„Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s auch euch wohl.“ (Jeremia 29,7

Exilsituation. Ein Teil Israels war im Jahr 597 v.Chr. unter dem babylonischen König Nebukadnezar nach Babel ins Exil gebracht worden. Die Frage stellte sich für diese Leute, wie sie sich im fremden und dazu feindlichen Ausland verhalten sollten. Sollte man sich abgrenzen von der heidnischen Umgebung und versuchen, möglichst so zu leben, wie es in Israel auch gewesen war? Oder sollten sie von einem möglichst schnellen Ende dieser Zeit träumen, wie manche Propheten es verhießen? Oder blieb letztlich nur die Resignation? Die Gemeinde Jesu lebt nicht im Exil, aber in der modernen Gesellschaft doch in einer vergleichbaren Situation. Die für Israel grundlegend gegebene Identität von Staat und Religion ist so für die Gemeinde Jesu prinzipiell nicht vorausgesetzt. Gemeinde war immer Gemeinde in der Welt, mitten unter den Völkern. Im Laufe der Kirchengeschichte hat sich dies sehr unterschiedlich ausgeprägt: von der israelähnlichen Situation im „christlichen Abendland“ des Mittelalters, das es so inzwischen nicht mehr gibt, über geduldete Minderheitensituationen bis hin zu offener Anfeindung und Verfolgung. Auch für die Gemeinde stellt sich die Frage, wie sie damit in guter Weise umgehen soll: sich isolieren, unrealistische Bedingungen erträumen oder resignieren? Jeremia gab den Exilierten seiner Zeit in einem Brief (Jeremia 29) einige gute Tipps.  Die Situation annehmen Jeremia versprach den ins Exil Geführten im Gegensatz zu anderen Propheten keine schnelle Wende. Auf siebzig Jahre Gefangenschaft sollten sie sich einstellen. Dies bedeutete für die allermeisten von ihnen, dass sie eine Rückkehr nach Israel nicht mehr erleben würden. Aber was tun in dieser Zeit? Auf gepackten Koffern sitzen und warten? Jeremia gab den Rat: „Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter…“ (Jeremia 29,5-6). Wenn wir als Christen dieses Wort hören, dann warnt es einerseits vor einem schwärmerischen Ausbrechen aus der Wirklichkeit des Lebens und andererseits vor einer ausschließlichen Konzentration auf die Gegebenheiten dieser Welt. Christen leben in der Hoffnung auf das kommende Reich Gottes, das mit Jesus schon angebrochen ist. Deshalb sind sie nicht gefesselt an dieses irdische Leben und seine Umstände. Und gleichzeitig stehen sie doch mit beiden Beinen im Leben. Sie sind Bürger zweier Welten. Sie sind in der Welt, aber nicht von der Welt. Und deshalb bringen sie auch dem Leben hier die nötige Verantwortung entgegen. Der Stadt Bestes suchen Die Ratschläge Jeremias bleiben nicht bei der nüchternen Einschätzung der Situation und den entsprechenden Folgen stehen. Sie fordern sogar zu aktivem Handeln auf. An was Jeremia konkret dachte, wird nicht gesagt. Vielleicht hat er es bewusst den Betroffenen und ihrem Überlegen überlas- sen. Was er ganz gewiss nicht meinte war, dass die Israeliten dabei ihren Glauben preisgeben sollten. Was könnte dies für uns bedeuten? Christen unterscheiden sich durch den Glauben von der Welt. Aber sie ziehen sich nicht aus der Welt zurück. Das Evangelium gehört in die Öffentlichkeit. Jesus hat öffentlich gelehrt. Tausende haben zugehört. Das Evangelium muss man nicht verstecken. Das Evangelium dient allen Menschen zum Besten (wörtlich bei Jeremia „zum Frieden“), weil es den Menschen das Heil nahe bringt. Aber bei diesem wichtigsten Auftrag darf man nicht stehen bleiben. Es stellt sich auch die Frage, wo Christen zu aktuellen Fragen vom Glauben her etwas zu sagen haben und sich einmischen sollen, wenn es die politischen Umstände zulassen. Ihr erstes Wort gilt dem ewigen Heil, aber das irdische Wohl (Frieden) ist ihnen nicht gleichgültig. Für die Stadt Beten Was immer möglich ist, ist die Fürbitte für die Stadt, für das Land, für den Staat. Diese Fürbitte verbindet sich mit der Nennung der Namen der Verantwortlichen in den verschiedensten Bereichen vor Gott. Das in diesem Text verwendete hebräische Wort wird für die Fürbitte der Großen Israels (Abraham, Mose, Samuel, Hiob usw.) und besonders für das Gebet von Propheten verwendet. Wenn Israel zu solcher Fürbitte aufgerufen wird, tritt es damit als Gemeinschaft in deren Fußstapfen. Fürbitte ist prophetisches Handeln. Die Aufforderung Jeremias war für Israel gewiss nicht einfach, galt es doch, für den politischen Feind zu beten. Doch solches Gebet hat Auswirkungen, auch für die Betenden selbst. Im Eintreten für den Nächsten vor Gott verändert es die eigene Einstellung zu ihm. Das Neue Testament knüpft daran an. Die Aufforderung Jesu lautet: „Bittet für die, die euch verfolgen.“ Und Paulus wirbt ganz im Sinne von Jeremia darum, für die Obrigkeit zu beten (1.Timotheus 2,1f). Wenn ich es recht sehe, ist die Mahnung des Apostels unter uns Christen bekannt, und doch wird dieses Gebet so selten geübt. Vielleicht ist die Verheißung, mit der Jeremia schließt, ein Ansporn für uns, neu und intensiver auch seine Aufforderung ernst zu nehmen: „Suchet der Stadt Bestes […] und betet für sie zum HERRN […].“  Hartmut Schmid Studienleiter THEOLOGISCHE ORIENTIERUNG No.154:April-Juni 2009    

