Corona: Das Ende muss her!

Im Grunde genommen reagieren unsere Politiker nicht grundsätzlich anders als die Verantwortlichen vor 500 Jahren. Die vollmundigen Kommentare über „den Kampf gegen Corona“ dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die modernste Medizintechnik bislang dem neuen Virus ziemlich machtlos gegenübersteht. Bis kein wirkliches Antimittel entwickelt ist, reagieren die Spezialisten wie ihre Vorgänger vor 500 oder vor 1000 Jahren: Vor allem versucht man die Erkrankten von den noch nicht Infizierten zu trennen und so eine schnelle Verbreitung des Virus zu verhindern. Im Mittelalter beispielsweise wurden die Stadttore Fremden gegenüber einfach für einige Monate geschlossen, um die Verbreitung der Pest zu verhindern. Manchmal wurden ganze Straßenzüge an den Enden zugemauert, um den Rest der Stadtbevölkerung vor Ansteckung zu bewahren. Der weltberühmte Physiker Issak Newton musste 1665 Cambridge verlassen, um den ganzen Sommer auf dem Land zu verbringen. Man hatte die Universität, sowie weite Teile des Handels und des öffentlichen Lebens für ein halbes Jahr lahmgelegt, um auf diese Weise die Ausbreitung der Pest zu bekämpfen.
Natürlich kann man heute die Nebenwirkungen einer Epidemie, wie in diesem Fall Lungenentzündung, besser lindern als in früheren Jahrhunderten. Damit hat es sich aber schon fast. Wenn einmal, oder hoffentlich ziemlich bald, ein Impfstoff zur Verfügung stehen wird, dann sieht das schon wieder ganz anders aus. Über diese Möglichkeiten verfügte man in früheren Zeiten natürlich nicht. Gerade Corona zeigt die massive Anfälligkeit der modernen Gesellschaft für solche drastischen Einschnitte, die eben nicht mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln einfach zu beseitigen sind. Und dabei ist Corona im Vergleich zur Pest noch eine vergleichsweise harmlose Angelegenheit. – Zu Newtons Zeiten lebten die meisten Menschen auf dem Land. Sie konnten sich dort weitgehend selbst versorgen. Ein Stillstand von Handel und Lehre hatte damals noch vergleichsweise überschaubare Auswirkungen.
Heute würde in Deutschland der Stillstand eines Großteils der Wirtschaft für sechs Monate unabsehbare Folgen haben. Tausende Unternehmen müssten Konkurs anmelden. Massenarbeitslosigkeit würde die sozialen Netze der Gesellschaft schnell an ihre Grenzen bringen. Der dadurch verursachte Kaufkraftverlust würde auch die übrigen Firmen in eine langandauernde Rezession stürzen. Große Vorhaben wie Klimaschutz oder Bildungsoffensive würden um mindestens 10 Jahre zurückgeworfen. In den wirtschaftlich schwächeren Ländern würde es zu massiven sozialen Unruhen kommen.
Es ist höchste Zeit ein voraussichtliches Ende der drastischen Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen, privaten und wirtschaftlichen Lebens zu markieren. Außerdem bräuchte es ein bewusstes Zurückfahren der täglichen, medialen Flut an Corona- Nachrichten, die zwar nicht wirklich weiterhelfen, die aber bei vielen Menschen zu einer weitgehenden mentalen Lähmung für den Rest ihres Alltags führen.
Ziemlich vernünftig klingen in diesem Zusammenhang die Aussagen des Präsidenten des Weltärzteverbandes, Frank Ulrich Montgomery: „Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt“, äußerte Montgomery der „Rheinischen Post“ gegenüber.
Ausgangssperren sind fast immer eine „politische Verzweiflungsmaßnahme,“ gibt der Ärztepräsident zu bedenken. Man täuscht mit zahlreichen Maßnahmen Handlungsfähigkeit vor, obwohl man eigentlich nicht wirklich etwas gegen den Virus tun kann.
