Die neue Identität in Christus

Im Hamburger Abendblatt vom 26.06.2008 war ein Artikel mit der Überschrift „So schwer ist der Alltag ohne Lug und Betrug“ abgedruckt. Untertitel: „Neuerscheinung – Amerikanischer Autor versuchte ein Jahr nach der Bibel zu leben.“ Folgender Text hier auszugsweise: NEW YORK – Die Idee war simpel: Der New Yorker Arnold Jacobs (40) beschloss, die Bibel ein Jahr lang so buchstäblich wie möglich zu befolgen. Doch das ist nahezu unmöglich. Inzwischen hat sich Jacobs wieder den Normen des Lebens des 21. Jahrhunderts angepaßt. 18 Monate ist es her, seit der jüdische Agnostiker und „Esquire“-Journalist ein einjähriges Experiment beendet hat. Er versuchte, so wörtlich wie möglich nach der Bibel zu leben. „Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich eingelassen hatte“, sagt Jacobs. „Ich wußte, daß es jeden Aspekt meines Lebens beeinflussen würde – wie ich redete, aß, dachte, wie ich meine Frau Julie berühren würde. Es war überwältigend.“ Nach der Lektüre des Alten und des Neuen Testaments stellte Jacobs eine Liste von über 700 Regeln zusammen. Sein Entschluß, alle zu befolgen, stellte sich schnell als unmöglich heraus, also fielen einige dem Rotstift zum Opfer. „Die erste Herausforderung war, die kleinen Sünden anzupacken, die wir täglich begehen – lügen, begehren, klatschen.“… „In New York tun wir das 60 Prozent des Tages.“ … Besonders schockiert war er darüber, wie oft er schlecht über andere redete. „Ob es einen Gott gibt oder nicht, ich glaube nun, daß an der Idee einer Heiligkeit etwas dran ist.“ Nicht zuletzt schätzt Jacobs, daß er sein Lügen, Begehren und Klatschen auf 40 Prozent reduziert hat. Das Problem ist, daß eine Reduzierung der Lügen auf 40 Prozent nicht ausreicht. Es ist ein perfekter, tadelloser Gehorsam dem Gesetz gegenüber erforderlich, um vor Gott bestehen zu können. Der Journalist hat versucht, die Gebote zu halten, ohne daß zuvor ein Identitätswechsel in ihm stattgefunden hat. Er lebte gemäß dem Wesen seiner unerlösten, unveränderten Natur mit dem Versuch, Gutes auf der Basis von Schlechtem aufzusatteln. Das Fundament war marode, der Kern, sein Herz, war unverändert. Dies zeigt uns erneut, daß niemand den Anforderungen des Gesetzes gerecht werden kann, es sei denn, er hat eine neue Identität in Christus, der das Gesetz erfüllt hat. In seinem Brief an die Epheser erinnert Paulus sie an das neue Leben, das sie empfangen haben. Er erklärt ihnen, daß bei ihnen ein Identitätswechsel stattgefunden hat, weil sie von Gott gerufen wurden. Einst, so schreibt er, wart ihr „tot durch eure Übertretungen und Sünden“(Epheser 2,1), nun aber habt ihr neues Leben empfangen (Epheser 2,5). Einst wart ihr ferne, nun aber seid ihr „nahe geworden durch das Blut Christi“ (Epheser 2,13). Ihr seid von Gott berufen, von Ihm auserwählt und vorherbestimmt zur Sohnschaft durch Jesus Christus (Epheser 1,5). Mit anderen Worten: Ihr habt eine neue Identität! Ihr seid nicht mehr dieselben. Und deshalb lebt auch so!
„Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, daß ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln, in Nichtigkeit ihres Sinnes; sie sind verfinstert am Verstand, fremd dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung ihres Herzens; sie, die abge-stumpft sind, haben sich selbst der Ausschweifung hingegeben, zum Ausüben jeder Unreinheit mit Gier. Ihr aber habt den Christus nicht so kennengelernt. Ihr habt ihn doch gehört und seid in ihm ge-lehrt worden, wie es Wahrheit in Jesus ist: daß ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunde richtet, dagegen er-neuert werdet in dem Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ (Epheser 4,17-24)
Sonntag, den 29.06.2008 / 09.30 Uhr Die neue Identität in Christus Von Christian Wegert ©

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