Die Kirche in unserer Generation benötigt Reformation, Erweckung und eine Konstruktive Revolution.

„Die Kirche in unserer Generation benötigt Reformation, Erweckung und eine Konstruktive Revolution.
Man hält manchmal „Reformation“ und „Erweckung“ für Gegensätze, aber das stimmt nicht. Beide Worten liegt die Bedeutung der „Wiederherstellung“ zugrunde.
Eine Reformation will die reine Lehre, eine Erweckung das echte geistliche Leben der Christen wiederherstellen. Die Reformation spricht von der Rückkehr zu den Lehren der Schrift; die Erweckung spricht davon, daß das Leben in die ihm gemäße Verbindung mit dem Heiligen Geist gebraucht wird.
Die fruchtbaren Epochen der Kirchengeschichte haben da begonnen, wo diese beiden „Wiederherstellungen“ gleichzeitig wirksam wurden: wo die Kirche zur reinen Lehre zurückkehrte und das Leben der Christen in dieser Kirche mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt wurde. Wahre Erweckung ist nicht möglich, solange keine Reformation erfolgt ist; und eine Reformation ist ohne Erweckung unvollständig.
Eine solches Zusammentreffen von Reformation und Erweckung wäre in unseren Tagen revolutionär – revolutionär in unserem persönlichen Leben als Christen, revolutionär nicht nur in der liberalen Kirche, sondern auch konstruktiv- revolutionär in der Kirche evangelikaler Prägung.“ Francis A. Schaeffer Tod in der Stadt (Seite 7-8)

Die Grundregel Christlicher Sexualethik

Die Grundregel der christlichen Sexualethik ist eine denkbar einfache. Sie lautet: »Ihr gehört nicht euch selbst. Machet Gott Ehre mit eurem Leibe!« Sie findet sich als Zusammenfassung dessen, was der Apostel Paulus über die christliche Sexualethik zu sagen hat, in 1. Kor 6,19 und 20. Der Apostel wendet da speziell auf das Leben des Leibes an, was überhaupt Grundregel jeder ethischen Entscheidung im christlichen Sinne ist, nämlich den Satz: »Jesus Christus ist für uns gestorben, damit wir nicht mehr für uns selbst, sondern für Ihn leben« (2. Kor 5,15). Klaus Bockmühl Leben nach dem Willen Gottes, BWA, Bd. II/3, S. 35

Im Zentrum des christlichen Glaubens steht Evangelium, steht die gute Botschaft: »Es ist vollbracht.«

Jesus steht im Mittelpunkt des Evangeliums vom Reich. Denn er bringt das Reich, er verwirklicht die Herrschaft Gottes. Mit ihm tritt die sehnlich erwartete allgemeine Tendenzwende ein: »Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium« (2. Tim 1,10). Jesus eröffnet den Menschen neu den Zugang zu Gott und versöhnt sie mit ihm. Er ist der Mittler, er »erlöst die, die durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten« (Hebr 2,15). Er bewirkt, daß wir »Kinder Gottes heißen sollen, und wir sind es« (1. Joh 3,1). Er heilt die Verwundeten, er entreißt die Menschen dem Schicksal der Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit. Das Werk Christi, Christus »mitsamt all seinen Wohltaten« (Calvin) ist der Inhalt der guten Botschaft. Wenn wir doch nur wieder anfingen, Jesus und sein Werk zu verkündigen, statt alles mögliche andere! Dies muß heute, in einer Zeit der Moralisierung, der Ethisierung des Christentums, wieder betont werden: Im Zentrum des christlichen Glaubens steht Evangelium, steht die gute Botschaft: »Es ist vollbracht.« Das Evangelium ist nicht in erster Linie eine neue Pflichtenlehre. Gewiß, es hat eine Aufgabe für den erlösten Menschen, einen Auftrag, der dazu mithilft, seinem Leben Würde und guten Sinn zu geben, die Mitarbeit am Werk Gottes selbst, die Bewässerung der Wüste in Natur und Menschenwelt, die Erhaltung des gefährdeten und die Heilung des verletzten Lebens. Aber dieser Auftrag, mit Gott zu arbeiten, ist nur zu verstehen auf der Basis der Versöhnung, der Freundschaft mit Gott, ja der Kindschaft Gottes. Ohne die Gottesfreundschaft, ohne »Schritte zur Mitte«, ohne die Voraussetzung des Evangeliums als Evangelium fehlte es uns an der Kraft zu lieben.(Bockmühl-Werk-Ausgabe, Bd 2, S. 125–126)

