Tolstoi und Nietzsche stehen am Scheideweg

Tolstoi und Nietzsche stehen am Scheideweg. Der eine haßt alle Wege, während der andere sie alle liebt. Das Ergebnis ist nicht schwer vorherzusehen - sie stehen und stehen am Scheideweg -- Chesterton, Orthodoxie

Erklärung: Tolstoi findet alles Handeln böse, Nietzsche alles Handeln gut. Und so werden beide untätig, weil sie keine Entscheidungen fällen können, da sie schlicht nicht beurteilen können welcher Weg nun besser ist:
Beide sind sie ohnmächtig – der eine, weil er nichts festhalten, und der andere, weil er nichts loslassen darf. Der Tolstoische Wille ist gelähmt durch das buddhistische Gefühl, daß jedes beschränkte Handeln böse ist. Aber der Nietzscheaner ist ebenso gelähmt durch seine Ansicht, daß jedes beschränkte Handeln gut ist — Chesterton: Orthodoxie, S. 90
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