiner protektionistischen Wirtschaftspolitik werde Trump Amerika in Handelskriege verwickeln und in eine Rezession stürzen, warnte Romney. Seine Außenpolitik werde Amerika und die Welt unsicherer machen. Anders als von Trump behauptet, sei dieser kein Unternehmer-Genie. Es gäbe da eine lange Liste von gescheiterten Geschäftsprojekte: von der Trump-Universität über Trump-Airline bis zum Trump-Steak.
Christen hoffen auf einen konservativeren, amerikanischen Präsidenten, der biblische Werte stützt, gleichzeitig aber auch an die Bedürftigen und Schwachen denkt, der sich mit vernünftigen Mitteln für den Frieden in der Welt engagiert und sich der verfolgten Christen annimmt. Es sollte aber auch ein Mann sein, dessen Persönlichkeit und Auftreten christlichen Werten entspricht. Einen bloßen Demagogen können Gläubige kaum unterstützen.
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