Wie sollte sich ein Christ zum Umweltschutz stellen?

Frage: „Wie sollte sich ein Christ zum Umweltschutz stellen?“
Antwort:
Es gibt einen Unterschied zwischen der biblischen Sichtweise der Umwelt und der politischen Umweltschutzbewegung. Das Verständnis dieses Unterschieds wird die Anschauung eines Christen über Umweltschutz formen. Die Bibel ist klar, dass die Erde und alles darauf von Gott dem Menschen gegeben ist und der Mensch darüber regiert und sich untertan macht. „Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ (1.Mose 1,28) Weil der Mensch in Gottes Bildnis geschaffen wurde, gab Gott Mann und Frau eine privilegierte Stelle unter allen anderen Kreaturen und befahl ihnen, über die Erde zu herrschen (1.Mose 1,26-28; Psalm 8,6-8). Ein guter und pflichtbewusster Herrscher kümmert sich um alles, was ihm untertan ist und missbraucht es nicht. Wir müssen daher die Ressourcen, die Gott uns gegeben hat, intelligent verwalten, sich gewissenhaft darum kümmern, sie erhalten und schützen. Das sehen wir im Alten Testament, wo Gott befahl, dass die Felder und Weingärten für sechs Jahre geerntet werden dürfen und dann im siebten Jahr brachliegen gelassen werden müssen, damit sich die Nährstoffe der Erde erholen können; eine Pause für das Land und zur Absicherung der Versorgung durch das Land für zukünftige Generationen (2.Mose 23,10-11; 3.Mose 25,1-7).
Über unsere Rolle als Verwalter über die Erde hinaus, sollen wir die Funktionalität und Schönheit der Umwelt zu schätzen wissen. Aufgrund seiner unglaublichen Gnade und Macht, hat uns Gott alles was wir zum Leben brauchen auf diesen Planeten platziert; Nahrung, Kleidung und Behausungen, in denen Billionen von Menschen seit dem Garten Eden leben und lebten. Alle Ressourcen, die Gott für unsere Bedürfnisse bereitgestellt hat, sind erneuerbar und Gott sorgt weiterhin für Sonne und Regen, um alles zu erhalten und zu erneuern. Und als wäre das nicht schon genug, hat er auch noch unseren Planeten in herrlichen Farben und malerischer Schönheit dekoriert, um unserem ästhetischen Sinn zu entsprechen und unsere Seele mit diesen Wundern zu begeistern. Es gibt unzählige Varianten von Blumen, exotischen Vögeln und andere liebenswerte Ausdrücke seiner Barmherzigkeit für uns.
Gleichzeitig ist die Erde, auf der wir leben, kein permanenter Planet, und er war auch nie so beabsichtigt. Die Umweltbewegungen sind damit eingenommen, den Planeten für die Ewigkeit zu erhalten, aber wir wissen, dass dies nicht Gottes Plan ist. Er sagt uns in 2.Petrus 3,10, dass am Ende der Zeit die Erde und alles, was er geschaffen hat, zerstört wird: „Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden.“ Die physische, natürliche Erde in ihrer derzeitigen Form wird zusammen mit dem gesamten Universum zerstört und Gott wird einen “neuen Himmel und eine neue Erde” erschaffen (2.Petrus 3,13; Offenbarung 21,1).
Also sollten wir, statt zu versuchen die Erde für Tausende oder sogar Millionen von Jahren zu erhalten, lieber gut auf sie Acht geben, solange sie erhalten bleibt, was so lange sein wird, wie sie Gottes Plan und Zweck erfüllt.
https://www.gotquestions.org/Deutsch/Christen-umweltschutz.html

Völkermord: Was nicht sein darf, kann auch nicht sein!?

