Leben in Corona- Zeiten

Vieles bleibt gleich, auch wenn einen täglich neue Hiobsbotschaften bezüglich der Corona- Pandemie erreichen. Noch immer brauchen die Menschen zu essen und zu trinken, noch immer sehnen sie sich nach Aufmerksamkeit und Zuwendung. Natürlich schlummert leider auch noch immer die Tendenz zur Sünde im eigenen Innern und im Innern jedes anderen. Ganz gleich, wie schlimm eine Katastrophe auch sein mag, immer werden einige Menschen versuchen ihren Vorteil dabei herauszuschlagen.
Einiges ist in Corona- Zeiten aber auch ganz anders. Tausende Infizierte müssen in Deutschland ein Krankenhaus aufsuchen. Einige von Ihnen erkranken schwer. Bisher starben glücklicherweise in Deutschland nur wenige Menschen infolge der neuen Lungenkrankheit.
Viele Bereiche des öffentlichen Lebens wurden zwischenzeitlich lahmgelegt und die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind momentan deutlich eingeengt. Für viele hat das eine große Veränderung ihres Alltags zur Folge. Die Abende und Wochenenden werden nicht mehr auf Partys, im Kino, bei McDonalds oder in der Gemeinde verbracht. Wer in den besonders betroffenen Bereichen Tourismus, Bildung oder Gastronomie tätig war verfügt ganz plötzlich über viel mehr freie Zeit. Die aber gilt es auch gut zu füllen. Andernfalls fällt den Betroffenen schon bald die Decke auf den Kopf oder Familiensztreitigkeiten beginnen zu blühen. Mancher gerät auch in eine immer stärkere Panik, weil er den ganzen Tag nur noch neue Schreckensmeldungen über Corona konsumiert.
Deshalb hier ein paar einfache Tipps für die zusätzlich verfügbare Zeit mit Corona:
– Wichtig scheint es mir den Tag oder das Wochenende ganz bewusst zu strukturieren, die Zeit sinnvoll und abwechslungsreich zu planen. Schnell vergeht die Zeit sonst ungenutzt. Das ist auf längere Frist gesehen ziemlich frustrierend und unbefriedigend. Also gilt es einen eigenen Stundenplan aufzustellen, eine neue Routine zu entwickeln. Natürlich gehören kleine Pausen ebenfalls dazu. Nachdem man etwas Geplantes erledigt hat, kann man diese auch viel mehr genießen.
– Beispielsweise eignet sich die zusätzliche Zeit hervorragend dazu, Dinge aufarbeiten die lange liegen geblieben sind oder die man sich schon immer vorgenommen hat. Endlich steht die Zeit zur Verfügung das schon lange eingeplante Buch zu lesen, die Eintragungen im Tagebuch zu vervollständigen oder den Dachboden aufzuräumen. Eine bessere Gelegenheit für solche Aktionen wird es sobald nicht geben.
– Da, wo der Tagesplan für viele nicht mehr so vollgestopft ist wie sonst und viele persönliche Begegnungen ausgeschlossen werden, kann man mit einer entsprechenden Entfernung durchaus Kontakte pflegen oder sogar neu anknüpfen. Ohne Probleme kann man ausführliche Gespräche mit anderen Menschen führen, über Telefon oder Internet. Gerade einsame Menschen werden sich über eine Meldung freuen. Manche lange brachlegenden Kontakte können neu angeknüpft und heikle Beziehungen endlich geklärt werden. Manchmal ist auch die ganz praktische Hilfe angesagt, beispielsweise der Einkauf für jemanden aus der Nachbarschaft, der zu einer Hochrisikogruppe gehört.
– Manche aber haben gerade jetzt deutlich weniger Zeit als gewöhnlich, weil sie beispielsweise im Gesundheitswesen tätig sind oder ihre Angehörigen plötzlich zuhause betreuen müssen. Trotz aller zusätzlichen Belastung besteht hier die Möglichkeit Menschen zu helfen und Beziehungen zu vertiefen. Kraft für diese Arbeit geben kurze Pausen und eine enge Bindung an Gott.
– Um die schnell aufkommende Panik unter Kontrolle zu halten und, um nicht mehr Zeit aufzuwenden, als man es eigentlich beabsichtigt, sollte man den eigenen Medienkonsum begrenzen. Zumeist genügt es vollkommen, einmal am Tag neue Corona- Nachrichten zu suchen. Man muss eben nicht über jeden neuen Infizierten und jeden neuen Gesetzesvorschlag sofort informiert sein. Zumeist hilft das bei der Bewältigung des eigenen Alltags nicht, sondern blockiert die Aufmerksamkeit und verhindert die zur Verfügung stehende Zeit wie geplant zu verwenden.
– Jetzt besteht auch die einmalige Möglichkeit sich Gott zuzuwenden, erstmalig oder intensiver als bisher. Man kann zurückschauen und Gott für die Geschenke und Führungen vergangener Jahre danken. Man kann aber auch intensiver für die eigene Zukunft beten oder mit Gott planen, wie in den kommenden Jahren gute Schwerpunkte und notwendige Entscheidungen getroffen werden. – Ganz natürlich erinnert Corona auch an die eigene Sterblichkeit. Irgendwann wird das eigene Leben ganz sicher zuende sein. Jeder, der das bisher noch nicht getan hat, sollte sich ernsthaft darüber Gedanken machen, ob er die Ewigkeit bei Gott verbringen will und was das für hier und heute bedeutet.
– Gerade die Begegnung mit Gott kann ganz wesentlich zu einer inneren Ruhe beitragen, wenn andere Nachrichten nur noch konfuser oder panischer machen. Gott hört zu, wenn wir unsere Sorgen und Ängste bei ihm ausbreiten. Und im Gegensatz zu Politikern und Journalisten kann er wirklich helfen. Gott kann und will innere Ruhe geben und Orientierung für den heutigen Tag, als auch für den Rest des Lebens geben. Wer Kontakt zu Gott hat, nimmt die gegenwärtige Gefährdung durch die Corona- Pandemie ganz ernst, er lässt sich dadurch aber nicht in kopflose Panik versetzen, die schlussendlich keinem weiterhilft. Gott hält das eigene Leben und auch alles andere fest in seiner Hand.
„Wenn ich auch an Leib und Seele leide, so bist Du doch, Gott, jederzeit meines Herzens Trost und mein Teil.“ (Psalm 73, 26) Michael Kotsch FB

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