680 Menschen sterben täglich …

Rund 680 Menschen sterben in Deutschland täglich an Krebs. Die meisten Bundesbürger haben sich daran längst gewöhnt. Tatsächlich ist der Tod allgegenwärtig, jederzeit; auch wenn man ihn im eigenen Alltag nicht sieht oder medial nicht dramatisch vorgestellt bekommt, wie bei den an Corona sterbenden Menschen. Jedem, der jetzt unter Angst oder unter Corona leidet, gehören das Mitgefühl, das Gebet und die praktische Hilfe gläubiger Christen.
Derzeit kursieren zahlreiche Gerüchte über Knoblauch, der effektiv gegen Corona- Viren helfen soll oder das Trinken von 3 Litern Wasser auf einen Schluck. Natürlich bleiben diese Kuren weitgehend wirkungslos. – Überall und vor allem im Internet sind derzeit aber auch scheinbar „sichere Mittel“ gegen den Corona- Virus zu kaufen. Phantasievolle Erklärungen und ominöse Erfolgsbilanzen sollen den Kunden zum Kaufen bewegen. Mit der Angst konnte man schon immer ein gutes Geschäft machen. Und ist die Panik erst groß genug, schwindet der gesunde Menschenverstand rapide. Wenn ein großer Verlust droht oder wenn es sogar ans eigene Leben geht, dann sind viele Menschen bereit, alles zu glauben und alles zu bezahlen, um wenigstens noch ein kleines bisschen Hoffnung zu behalten.
Medienberichte spotten vorschnell über die Interpretation der Corona – Pandemie als „Strafe Gottes“. Ganz so schnell sollte man aber weder bei der Verbreitung noch bei einer Leugnung dieser These sein. Wer immer gerne den „Zorn Gottes“ herbeizitiert, der sollte nicht vergessen, dass von Corona auch viele gläubige Christen betroffen sind; in manchen Ländern sogar mehr als andere Menschen, weil sie sich eben häufiger und intensiver treffen. Wer zu schnell über die „Strafe Gottes“ lacht, sollte nicht vergessen, dass Gott viele Möglichkeiten offenstehen, um selbstverliebte und wissenschaftsgläubige Menschen zum Nachdenken zu bringen. Hinter manchem, was auf den ersten Blick eine säkulare, innerweltliche Ursache hat, verbirgt sich eine weitere, möglicherweise auch geistliche Ebene. So wie ein brutaler Faustschlag eben nicht nur eine beschleunigte Masse aus Fleisch und Knochen ist, sondern beispielsweise ein Ausdruck von ungebändigtem Hass, der physikalisch allerdings nicht messbar ist.
Zu biblischen Zeiten jedenfalls hat Gott gelegentlich zu drastischen Mitteln; wie Seuchen oder Naturkatastrophen gegriffen, um Menschen aus ihrer illusionären Selbstgewissheit aufzuwecken, um sie auf vollkommen falsche Prioritäten aufmerksam zu machen oder um sie vor noch weit größeren Fehlern zu warnen. „Am Ende der Zeit werden große Katastrophen geschehen, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat und auch nicht wieder geben wird. Wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden.“ (Matthäus 24, 3. 21f.) Ob Corona mit dieser Ankündigung Jesu zu tun hat, kann natürlich niemand mit letzter Sicherheit sagen. Jedenfalls werden hier wie auch in der Offenbarung des Johannes katastrophale, weltweite Ereignisse angekündigt, die das Kommen des Reiches Gottes ankündigen. Christen tun sich keinen Gefallen, wenn sie das alles verdrängen und darauf hoffen, alles würde ewig und friedlich so weiterlaufen wie in Europa während der letzten Jahrzehnte.
Christen sollten in Zeiten von Corona neu darüber nachdenken, worauf es im Alltag wirklich ankommt; wie stark ihr Leben tatsächlich in der Hand Gottes liegt und, wie sie die ihnen verbleibende Zeit sinnvoll, im Sinne Gottes verwenden können; seien es nur noch wenige Wochen oder viele Jahre. Michael Kotsch

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