Die Geschichte des Esels, der Gott dienen wollte

Vor langer Zeit erblickte ein Esel das Licht der Welt. Dieser Esel wuchs schnell heran und wurde stark. Seit der Esel denken konnte, wusste er: “Ich will mit meinem Leben Gott dienen.” Der Esel wurde erwachsen und er musste beginnen, auf eigenen Füssen zu stehen, seine Eltern zu verlassen und seine eigenen Wege zu gehen. Da der Esel Gott dienen wollte, fragte er Gott: “Herr, wie kann ich dir dienen?” Und Gott sagte zum Esel: “Esel, ich weiss dass du mir dienen möchtest, doch habe Geduld! Du wirst deinen Dienst für mein Reich noch beitragen.”

So ging der Esel dahin und suchte sich einen Meister, bei dem er arbeiten konnte. Und siehe da, sein Meister hatte auch eine hübsche Eselin, mit der sich der Esel prächtig verstand. Und so hatte der Meister bald nicht mehr nur zwei Esel, sondern drei, vier, fünf, sechs und sogar noch mehr. Der Esel hatte alle Füsse voll zu tun. Arbeit, Eselin und Nachwuchs nahm ihn voll in Anspruch. So zogen die Jahre ins Land. Doch eines Tages erinnerte sich der Esel an seinen Lebenswunsch Gott zu dienen. So sprach er erneut zu Gott: “Herr, jeden Tag zerrinnen mir die Stunden nur so zwischen den Hufen, doch ich habe mir gesagt, dass ich dir dienen möchte. Nimm mich und brauche mich für dein Reich!” Gott sagte zum Esel: “Esel, ich weiss dass du mir dienen möchtest, doch habe Geduld! Sorge für deine Familie und arbeite für deinen Meister. Du wirst deinen Dienst für mein Reich noch beitragen.”

So ging der Esel dahin, er sorgte für seine Familie und arbeitete für seinen Meister. Und die Jahre zogen ins Land. Die Eselkinder waren längst keine Kinder mehr und der Esel war nicht nur Vater sondern schon Grossvater vieler junger Esel. Und er wurde alt. Und in seinem Alter dachte er über sein Leben nach und erneut sprach er zu Gott: “Herr, seit meiner Jugend an wollte ich dir dienen. Doch nun bin ich alt und schwach. Und nichts habe ich für dich getan. Ich schäme mich dafür.” Und Gott sprach zum Esel: “Lieber Esel, ich weiss, dass du seit deiner Jugend an mir dienen wolltest und ich sage dir habe Geduld! Du wirst deinen Dienst für mein Reich noch beitragen.”

So ging der Esel etwas traurig dahin. Er lebte seine letzten Jahre auf Erden und hoffte stets, dass der Herr eines Tages seinen Dienst in Anspruch nehmen würde. Dann, eines Tages, fiel der Esel um und starb. Viele Esel und auch sein Meister trauerten um ihn, denn er hatte ein gutes und treues Leben gelebt. Sie nahmen Abschied vom Esel und sein Meister begrub ihn abseits seines Grundstücks. Die Überreste des Esels wurden wieder zu Erde und gefressen von allerlei Getier, bis nur noch die Knochen des Esels übrigblieben. Doch dann kam eines Tages ein Israelit an der Stelle vorbei, wo die Knochen des Esels lagen.

“Und er fand einen frischen Eselskinnbacken. Da streckte er seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann. Und Simson sprach: Mit eines Esels Kinnbacken hab ich sie geschunden; mit eines Esels Kinnbacken hab ich tausend Mann erschlagen. Und als er das gesagt hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand, und man nannte die Stätte Ramat — Lehi (Kinnbackenhöhe).” Richter 15,15-17
Quelle: unbekannt

„UTOPIE

Ich sehein Land mit neuen Bäumen.Ich seh ein Haus mit grünem Strauch.Und einen Fluss mit flinken Fischen.Und einen Himmel aus Hortensien seh ich auch. Ich seh ein Licht von Unschuld weiß.Und einen Berg, der unberührt.Im Tal des Friedens geht ein junger Schäfer, der alle Tiere in die Freiheit führt. Ich hör ein Herz, das tapfer schlägt,in einem Menschen, den es noch nicht gibt, Doch dessen Ankunft mich schon jetzt bewegt. Weil er erscheint und seine Feinde liebt. Das ist die Zeit, die ich nicht mehr erlebe, das ist die Welt, die nicht von unsrer Welt. Sie ist von fein gesponnenen Gewebe, und Freunde, glaubt und seht: Sie hält. Das ist das Land, nach dem ich mich so sehne, das mir durch Kopf und Körper schwimmt, mein Sterbenswort und meine Lebenskantilene, dass jeder jeden in die Arme nimmt.“(Hanns Dieter Hüsch, aus: Das Schwere leicht gesagt. Freiburg i.B. 1994)

