Tiere töten nie aus Spaß!?

Einigen Meinungsführern liegt besonders daran, den Menschen und seine Zivilisation schlechtzureden, um stattdessen die Natur zu idealisieren. Dieser Megatrend beeinflusst zwischenzeitlich alles, von der Erziehung bis zur Ernährung.
Wer für die prinzipielle Überlegenheit natürlicher Ernährung plädiert sollte dabei aber nicht vergessen, dass selbst seine als „natürlich“ angepriesenen Kulturpflanzen schon durch einen jahrhundertelagen von Menschen vorangetriebenen Züchtungsprozess geformt wurden. Darüber hinaus kann man sich bekanntlich auch mit rein natürlichen Produkten äußerst schnell vergiften oder grundfalsch ernähren. Die Natur enthält eben nicht nur Gesundes, sondern ebenso auch absolut Tödliches.
Die dem Menschen moralisch überlegene Natur wird gelegentlich auch mit dem Hinweis auf das vorgeblich hemmungslose Töten des Menschen veranschaulicht. Tiere dagegen seien deutlich friedlicher und würden ihre Artgenossen generell verschonen, ist dann zu hören. In der Realität entpuppt sich diese These schnell als Illusion. Viele Hauskatzen lieben es beispielsweise Mäuse und kleine Vögel zu quälen und zu töten; auch wenn sie keinerlei Absicht haben diese hinterher zu verspeisen. Ganz ähnlich wie die Tiere töten die Menschen Artgenossen nur äußerst selten vollkommen grundlos. Beide morden zumeist weil sie sich bedroht fühlen, unter Einfluss von Stress, aus Konkurrenz oder Revierschutz.
Ein weiteres, sorgsam gepflegtes Vorurteil lautet: Wenn die Welt durch Kinder regiert würde, wäre alles friedlich und schön. Fast könnte man vermuten, eine solch idealistische Aussage müsse von vor allem von kinderlosen Akademikern kommen. Wer einige Zeit im Kindergarten oder der Schule gearbeitet hat, merkt schnell, dass Kinder lieb und mitfühlend sein können aber auch rücksichtslos und grausam. Natürlich spielen dabei die Umwelt und die Erziehung immer eine gewisse Rolle. Andererseits ist die Tendenz zum Bösen immer schon in jedem Kind angelegt.
Christen idealisieren die Natur nicht, weil sie wissen, dass sich die ganze Welt nicht mehr in dem von Gott kreierten Idealzustand befindet, sondern von einer systematischen Gottlosigkeit und Destruktion betroffen ist. Dazu zählen auch die zerstörerischen und gewalttätigen Aspekte der Natur. Allein der Mensch aber ist von Gott in die Lage versetzt worden, zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können und sich dann für die gute Ordnung Gottes zu entscheiden.
Paulus: „Ich bin nämlich überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin: 21 Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.“ (Römer 8, 18-22) Michael Kotsch FB  

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