Dekonstruktion der klassischen Trinität a la Zimmer

Dekonstruktion der klassischen Trinität a la Zimmer. „In der Bibel gibt es keine Trinitätslehre“; wie von Osterhase, Tannenbaum und Kirchturm steht auch von dieser nichts in der Bibel. Und für Jugendliche sei sie auch nichts (dass manche Lehren für die frommen Nichtprofis nichts seien, vertrat schon Erasmus, Luther widersprach heftig). Anstatt uns die Dreieinigkeit anständig und zeitgemäß zu erklären, nimmt sich Zimmer ausführlich Zeit, „das Herz der Muslime zu öffnen“.
Mit der Auferstehung seien Jesus Dinge „zugewachsen“, die vorher „unmöglich waren“. Rückfrage: War der vorösterliche Christus nicht Gott, nicht der Gottmensch? Zimmer nennt im ganzen Vortrag Jesus nicht ein einziges Mal Gott, nur einmal sagt er Vater, Sohn und Geist sind Gott. „Ich und der Vater sind eins“ sei noch nicht im Sinne der Trinität gemeint, keine Wesenseinheit. Ist die Trinität dann entstanden? Ist der Sohn nicht ewig? Fragen über Fragen.
Er sei kein „Jünger der Trinitätslehre der Alten Kirche“, die er für „hochproblematisch“ und „starr“ hält. Praktisch kein gutes Wort zum Ringen der Kirchenväter und Nicäa usw. Die trinitarische Leseweise des NTs sei manipulativ. Das blosse Nachsprechen der alten Aussagen und Lehren sei nicht mehr möglich. Zimmer will einen Neuanfang, übrig bleibt das „väterliche Herz Gottes“ und der Gott, dem „es um das Leben geht“, „Gott ist das wahre Leben“, wir sollen Anteil bekommen an der Lebendigkeit Gottes als Ziel. Gott ist ein Beziehungswesen. Alles richtig. Aber warum polemisiert er x-Mal gegen die altkirchliche Lehre („drei Personen – furchtbar!“) und bietet uns dann nur ein armes „irgendwas ist beim Sohn anders als beim Vater“?
Zimmer betätigt sich mal wieder als Taschenspieler. Gegen Ende wird gar nicht schlecht die praktische Relevanz der Trinität verdeutlicht (obwohl die Polemik gegen Allmacht und Autorität unnötig ist; hier präsentiert er puren Moltmann). Doch über das „Beziehungen in Gott“ kommt er in eineinhalb Stunden kaum hinaus. Eine wirkliche Trinitätslehre über das Zueinander von Vater, Sohn und Geist entwickelt Zimmer gar nicht. – So sieht die theologische Bildungsoffensive im Stil von Worthaus aus. Da nimmt man sich besser ein klassische Dogmatik zur Hand. Holger Lahayne
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Da atmen nicht nur seine muslimischen Studenten auf, wenn Siegfried Zimmer verkündet: „Ihr dürft die Lehre von der Trinität komisch finden!“ Es ist schließlich eine Lehre, die in der Bibel gar nicht erwähnt ist, die erst im dritten Jahrhundert nach Christus entwickelt wurde, eine Lehre, die selbst d… http://worthaus.org/mediathek/trinitat-was-soll-das-5-12-1/