Das Seltsame Schweigen Der Bibel In Der Kirche

Der Verlust der historischen Überzeugung, dass Gott das sagt, was die Schrift sagt, ist die Ursache, dessen, was James D. Smart in einem bezeichnenden Buchtitel so ausdrückte, ‚Das seltsame Schweigen der Bibel in der Kirche‘. Es hat das Leben der protestantischen Kirchen in diesem Jahrhundert in mehreren Bereichen geschwächt:

  1. Es hat die Predigt untergraben: Der entscheidende Gedanke beim Predigen ist der, dass der Prediger ein Sprachrohr seines Textes wird, indem er ihn erschließt und ihn als Wort Gottes an seine Hörer anwendet; er redet nur, damit das Wort selbst spricht und gehört wird. […]
  2. Es hat die Lehre unterhöhlt: […] Es herrscht Gleichgültigkeit bezüglich der Lehre, ein Gefühl, dass es nicht groß drauf ankomme, ob man eine Meinung zu bestimmten Fragen habe oder nicht, weil es ja angeblich der Mutmaßung eines jeden einzelnen überlassen bleibe, was wahr oder falsch ist. […]
  3. Es hat den Glauben geschwächt: […] Wenn die Gewissheit drüber fehlt, was das Wort Gottes ist, dann herrscht Aberglaube vor, und anstelle des Glaubens gibt es nur Nebel. Bekennende Christen werden dann – wie ernst und entschieden sie auch sein mögen – wie die Juden, die „eifern für Gott, aber mit Unverstand“ (Röm 10:2).

Viel der Frömmigkeit in den Kirchen ist heute verschwommen, ängstlich und freudlos, nur weil die Menschen nicht gelehrt wurden, oder es nicht wagen, ihr Vertrauen in die Heilige Schrift zu setzen und ihr Leben an den ‚teuren und allergrößten Verheißungen‘ (2 Petr 1:4). Zweifel und Ungewißheit pber gOtt und unser Verhältnis zu ihm sind amselige Begleiter für das Leben und Sterben; aber viele leben heute so, weil sie keine Gewissheit über Gott haben, auf der ihr Glaube ruhen könnte.  […]

  1. Es hat die Laien entmutigt, die Bibel zu lesen. […] Selbst wenn man die Bedeutung einer [biblischen] Aussage herausgefunden habe, könne man dieser nicht unbedingt vertrauen, und außerdem sei die Bibel ein Buch, das für den gewöhnlichen Christen zu schwierig ist, als dass er es mit Gewinn studieren könnte. […]
  2. Es hat Christus aus dem Mittelpunkt gerückt und dem Blick entzogen. […] So ist der Jesus des Neuen Testaments nicht länger der Christus; der historische Jesus ist uns nicht mehr zugänglich. […]

J I Packer, Wie Gott Vorzeiten Geredet Hat, s.32-34

 

 

Total Freedom = Death

In our culture freedom is increasingly valued over form, loyalty, responsibility, dependability, or obedience. People were not made by God to be alone or independent. If we become totally free from our need for each other as individuals or society, we move toward alienation and isolation, which is death. People want to be free in terms of their imagination, but our imagination doesn’t produce reality. Reality is Who God is, what He does and what He wants. Freedom is lively and has meaning only with form.
God, help us to be free in the forms You give us. Amen.
Totale Freiheit Freedom Tod
In unserer Kultur wird Freiheit immer mehr über Form, Loyalität, Verantwortung, Zuverlässigkeit oder Gehorsam geschätzt. Menschen wurden nicht von Gott dazu gemacht, allein oder unabhängig zu sein. Wenn wir als Einzelpersonen oder Gesellschaft völlig frei von unserem Bedürfnis nacheinander werden, bewegen wir uns in Richtung Entfremdung und Isolation, was Tod ist. Menschen wollen frei sein in Bezug auf ihre Vorstellungskraft, aber unsere Fantasie bringt keine Realität hervor. Die Realität ist, wer Gott ist, was Er tut und was Er will. Freiheit ist lebendig und hat Bedeutung nur mit Form.
Gott, hilf uns, frei zu sein in den Formen, die du uns gibst. Amen. Amen. Ellis H.Potter FB

