Kein Platz für das Royal-Baby

Noch weit von der Pensionierung entfernt, bin ich bereits zum fünften Mal Grossvater geworden. Was für eine Ehre! Erneut fand ich die Bestätigung: Keine Geburt ist wie die andere. So individuell wie die Menschen sind, so kommen sie auch auf die Welt. Geburts-Routine gibt es nicht. Geburten fördern das Beten. Und Neugeborene gehören umarmt und wollen ins Herz geschlossen werden. Neben meinem jüngsten Enkel, der per Kaiserschnitt ins Licht gehoben wurde, beschäftigten mich in diesen Tagen noch zwei andere Geburten.
Archie Harrison Mountbatten-Windsor. So heisst der Sohn von Herzogin Meghan und Prinz Harry. Archie gehört zur britischen Königsfamilie. In der Thronfolge reiht er sich an siebter Stelle ein – direkt nach seinem Vater. Für seinen Grossvater Kronprinz Charles ist Archie das vierte Enkelkind und somit das achte Urenkelkind von Queen Elizabeth. Archie wird im „Frogmore Cottage“, einem schlossartigen Haus inmitten eines riesigen Parks aufwachsen. Bei der Einrichtung des Kinderzimmers genügte die elterliche Vorstellungskraft nicht. Eine Innenarchitektin gestaltete ein Kinderparadies in wie es heisst „geschlechtsneutralen“ Tönen. Noch vor Archies Geburt wurde das ganze Gebäude mit einem Millionenbetrag renoviert. Archie soll in einer standesgemässen Umgebung gross werden. „Wir sind unfassbar glücklich, unser eigenes kleines Bündel Glück zu haben.“ So schwärmte Prinz Harry vor der Kamera. Er hat Archie ins Herz geschlossen.
Das Kinderzimmer hätte der praktisch veranlagte Josef selber hergerichtet. Doch sie hatten ja nur einen Raum; hier spielte sich das ganze Leben ab. Und dann auch noch dies: Als der Geburtstermin näher rückte, rief der römische Kaiser zur Volkszählung. Als Nachkomme Davids musste Josef von Nazareth nach Betlehem reisen; im Schlepptau die hochschwangere Maria. Endlich dort angekommen, setzen die Wehen ein. Niemand lässt die beiden ins Haus. Was jetzt? Wohin? Schliesslich ist es eine Hütte, ein Stall, ein „Cottage“, wo Maria ihr Kind zur Welt bringt und es dann in die Futterkrippe legt. Josef nennt das Kind Jesus. Obwohl aus einer Königslinie stammend – mit so klingenden Namen wie David, Salomo oder Hiskia als Vorfahren – heisst man ihn nicht willkommen. Kein Platz für das Royal-Baby! Schliesslich sind es Engelwesen, welche die Lage erfassen. Sie schwärmen vom Kind: Er ist der Retter, der Erlöser, der Messias, der Herr! Jesus braucht kein Schloss. Er will ins Herz geschlossen werden. Rolf Hoeneisen FB

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