Jeder redet über Corona

20 000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr infolge der Grippe. An Malaria sterben weltweit jedes Jahr 500 000 Personen. An diese Tote haben sich viele Deutsche bereits irgendwie gewöhnt; sicher auch weil die meisten Malariatoten nicht in Europa sondern in Afrika zu beklagen sind. – 240 000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an Krebs, 74 000 aufgrund von Alkoholmissbrauch.
Ganz zurecht haben viele Menschen Angst vor der sich gerade ausbreitenden Corona- Epidemie. Im Vergleich zu den oben genannten Todesraten sind bisher zwar nur relativ wenig Personen an Corona gestorben (ca. 3000), doch liegt das vor allem an der deutlich verlangsamten Ausbreitung der Krankheit. Auch wenn Corona nicht einmal ansatzweise mit den Schrecken der mittelalterlichen Pest zu vergleichen ist, während der 80% der Erkrankten starben, ungefährlich ist die neue Krankheit auch nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen sterben etwa 2% der Menschen in mittlerem Alter, wenn sie keine anderen Gesundheitsrisiken haben. Männer trifft es dabei deutlich häufiger als Frauen. Alte und Menschen mit Kreislauf- oder Blutdruckproblemen sind einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt. Hier sterben rund 10% der Erkrankten.
Sollten sich, nach einem sehr vereinfachten Rechenspiel, etwa die Hälfte der Deutschen anstecken, müsste mit über 800 000 Toten gerechnet werden. Das wäre zweifellos verheerend. Was bei Corona besonders deutlich ins Auge fällt, ist die vollkommene Machtlosigkeit der Medizin und der Politik. Auch wenn man Menschen mit Corona ins Krankenhaus einweist, bekämpft man dort vor allem ihre Symptome. Mit dem Virus muss der Körper weitgehend alleine fertigwerden. Ganz deutlich führt die aktuelle Corona- Epidemie jedem Menschen die absolute Begrenztheit menschlicher und auch wissenschaftlicher Möglichkeiten vor Augen. Ein kleines, nicht einmal allzu tödliches Virus könnte die ganze Weltwirtschaft lahmlegen und die meisten Länder in eine nachhaltige wirtschaftliche und politische Krise stürzen.
Es ist wieder einmal an der Zeit, sich der eigenen und der gesellschaftlichen Grenzen bewusst zu werden. Nicht der Mensch hält das Wohl der Welt oder auch nur die eigene Zukunft in seiner Hand. Er ist weitgehend abhängig von seiner Umwelt, von der Natur und ihren Kräften, vor allem aber von Gott der noch weit über alledem steht. Wer bisher in der Illusion lebte, alles bestimmen zu können, letztlich für den ganzen Planeten verantwortlich zu sein, wird jetzt eines Bessern belehrt. Wahrscheinlich wird in absehbarer Zeit ein Impfstoff zur Verfügung stehen. Ähnliche Viren wie Corona können aber jederzeit wieder neu entstehen und dann noch weitaus tödlicher ausfallen.
Die wissenschaftliche Forschung und die weltweite wirtschaftliche Vernetzung haben uns in Europa über viele Jahrzehnte hinweg ein angenehmes und relativ sicheres Leben beschert. In Wirklichkeit aber ist es Gott der letztlich das Leben führt, der über Tod und Leben entscheidet. Dabei bedient er sich offensichtloch sehr unterschiedlicher Mittel. Die Erkenntnis der Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens sollte neu auf Gott aufmerksam machen, den allmächtigen Schöpfer.
In der gegenwärtigen Situation ist es natürlich angeraten leichtfertige Ansteckungen zu vermeiden. Auch wenn die Erkrankungen im Sommer voraussichtlich zurückgehen werden, kommt das Virus im Herbst höchstwahrscheinlich zurück. Wenn es schlecht läuft und Corona sich unkontrolliert verbreitet, kann es alleine in Deutschland zu tausenden Toten kommen.
„Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch!“ (1.Petrus 5, 7) Michael Kotsch

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