Warum Evangelisation so wichtig?

John Stott  wurde immer wieder gefragt: „Warum ist Ihnen denn die Evangelisation so wichtig? Ist denn nicht heute vor allem dies dran, gegen weltweite Nöte und gegen weltweite Ungerechtigkeit etwas zu tun? Hören Sie denn nicht das Schreien der Verhungernden?“ – „Doch, das tue ich“, antwortete John Stott, „aber Gottes Geist hat mir auch die Not derer vor Augen gestellt, die ohne einen Erlöser ewig in Gott-Ferne bleiben! Ich bekomme das Schreien dieser Verlorenen nicht aus den Ohren!“ – „Der Geist wird euch in alle Wahrheit leiten!“

Schon bald ist das Leben vorbei

Vor wenigen Tagen starb Emma Morano aus Pallanza am Lago Maggiore. Ich kannte sie nicht, weshalb sich meine Trauer in Grenzen hält. Und überhaupt hatte sie nicht viele Freude, zumindest nicht mehr. Bekannt geworden ist sie in erster Linie aufgrund ihres Alters. Für rund ein Jahr war die 1899 geborene Italienerin der älteste lebende Mensch der Welt. Ein besonderes Rezept fürs Älterwerden kannte sie nicht. Weder aß sie nur vegetarisch noch betrieb sie außerordentlich viel Sport. Ihr Leben war eher hart und von schmerzhaften Einschnitten gekennzeichnet. Ihr erstes Kind starb schon nach wenigen Monaten. Ihr Mann schlug sie regelmäßig, ehe sie sich von ihm trennte. Sie wuchs auf in einer Zeit der Monarchien, lange vor dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg, der ersten Mondlandung und der Erfindung des Computers. Nun ist sie tot.
Sterben muss jeder! Das gehört bekanntlich zu den Dingen, die absolut sicher sind. Allerdings sind die wenigsten Menschen wirklich auf ihr Ende vorbereitet. Die meisten versuchen jeden Gedanken an ihre eigene Sterblichkeit möglichst effektiv zu verdrängen. Sie denken an Personen, die noch viel älter sind als sie. Sie machen detaillierte Pläne für die weitere Zukunft, als ob das auch deren Umsetzung garantieren würde. Mit jedem Jahr ernähren sich gesünder und verwenden immer mehr Stunden ihres Lebens auf Sport und Arztbesuche. Sie vermeiden Berührungen mit dem Thema Tod und mit leidenden, sterbenden Menschen. – Verdrängung oder Flucht sind in Hinsicht auf den Tod aber keine wirklich weiterführenden Reaktionen.
Tatsächlich ist der Tod kein punktuelles Ereignis, sondern ein Prozess. Für manche beginnt das Jahre vor dem eigentlichen Ende. Andere sind zwar lange körperlich fit, geistig aber lange schon nicht mehr von dieser Welt. In gewisser Weise beginnt der Tod bereits mit der Geburt, spätestens jedoch mit der deutlichen Verlangsamung der biologischen Erneuerungsprozesse ab dem 20.Lebensjahr. Wenn dann irgendwann das Herz stehenbleibt, dauert es noch Stunden ehe der ganze Körper wirklich tot ist.
Der Tod ist unheimlich, weil er einen einzigartigen Einschnitt bildet und unumkehrbar ist. Auch der Trost antiker Philosophen, dass man vom Tod keine Angst haben müsse, weil man ja nicht mehr da sei, wenn von einem Besitz ergreife, kann nicht wirklich trösten. – Sterben ist schwierig, zweifellos. Meistens ist es mit Schmerzen, Verlust und Ungewissheit verbunden. Vieles für das man gelebt und gekämpft hat wird spätestens jetzt weitgehend bedeutungslos. Dazu kommt häufig die Ungewissheit ob und wenn ja, wie es nach dem Tod weitergeht.
Christen wissen, dass mit dem Tod nicht alles zuende ist, sondern dass sie schlussendlich die Ewigkeit bei Gott verbringen werden. Das ist eine durchaus schöne Perspektive. Für Christen ist der Tod keine Strafe, sondern eigentlich der Übergang in eine bessere Welt, ohne Alter, Krankheit, Egoismus, Betrug, Gier und Leid. – Wer bisher dem Tod nur auszuweichen versuchte, sollte sich Zeit nehmen, ernsthaft über Leben und Tod nachzudenken, sowie sich den biblischen Informationen über eine nachirdischen Existenz und ein göttliches Gericht zu stellen.
„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Psalm 90, 12)  Michael Kotsch

Afghanische Christin vor den Augen ihrer Kinder erstochen

Ein zufällig anwesender Polizeibeamter und Passanten konnten den mutmaßlichen Täter überwältigen. Foto: picture-alliance/R. Goldmann

Prien (idea) – Trauer und Bestürzung hat der gewaltsame Tod einer afghanischen Christin in Prien am Chiemsee ausgelöst. Opfer ist die 38-jährige Farima S., die vor sechs Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland geflüchtet war. Ein 29-jähriger afghanischer Asylbewerber stach die vierfache Mutter am Abend des 29. April vor einem Supermarkt mit einem Messer nieder. Sie starb wenig später im Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei konnten ein zufällig anwesender Polizeibeamter, der nicht im Dienst war, und Passanten den mutmaßlichen Täter überwältigen. Herbeigerufene Polizisten nahmen ihn fest. Zwei Kinder des Opfers – fünf und elf Jahre alt –, die die Tat mitansehen mussten, wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut und bis auf weiteres in Obhut genommen. Über das Motiv des Täters könne man noch nichts sagen, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Es werde noch ermittelt. Einen religiösen Hintergrund könne man nicht ausschließen. Der Täter wurde auf richterlichen Beschluss in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gebracht. Laut dem Polizeisprecher gibt es Hinweise, dass der Afghane „psychisch auffällig“ sei. Ein ärztliches Schnellgutachten solle eine Klärung bringen. Davon hänge ab, ob der Mann in der Psychiatrie bleibt oder in Untersuchungshaft kommt.

