Alles „rechts“!?

Zwischenzeitlich scheint es fast, als sei das Lieblingsklischee großer deutscher Medien „rechts“. Ganz gleich, wer welche Meinung vertritt, die nicht dem momentanen Mainstream entspricht, oder dem, was diese Medien dazu erklären, wird schnell mit dem Etikett „rechts“ versehen.
Mit jemandem der als „rechts“ eingeordnet wurde muss man eben nicht mehr sprechen, man muss sich nicht einmal mehr seine Argumente anhören, ganz gleich wie gut sie auch sind. Zumeist wird dabei nicht ganz genau angegeben, das und warum eine Meinung oder Person „rechts“ ist; es wird einfach behauptet. Der damit Stigmatisierte muss dann sehen, wie er das Gerücht seines vorgeblichen Extremismus wieder loswird.
Wer öffentlich Kritik an staatlichen Corona- Maßnahmen übt, ist „rechts“.
Wer Forderungen der Klimaschützer infrage stellt, ist „rechts“.
Wer vor islamistisch motivierter Gewalt warnt, ist „rechts“.
Wer Fleisch isst, ist „rechts“.
Wer für den Schutz der Ehe eintritt, ist „rechts“.
Wer Abtreibung kritisiert, ist „rechts“.
Wer sich übrigens zu christlich äußert, ist auch „rechts“.
Und dabei ist von vornherein klar, wer „rechts“ ist natürlich falsch; wird gesagt. Die Unterdrückung und Diffamierung nicht gewünschter Meinungen und die Diskussionsverweigerung mit Andersdenkenden ist höchst problematisch und gefährdet mittelfristig eine freie Gesellschaft. Stattdessen fördern diese Tendenzen eine einseitige Ideologisierung der Bevölkerung. Michael Kotsch
Aber philosophiegeschichtlich gesehen sind Links und Rechts zwei Seiten der gleichen Medaille, diese heißt Materialismus, bzw. Naturalismus. Deshalb muss ein Christ beide Positionen ablehnen und zwar nicht nur dass er sich selbst dagegen wehrt, derartig fixiert zu werden auf eine seine Persönlichkeit reduzierende Position, die ein wirksames christliches Zeugnis nicht mehr zulässt, sondern auch dahingehend, dass er sich gegen jegliche materialistischen Ideologie wehrt. Man kann nicht an Christus glauben und daran, dass auch aus materiellen/sinnlichen Erfahrungen irgendein Heil entspringt. Linke und rechte Ideologien sind aus Sicht des Christentums Irrlehren und müssen immer wieder angeprangert werden. Stattdessen sehe ich, wie sich Christen diesem Schema unterwerfen. In den 70er Jahren war man gerne auch mal links, das änderte sich im Laufe der 80er Jahren. Wobei heute viele Christen kein Problem damit haben, sich rechten, ganz offensichtlich Ideologiefixierten Parteien anzunähern und sogar Mitglieder derselben zu werden. Ich habe zunehmend ein Problem damit, diese Menschen Brüder bzw. Schwester zu nennen. Wer das einfach nicht verstehen will, dass Gottes Reich nicht von dieser Welt ist, mit dem kann ich keine geistliche Gemeinschaft pflegen.

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