Epidemie.

Im Vergleich mit der Spanischen Grippe 1918/1919 ist das Coronavirus geradezu harmlos. Doch Viren sind unsichtbar. Auch wer keine Symptome zeigt, kann schon ansteckend sein. Das ist unheimlich. Unsere Gesellschaft ist komplex, vernetzt und entsprechend anfällig. Ganze Lieferketten könnten reissen, die Wirtschaft zusammenbrechen. Das Virus deckt unsere globalen Abhängigkeiten auf und gleichzeitig unsere Machtlosigkeit. Wir leben in der Meinung, dass Sicherheit, Gesundheit und Wohlstand selbstverständlich sind oder dass der Staat uns ein störungsfreies Leben garantiert. Irrtum! Eine Garantie gibt es für jeden Staubsauger, nicht aber fürs Leben. Das Coronavirus holt uns zurück in die Wirklichkeit.
Heuschrecken. Ende 2019 fielen Heuschreckenschwärme dunklen Wolken gleich in Ostafrika ein. Durch den Nordosten Kenias zog ein Schwarm mit 200 Milliarden Insekten. Die unersättliche Wolke war 40 Kilometer breit und 60 Kilometer lang. Die Ernteausfälle sind verheerend. Mehr als zwei Drittel der Menschen in Ostafrika und am Horn von Afrika leben von der Landwirtschaft. Gemäss einem im „Tagi“ zitierten Experten vermag schon ein kleiner Heuschreckenschwarm an einem einzigen Tag Nahrung für 35 000 Menschen zu vernichten. Kenias Regierung bekämpft die Insekten mit aggressiven Chemikalien. Diese können ins Trinkwasser gelangen und töten auch die nützlichen Käfer und Bienen. Die Böden bleiben über Jahre kontaminiert. Steigende Lebensmittelpreise erhöhen das Risiko für soziale Unruhen.
Kriegsgerücht. Nach einem tödlichen Luftangriff auf einen türkischen Militärkonvoi in Idlib ist die Gefahr einer bewaffneten Konfrontation zwischen Russland und der Türkei gross. Der türkische Präsident Erdogan fordert Hilfe vom Westen. Als Druckmittel lässt er die Grenzen nach Europa für Migranten öffnen. Die neue Gewaltwelle, in die neben der Türkei auch Syrien und Russland verwickelt sind, hat nach Uno-Angaben gut eine Million Menschen aus Idlib vertrieben, darunter Hunderttausende Kinder. Krankenhäuser, Schulen, Wohngebiete wurden gezielt bombardiert. Die meisten Flüchtlinge irren nun an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland herum. Eine Tragödie vor unseren Augen.
Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Woher kommt uns Hilfe? Es ist Zeit, sich diesen Fragen zu stellen. Die Bibel nennt uns einen guten Weg: „Alle Weisheit fängt damit an, dass man Ehrfurcht vor dem Herrn hat. Ja, klug ist, wer sein Leben nach Gottes Geboten ausrichtet“ (Psalm 111,10). Rolf Höneisen
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