Montgomery äußerte auch Zweifel an den von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen. Da ein Impfstoff frühestens Ende des Jahres erhältlich sein werde, frage er sich, wann es eine Rückkehr zur Normalität geben werde – man könne Schulen, Kitas und Geschäfte nicht so lange geschlossen halten. Auch die immer mehr um sich greifenden Grenzschließungen sieht Montgomery eher als „politischen Aktionismus.“
Die meisten Pläne für den „richtigen“ Umgang mit Corona stammen aus den reichen und medizinisch gut ausgerüsteten Ländern Westeuropas, Asiens und Nordamerikas. Mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen können sich diese Staaten einen monatelangen Stillstand gerade noch leisten. Mit typisch europäischer Ignoranz wird diese Strategie des Stillstands und der Isolation auch von anderen, armen Ländern verlangt. Dabei berücksichtigt man viel zu wenig deren besondere Situation. In Indien beispielsweise leben ziemlich viele Menschen dauerhaft am Rande der Armut. Wenn nun Tagelöhner zwei Monate keine Möglichkeit bekommen einer Arbeit nachzugehen, dann sterben die Angehörigen vielleicht nicht an Corona aber am Hunger. In diesen Ländern könnte die europäische Isolationspolitik in der Bevölkerung viel größere Schäden und Opfer zur Folge haben als die Ausbreitung des Virus und die an der Erkrankung sterbenden Menschen.
Weil die Zahlen so unvorstellbar groß sind, wird bisher auch in Deutschland noch wenig über die Kosten der Corona- Rettungsmaßnahmen gesprochen. Rund 750 Milliarden Euro will der Bund insgesamt zur Verfügung stellen, um die Wirtschaft vor dem Absturz zu retten. Das ist in etwa das Doppelte dessen, was der gesamte Bundeshaushalt für 2020 an Ausgaben vorsieht. Umgerechnet auf die im schlimmsten Fall in Deutschland zu erwartenden Todesfälle (etwa 700 000) wären das 1 Millionen Euro je gerettetes Menschenleben. Oder anders ausgedrückt, verschuldet sich der Staat auf Kosten seiner Bürger mit zusätzlichen 10 000 EUR je Person, Rentner und Kinder eingeschlossen. Auf eine fünfköpfige Familie kommen damit 50 000 EUR weitere Schulden zu. Dieses Geld muss von den Bürgern natürlich irgendwann auch zurückgezahlt werden.
Zu den Kosten des Lockdown gehören auch die Menschen, die ihr Leben aufgrund der Corona- Rettungsmaßnahmen verlieren. In Deutschland sind das insbesondere Personen, die aus Angst vor Ansteckung einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu spät entdecken und behandeln lassen, sowie Patienten, die zu spät mit ihrem Krebsverdacht zum Arzt gehen und deshalb erst deutlich verzögert behandelt werden. In vielen, vor allem ärmeren Ländern, führen die Corona- Rettungsmaßnahmen ganz unmittelbar zu Todesfällen, weil Menschen ohne Arbeit und Einkommen hungern müssen und, weil unter dem steigenden sozialen Druck die Gewalt deutlich zunimmt.
Deshalb gilt: Es braucht ein baldiges Ende der staatlichen angeordneten Corona- Maßnahmen.
„So ermahne ich euch nun, dass man vor allem mit Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen, für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, zu Gott kommt; damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit.“ (1.Timotheus 2, 1+2) Michael Kotsch

4 Gedanken zu „Corona: Das Ende muss her!

  1. das ist allerdings auch wahr, ich gebe dir recht, dass Beiträge zu sozialen Themen von Evangelikalen zu wenig kommen und in Deutschland wahrscheinlich gar nicht vorhanden sind… Aber irgendwie müsste es besser gehen. Ich fand das meiste (und da meine ich nicht nur Kotsch), was man so aus Deutsch-Evangelikalien dazu liest weder trostreich, noch hilfreich noch auch irgendwie prophetisch (im sinne einer wirklich Vision)…Straft Gott uns gerade mit Blindheit? Übersehen wir, dass das Gericht Gottes erst und vor allem immer an der Gemeinde Gottes ist (1. Pet. 4,17)?

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s