Seine Stimme Hören Wir Immer Noch

„Es ist auch heute noch so, wie einst auf der Straße nach Emmaus, das nichts einen so tröstet und solch eine Glut in das traurige Herz bringt wie die Erkenntnis, dass irgendein Teil der Schrift, obwohl Jahrhunderte vorher geschrieben, genau von dem eigenen Problem handelt, und dass die Lösung dieses Problems die beständige Wirklichkeit der Person, der Bedeutung, des Wirkens und der Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesus Christ ist (siehe Lk 24,13-35).
Immer noch hören wir in den Berichten über sein irdisches Wirken die lebendig machende Stimme von Christus selbst. Immer noch spricht Er durch das geschriebene Wort; die Toten erhalten ewiges Leben, indem sie auf seine Stimme hören, die traurigen und gebrochenen Herzen werden wieder froh, und die Demütigen glauben.
Es ist darum klar, dass jeder, der Gott kennen will, so viel wie nur möglich von dem wissen möchte, was in der Bibel steht…“
J I Packer, Wie Gott Vorzeiten Geredet Hat, s.14-15

„Ihr sollt heilig sein“

Eine oberflächliche Art, sich nicht an die Welt anzupassen, ist die allseits bekannte Fußangel des Pharisäertums. Beim Reich Gottes geht es nicht um Knöpfe, Kinobesuche oder Tanzvergnügungen. Die Belange Gottes drehen sich nicht um Essen und Trinken. Bei der Berufung zu einem christlichen Lebensstil in Abgrenzung von der Welt geht es stattdessen um eine viel tiefgründigere Gerechtigkeit, die über die äußerlichen Dinge weit hinausgeht. Wenn man Frömmigkeit ausschließlich anhand von Äußerlichkeiten definiert, geht man an der Lehre der Schrift vorbei […]. Wer dies tut, dem ist entgangen, was Jesus sagen will, wenn er seinen Zuhörern erklärt, dass nichts von dem, was in den Mund hineingeht, den Menschen verunreinigt, sondern das, was aus dem Mund herauskommt. Wir wollen das Reich Gottes oft nur noch auf „Essen und Trinken“ beschränken. S. 195
Was wir für Kennzeichen der Frömmigkeit halten, kann in Wirklichkeit letztendlich Gottlosigkeit unter Beweis stellen. Wenn wir uns vorwiegend bei Kleinigkeiten aufhalten und unbedeutende Belanglosigkeiten überbewerten, äffen wir die Pharisäer nach. Wenn wir Nebensächlichkeiten zum Prüfstein der geistlichen Gesinnung erheben, setzen wir eine billige Moral an die Stelle echter Gewissenhaftigkeit. Wir tun das, um die tiefer gehenden Fragen im Blick auf praktische Gerechtigkeit zu verdunkeln. Jeder kann gewisse Nebensächlichkeiten vermeiden. Das erfordert keine moralische Anstrengung. Viel schwieriger ist es, die Zunge im Zaum zu halten, rechtschaffen zu handeln und die Frucht des Geistes hervorzubringen. […] Wer wirklich „gegen den Strom schwimmt“, ist ein Mensch, der sich nicht nach seinen Begierden richtet, der aufhört, Schlechtes über andere zu reden, der seine Faulheit aufgibt, der aufhört, zu hassen und bittere Gefühle zu nähren, und der die Frucht des Geistes in seinem Leben wachsen lässt. S. 195f. R. C. Sproul  Die Heiligkeit Gottes

