Aufnahmegebühr

Und wenn auch eine Art von Kasse (gemeint ist eine Gemeindekasse für die Versorgung der Bedürftigen) vorhanden ist, so wird sie nicht etwa durch eine Aufnahmegebühr, was eine Art von Verkauf der Religion wäre, gebildet, sondern jeder einzelne steuert eine mäßige Gabe bei an einem bestimmten Tage des Monats, oder wann er will, sofern er nur will und kann. Denn niemand wird dazu genötigt, sondern jeder gibt freiwillig seinen Beitrag. Das sind gleichsam die Sparpfennige der Gottseligkeit. Denn es wird nichts davon für Schmausereien und Trinkgelage oder nutzlose Fresswirtschaften ausgegeben, sondern zum Unterhalt und Begräbnis von Armen, von elternlosen Kindern ohne Vermögen, auch für bejahrte, bereits arbeitsunfähige Hausgenossen, ebenso für Schiffbrüchige, und wenn welche in den Bergwerken, auf Inseln oder in den Gefängnissen, selbstverständlich nur dann, wenn wegen der Sache der Genossenschaft Gottes diese Heimsuchung sie trifft, Versorgungsberechtigte ihres Bekenntnisses werden. Aber sogar die Ausübung dieser hohen Art von Liebe drückt uns bei gewissen Leuten ein Makel auf. „Siehe“, sagen sie, „wie sie sich untereinander lieben“ – sie selber nämlich hassen sich untereinander – und „wie einer für den ändern zu sterben bereit ist“; sie selber nämlich wären eher bereit, sich gegenseitig umzubringen. Tertullian, Apologeticum, Kap 3

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