Die Verschwörung von Davos

Auf der Suche nach den eigentlichen Machtzentren der Welt beschäftigen sich viele mit längst vergangenen Organisationen, wie den Freimaurern, deren Blütezeit bereits über 200 Jahre zurückliegt. Spannend kann diese Suche nach der mutmaßlichen Weltverschwörung durchaus sein. Nach einem bestimmten Denkmuster setzt man Puzzlesteine aus kleinen Teilinformationen zusammen und meint hinterher zuverlässig die geheime Weltregierung identifizieren zu können.
Natürlich gab und gibt es Verschwörungen, insbesondere in der Wirtschaft und in der Politik. Selbstverständlich werden wichtige gesellschaftliche Entscheidungen nicht immer in aller Öffentlichkeit diskutiert und entschieden. Die Mächtigen der Welt wollen nicht immer gleich alles von übereifrigen Journalisten kritisiert oder zerredet bekommen. Nur trifft man sich heute gewöhnlich nicht mehr mit verbundenen Augen in einem dunklen Hinterzimmer, wie ehemals bei den Freimaurern.
Die wirklich Mächtigen dieser Welt treffen sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit an Orten die dem „Weltwirtschaftsforum“ in Davos. Dahin kommen regelmäßig die mächtigsten Staatschefs, Industriebosse und natürlich längst schon die Vertreter der globalen Umweltkonzerne. Hier redet man über die wirklich wichtigen Trends, handelt politische Deals aus oder plant gemeinsam konzertierte Aktionen.
Bei den echten Verschwörungen dieser Welt geht es vor allem um Macht und um Geld, weit weniger um idealistische Ziele oder echte Überzeugungen. Der Aufwand für geheime Abmachungen muss sich schließlich lohnen und zwar nicht erst in hundert Jahren. Die meisten bedeutenden Akteure sind vor allem an sich interessiert und an dem was heute und morgen passiert. Auch im 21.Jahrhundert werden viele wichtige politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen in kleinen vernetzten Zirkeln, von Seilschaften und auf geschlossenen Konferenzen wie dem „Weltwirtschaftsforum“ in Davos getroffen.
In der Schweiz kommt in dieser Woche die globale Wirtschaftselite zusammen. Die Probleme sind groß, die Agenda ist eng getaktet. Michael Kotsch FB

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