Schuld einzugestehen fällt nicht nur einzelnen Menschen schwer, sondern zuweilen auch ganzen Staaten. Gewöhnlich zieht ein solches Eingeständnis Forderungen nach Wiedergutmachung nach sich. Außerdem kratzt es gehörig am eigenen Stolz.
Im Selbstbild der türkischen Regierung ist das eigene Land immer nur an Frieden und Gerechtigkeit interessiert; selbst wenn es tausende eigener Bürger auf vagen Verdacht hin inhaftiert oder völkerrechtswidrig Teile des Nachbarlandes Syrien besetzt. Deshalb kann es natürlich auch nicht sein, dass die Türkei bzw. dessen staatlicher Vorläufer, das Osmanische Reich, vor rund einhundert Jahren einen rücksichtslosen Völkermord an den Armeniern durchgeführt hat (1915-17).
Trotz zahlreicher Zeugenaussagen, unter anderem von deutschen Diplomaten die sich damals im Land aufhielten, wurde jahrelang geleugnet, dass es überhaupt einen solchen Vorgang gegeben habe. Als das schließlich nicht mehr möglich war, verlegte sich die türkische Regierung auf die wenig überraschende These, man habe in einer Art Selbstschutz lediglich einige tausend Terroristen töten müssen. Gegenwärtig wird diese Geschichte folgendermaßen modifiziert: Armenische Nationalisten hätten die türkische Bevölkerung dermaßen bedroht, dass man zu deren Schutz gewaltsam gegen diese Leute vorgehen musste. Dabei seien leider auch einige Unschuldige getötet worden, insgesamt um die 300 000 Menschen. Von einem „Völkermord“ könne man aber keinesfalls reden, so die offizielle Lesart. Jeder, der etwas anderes behauptet müsse als „Feind der Türkei“ betrachtet werden. Im eigenen Land kann die türkische Regierung jeden der von Völkermord redet problemlos ins Gefängnis werfen lassen; wegen „vergehen gegen das Türkentum“. So wundert es kaum, dass die jüngste US-amerikanische Entschließung zum Völkermord an den Armeniern, von der türkischen Regierung als vollkommen ungerechtfertigter Versuch politischer Diffamierung interpretiert wird (30.10.2019).
Abgesehen von einigen türkischen Publikationen sind sich Historiker allerdings ziemlich einig, was die Massaker an den Armeniern betrifft: Während des Ersten Weltkriegs wollten türkische Politiker, unter ihnen auch der spätere Staatsgründer Kemal Atatürk ein ethnisch einheitliches Land schaffen. Im Weg standen dabei vor allem Kurden, Armenier und Griechen. Nach detailliert ausgearbeiteten Plänen wurden in den folgenden Jahren die meisten Griechen vertrieben, die Armenier ermordet oder deportiert und die Kurden unterdrückt, sodass es lange schon als Verbrechen galt Kurdisch zu sprechen.
In einer ersten Phase hetze man kurdische Milizen gegen die Armenier auf. Wenig später schalteten sich auch offizielle türkische Truppen ein. Tatsächlich gab es kleinere Gruppen armenischer Nationalisten die Anschläge auf türkische Einrichtungen und Amtsträger durchgeführt hatten. Das lieferte einen willkommenen Vorwand, flächendeckend gegen alle Armenier im ganzen Land vorzugehen. Wer nicht sofort ermordet wurde, starb auf Todestrecks oder wurde in Lager nach Syrien deportiert. Türken, die den Armeniern helfen wollten, wurden kurzerhand selbst inhaftiert. Türkische Politiker, die sich weigerten die Befehle zum Völkermord umzusetzen wurden ihres Amtes enthoben. Augenzeugen berichteten von hunderten von Leichen, die sie in Flüssen schwimmend gesehen hatten. Die deutschen Beobachter unternahmen nichts, weil sie damals mit dem Osmanischen Reich verbündet waren. Am Ende der Aktion war die Türkei weitgehend frei von Armeniern. Hitler, der von den Massakern las, bezeichnete diesen Völkermord als Vorbild für sein Vorgehen gegen die Juden. Historiker schätzen, dass damals rund 1,5 Millionen Menschen ermordet wurden, unabhängig von Alter und Geschlecht. – Aber wie gesagt, nach türkischer Rechtslage hat dieser Völkermord nie stattgefunden.
Tragischerweise ist diese Gräueltat nicht die einzige der jüngeren Geschichte. Leider ist jeder Mensch jederzeit zu Ähnlichem in der Lage; dann natürlich gegen eine andere Gruppe der Gesellschaft. Mit ziemlicher Sicherheit können wir davon ausgehen, dass ähnliche Ungerechtigkeiten zukünftig wieder passieren werden, nur eben unter einem anderen Vorzeichen, mit anderen Begründungen. Eine echte Veränderung des Denkens und der Beziehung zu anderen Menschen kann nur durch eine geistliche Neuprägung Gottes geschehen. Michael Kotsch