Prayer is not meditation

Prayer Part 2
Prayer is not meditation, contemplation, thinking, imagining, feeling, action or work, communion with nature, ecstatic or transcendental experience, Union with the “ALL”, silence ritual or magic. Prayer is not natural but is given by God as part of our full spiritual life with Him. Prayer is personal communication between one person and another Person. Prayer is language – direct, definite, and committed. In the Bible God’s people speak to him in ordinary language. God speaks to us through His Word and creation. We can respond by speaking to Him about His Word that brings us life. Return to God. Bring words with you.
Gebet Teil 2
Gebet ist keine Meditation, Betrachtung, Denken, Denken, Vorstellen, Fühlen, Handeln oder Arbeiten, Kommunion mit der Natur, verzückte oder transzendentale Erfahrung, Union mit dem ′′ ALL „, Stille Ritual oder Magie. Das Gebet ist nicht natürlich, sondern wird von Gott als Teil unseres spirituellen Lebens mit Ihm gegeben. Gebet ist persönliche Kommunikation zwischen einer Person und einer anderen Person. Gebet ist Sprache – direkt, definitiv und engagiert. In der Bibel sprechen Gottes Menschen in gewöhnlicher Sprache zu ihm. Gott spricht mit Seinem Wort und Schöpfung zu uns. Wir können antworten, indem wir mit Ihm über Sein Wort sprechen, das uns Leben bringt. Kehre zu Gott zurück. Bring Worte mit.

Beten ist etwas Großes.

Die erste Lektion in der Schule des Gebets ist die Erkenntnis unserer geistlichen Leere und diese Lektion ist ein Muss. Wir sind es so gewohnt, leer zu sein, dass wir diese Leere gar nichts merken – bis wir versuchen zu beten. Wir spüren sie erst, wenn wir anfangen zu lesen, was die Bibel und andere über die Größe und die Verheißung des Gebets sagen. Dann spüren wir sie endlich, unsere innere Einsamkeit und unseren Hunger. Es ist ein wichtiger, aber irritierender erster Schritt auf dem Weg zur Gemeinschaft mit Gott.Wenn unser Gebetsleben dann endlich aufzublühen beginnt, können erstaunliche Dinge geschehen. Da ist jemand ein selbstmitleidiger Mensch, der (wie er meint) zu Recht wegen irgendetwas verbittert ist. Er fängt an zu beten – und dort, vor dem Angesicht Gottes, wird ihm in einem Augenblick seine ganze Kleinlichkeit bewusst und sein ganzes schönes Selbstrechtfertigungshaus stürzt ein. Oder wir sind voller Angst und Sorgen und während wir beten, fragen wir uns auf einmal, vor was wir da Angst haben. Ist das nicht eigentlich lächerlich? Und wir lachen über uns selber und danken Gott für das, was er ist und was er getan hat. […] Aber Vorsicht: Es kann aus den verschiedensten Gründen zu erneuten Dürreperioden kommen. Es ist nicht so, dass wir nach einer gewissen Zeit in der „Wüste“ für immer zur Freude durchbrechen, sondern die spürbare Neuausrichtung des Herzens und das Gefühl der Nähe Gottes kommen immer öfter und manchmal überraschende Weise, und dazwischen gibt es neue Phasen des Kampfes, ja sogar der Abwesenheit Gottes. Doch wenn wir Gott im Gebet suchen, wird das früher oder später Früchte tragen – weil Gott will, dass wir ihn anbeten (Johannes 4,23) und weil das Gebet etwas so unendlich Reiches und Wunderbares ist.
Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Tim Keller, Seite 32ff

PRAYER (part one)

Prayer is special and ordinary. It is special and wonderful to be able to speak to the Creator of the Universe and know that He hears us and cares about us and what we say to Him. Prayer is ordinary because we can pray at any moment of the day or night for 2 seconds or 2 minutes. We can pray in the middle of working or a conversation or reading or driving (maybe don’t close your eyes). Prayer is ordinary because it brings order into our lives in both time and eternity. Prayer is essential for life.
GEBETE (Teil eins)
Das Gebet ist etwas Besonderes und gewöhnliches. Es ist etwas Besonderes und wunderbar, mit dem Schöpfer des Universums sprechen zu können und zu wissen, dass Er uns hört und sich um uns kümmert und was wir Ihm sagen. Das Gebet ist gewöhnlich, weil wir in jedem Moment des Tages oder der Nacht für 2 Sekunden oder 2 Minuten beten können. Wir können mitten in der Arbeit beten oder in einem Gespräch oder Lesen oder Fahren (vielleicht nicht die Augen schließen). Das Gebet ist gewöhnlich, weil es sowohl in der Zeit als auch in der Ewigkeit Ordnung in unser Leben bringt. Gebet ist lebenswichtig. Ellis H.Potter