Ins Herz gemeißelt

„So also stehen die Dinge: der Glaube der Christen darf sich nicht auf menschliches Zeugnis gründen, nicht auf schwankende Meinungen stützen, noch sich durch Autorität von Menschen absichern, sondern er muss uns mit dem Finger des lebendigen Gottes ins Herz gemeißelt sein, damit ihn kein Irrtum mit seiner Verblendung auslöschen kann.“ (Johannes Calvin, 1509-1564)
Zweifellos ist es ermutigend, wenn Archäologen die historische Zuverlässigkeit einer biblischen Aussage bestätigen oder wenn bedeutende Gelehrte ihr Vertrauen in die Aussagen Gottes bekennen. Der Blick in die Schönheiten der Natur kann einen ebenso tiefen Eindruck hinterlassen, wie der mitreißende Lebensbericht eines Menschen, der aus Gottlosigkeit und Eigensucht umgekehrt ist, um ein neues Leben mit Gott zu beginnen. Auch selbst erfahrene Wunder oder überraschende Gebetserhörungen festigen den Glauben, zumindest eine Zeitlang. Natürlich ist auch der Zuspruch anderer Christen ganz angenehm, weil er den Eindruck vermittelt, mit seiner Auffassung nicht ganz alleine dazustehen.
Am Ende aber braucht es die ganz persönliche Beziehung zu Gott, die langjährige Erfahrung seiner Nähe, das Reden des Heiligen Geistes im eigenen Innern, dass auch bei Leiden oder in Phasen des Zweifels eine Sicherheit des Glaubens vermittelt, die über alle rationalen Argumente oder spirituellen Gefühle hinausgeht. Diese Gewissheit kann man weder lernen noch erzeugen, sie muss dem Christen von Gott geschenkt werden.
„Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!“ (Philipper 4,7) Michael Kotsch

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