Schande: Immer mehr Antisemitismus

Immer mehr Menschen in Deutschland wagen nicht, sich in der Öffentlichkeit als Juden zu erkennen zu geben. Insbesondere Rechtsradikale, Linksextremisten und arabische Muslime schüren den Hass auf Juden. In persönlichen Gesprächen und auf sozialen Netzwerken werden Schmähungen und offensichtliche Falschmeldungen weitergegeben, die eine Diffamierung von Juden und von Israel zum Ziel haben. Als Folge einer in Europa massiv zunehmenden Judenfeindschaft wurden beispielsweise in Frankreich 2018 70% mehr antisemitische Straftaten registriert als in den Jahren zuvor. Nach immer zahlreicheren Übergriffen sind in den vergangenen fünf Jahren rund 30 000 französische Juden nach Israel ausgewandert.
Jetzt hat der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, Juden in Deutschland davor gewarnt, die Kippa aufzusetzen: „Ich kann Juden nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen.“ (25.5.2019) Muslime guckten oft arabische Sender, „in denen ein fatales und vollkommen einseitiges Bild von Israel und Juden vermittelt wird“, so der Politiker.
Auch in spezifisch linken Kreisen wird ein fataler Antisemitismus gepflegt, der „die Juden“ und Israel pauschal für alle Gewalt im Nahen Osten verantwortlich macht und dabei tausende islamische Terroranschläge einfach ausblendet. Momentan zeigt sich dieser linke Antisemitismus beispielsweise in öffentlichen Boykott- Aufrufen gegen Waren, Dienstleistungen, Künstler und Wissenschaftler aus Israel (BDS-Bewegung). Die beängstigende Parallele zur Forderung der nationalsozialistischen Kampagne „Kauft nicht bei Juden!“ liegt auf der Hand. Zumeist einseitig aus der arabischen Welt übernommene Stellungnahmen vergiften zunehmend den Blick vieler Deutscher auf Juden und auf Israel. Häufig finden sich in den eifrig verbreiteten Behauptungen auffällige Bezüge zu verschwörungstheoretischen Behauptungen ehemaliger Nazi- Propaganda.
Der langjährige Palästinenserpräsident Abbas beispielsweise hat immer wieder öffentlich geäußert, der Holocaust sei „nicht so schlimm gewesen“ wie oft behauptet. Die Zahl der Opfer sei von Juden massiv aufgebauscht worden, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Außerdem seien die Juden aufgrund ihres vorgeblich „unsozialen Verhaltens“ teilweise mitschuldig an ihrer Verfolgung im Nationalsozialismus. Bereits in seiner Doktorarbeit hatte der heutige Palästinenserpräsident die Auflösung des Staates Israel gefordert. Auch spekulierte er, Juden hätten in der Vergangenheit nie im Nahen Osten gelebt. Alle archäologischen Funde, die auf eine historische Existenz eines jüdischen Staates hinweisen, seien von Juden gefälscht worden. Abbas war 1972 mitbeteiligt am Terroranschlag gegen das israelische Olympiateam, bei dem 11 jüdische Sportler ermordet wurden.
Während des sogenannten „Al-Quds-Tages“ rufen überwiegend arabische Demonstranten in Berlin zur Vertreibung aller Juden aus Israel auf. Auch in diesem Jahr (1.6.2019) ziehen wieder 2000 Muslime quer durch Berlin, diffamieren Juden pauschal als „Mörder“ und „Ausbeuter“. In Parolen, die denen der Nationalsozialisten gleichen, werden auf offener Straße Hass und Vorurteile gegen die in Deutschland lebenden Juden und gegen den Staat Israel geschürt.
Verantwortliche Deutsche können einem zunehmenden Antisemitismus nicht tatenlos zusehen. Wahrheitsliebende Menschen müssen bei grob verzerrter und verschwörungstheoretischer Propaganda gegen Juden und Israel hörbar Einspruch erheben. Christen sind verpflichtet, für Gerechtigkeit einzutreten und sich für den Schutz des von Gott erwählten Volkes einzusetzen, selbst wenn sie nicht alle politischen Entscheidungen des Staates Israel gutheißen.
FB Michael Kotsch

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