Schwester der Getöteten: „Sie musste sterben, weil sie Christin wurde“

Die Schwester des Opfers, Somi A., ist überzeugt, dass Farima wegen ihres christlichen Glaubens getötet wurde. „BILD“ zitiert sie mit den Worten: „Meine Schwester musste sterben, weil sie Christin wurde.“ Der Täter sei wütend gewesen, „weil er abgeschoben werden sollte. Er wusste, dass meine Schwester Christin war. Er hat sie auf dem Weg zur Kirche gesehen.“ Laut der 31-Jährigen hat ihre Schwester sich vor acht Jahren evangelisch taufen lassen. Ein Pastor habe sie bei einer Reise in den Iran vom christlichen Glauben überzeugt. Ein Bericht des Oberbayerischen Volksblatts (Rosenheim) nennt als mögliches Tatmotiv auch Eifersucht. Nach dessen Recherchen hatte die Afghanin seit zwei Wochen einen neuen Freund – einen Deutschen. Ihre Einkäufe seien für ein gemeinsames Essen bestimmt gewesen. Von ihrem Ex-Mann – dem Vater ihrer Kinder – soll die Frau schon länger geschieden gewesen sein, so die Zeitung.

Evangelischer Pfarrer: Die Tat hat nichts mit Religion zu tun

Der evangelische Priener Gemeindepfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth warnte vor voreiligen Schlüssen. Er ist der Ansicht, dass die Tat mit Religion nichts zu tun hat. Der Täter sei ein „psychisch extrem kranker Mensch“, sagte Wackerbarth gegenüber idea. Er habe möglicherweise „im Wahn“ gehandelt. Der ökumenische „Begleiterkreis“, der sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzt, hatte dem Pfarrer zufolge Kontakt zu dem Afghanen. Wackerbarth wird am 4. Mai die Trauerfeier für Farima S. leiten. Er hatte im vergangenen Jahr ihre beiden jüngsten Kinder getauft. Die Christin habe auch regelmäßig eine afghanisch-christliche Gemeinde in München besucht. Wackerbarths Kollege Mirko Hoppe sagte idea, dass die Frau manchmal auch in den evangelischen Gottesdienst in Prien gekommen sei. Sie hatte nach seinen Worten eine sehr positive Ausstrahlung und war sehr engagiert. So habe sie bei einem „Fest der Nationen“ in Prien mitgewirkt. In der rund 10.000 Einwohner zählenden Stadt leben Bürger aus fast 70 Staaten.

Schuldbekenntnis der FeG-Bundesleitung zum Nationalsozialismus im Wortlaut:

„Wir als Freie evangelische Gemeinden haben während des Hitler-Regimes versagt. Politische Abstinenz, ein falsches Obrigkeitsverständnis und sicher auch Angst haben uns schweigen lassen. Mit dem gettohaften Leben als Gemeindebund wollten wir einen Freiraum für gemeindliches Leben bewahren, aber dieser Freiraum kann das Unrecht nicht aufwiegen, an dem wir durch unser Stillschweigen mitgewirkt haben. Wie viele Juden und andere Menschen wurden bestialisch ermordet?! Das von uns (Deutschen) ausgegangene Leid sprengt jedes Vorstellungsvermögen. Wir haben gesündigt‘, betet Daniel angesichts der Schuld seines Volkes (Dan. 9,15). Aber zu der Schuld, die wir als Deutsche auf uns geladen haben, kommt die Schuld als Männer und Frauen, deren Leben Christus gehört.
Salz und Licht der Welt werden solche Leute im NT genannt (Mt. 5,13-14). Als solche hätten wir gegen das Unrecht aufstehen müssen. Wir haben es nicht getan. Wir haben gesündigt und sind schuldig.
Wir leben von Vergebung. Wir vertrauen darauf, dass Gott sie uns schenkt. Wir können angesichts der Geschichte nur vertrauen, dass er vergibt und mit uns weitermacht. Weil wir das erfahren haben, erfüllt uns Hoffnung. Unsere Hoffnung liegt in Jesus Christus und der erneuernden, Leben rettenden und schaffenden Kraft dieser Vergebung.“
Die Bundesleitung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden
Deutschland, Dietzhölztal-Ewersbach, 20. September 2014

Walpurgisnacht

Es wurd‘ in der Walpurgisnacht
Walburga in ihr Grab verbracht,
damit ihre Gebeine ruh’n –
mit Hexen hat das nichts zu tun.

Zunächst einmal, denn weiterhin,
obgleich wohl ohne tiefen Sinn,
feiern diese heute auch,
ebenfalls nach altem Brauch.

Auf Sachsen-Anhalts höchstem Berg
vollziehen sie ihr teuflisch Werk,
das heute finanziell belohnen
lokale Radiostationen.

Denn alles Brauchtum, das erfüllt,
egal, was einst es hat enthüllt,
heute bloß noch einen Zweck:
Des Brauers Defizit muss weg.

So strömt das Bier,
es geht auf vier.
Und dann strömt endlich auch herbei,
die Staatsmacht (vulgo: Polizei).

Sie hat eigentlich, jawohl,
auf Gewalt das Monopol.
Doch heute Nacht – Ei, der Daus! –
sieht die Sache anders aus.

Die Folgen sieht man erst bei Tage.
Und wo bleibt nun – gute Frage! –
die Moral von der Geschicht‘?
Wissen’s was: Ich weiß es nicht!
Von meinem Facebook-Freund Josef Bordat 30. April 2013